Fußball | Regionalliga Lok Leipzig unterliegt Viktoria Berlin

6. Spieltag

Auch im fünften Anlauf seit 2013 hat der 1. FC Lok Leipzig in der Regionalliga nicht gegen Viktoria Berlin gewinnen können. 2.572 Zuschauer sahen im Bruno-Plache-Stadion ein 0:1 (0:1). In der zweiten Halbzeit standen sich die Hausherren selbst im Weg und nutzten keine ihrer vielen Möglichkeiten.

Zerfahrene erste Hälfte

Neben dem gesperrten Innenverteidiger Christian Hanne wurde Kapitän Markus Krug durch einen grippalen Infekt gestoppt. In der Viererkette ersetzten sie Peter Misch und Marcel Trojandt. Nach ersten Angriffsbemühungen der Messestädter wurde Trojandt unsanft in der Berliner Hälfte vom Ball getrennt, der Konter lief über Karim Benyamina, der aus 18 Metern ins Gehäuse schoss - 0:1 (15.). Den technisch besseren Gästen fehlten allerdings auch die Ideen. Benyamina traf die Latte der Blau-Gelben (28.). Kurz darauf köpfte Lok-Angreifer Djamal Ziane auf der Gegenseite, doch Dominik Kisiel fingerte das Leder über das Aluminium. Trojandt klärte noch auf der Linie für seinen geschlagenen Keeper Benjamin Kirsten (42.) und Andy Wendschuch verpasste vorm Pausenpfiff den Ausgleich aus sechs Metern (45.+2).

Djamal Ziane
Djamal Ziane und seine Mitspieler blieben ohne Torerfolg. Bildrechte: IMAGO

Lok mit viel Druck aber nicht effektiv

Mit viel Schwung und einem zweiten Stürmer - Matus Lorincak - kam der FCL aus der Kabine. Ziane scheiterte mit Fuß (51.) und Kopf (60.). Trotz des Drucks blieben weitere Großchancen zum Ausgleich aus. Im Strafraum fehlte stets die letzte gute Aktion. Eine Bogenlampe fiel Lorincak im Strafraum vor die Füße, doch vollkommen frei passte er in die verwaiste Mitte (70.). Viktoria versuchte sich eher selten mit Kontern nach vorn zu bewegen. Die allerletzte Aktion des Spiels war symptomatisch für die zweite Halbzeit. Paul Maurer mit einem Eckball von rechts, Malone stieg höher als alle anderen, köpfte aber genau auf den Körper von Kisiel (90.+3).

Das sagten die Trainer

Thomas Herbst (Viktoria): "Wir wussten, dass es eine schwere Aufgabe wird und sind mit dem ersten guten Angriff in Führung gegangen. Lok war immer bei Standards und Flanken gefährlich. In der zweiten Halbzeit hatten wir die Möglichkeit auf das 2:0. Besonders hervorheben möchte ich unseren Torwart. Wir haben sehr glücklich gewonnen. Mit dem Spiel bin ich nicht zufrieden, aber mit den drei Punkten."

Heiko Scholz (Lok Leipzig): "Ich bin mit dem Spiel zufrieden, aber nicht mit dem Ausgang. Das Kontertor war dumm. In der zweiten Halbzeit kann ich meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen. Wir hatten viele 100-prozentige Chancen. Aber wenn man kein Tor macht, kann man nicht gewinnen. Es ist bitter, aber so ist Fußball."

ml/ans

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 09. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. September 2017, 17:47 Uhr

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3 Kommentare

11.09.2017 09:31 Dresdner 3

Schade LOK.... normalerweise 3 Punkte für Lok, aber das passiert im Fussball. Ihr liegt trotzdem gut im Plan (Tabelle).
Dynamische Grüße aus DD!

10.09.2017 10:35 Chili Palmer 2

Ja @Leonard, ist auch schon anderen Mannschaften passiert. Wenn man seine vielen Chancen nicht nutzt, reicht dem Gegner eben auch mal 1 Tor, um zu gewinnen.

09.09.2017 17:39 Leonard 1

Kleine Sünden bestraft der liebe Gott gleich.