Fußball | Regionalliga : Lok Leipzig setzt auf Teamgeist und Fans
Lok Leipzig gehört zu den großen Außenseitern in der neuen Regionalliga Nordost. Der Traditionsverein qualifizierte sich als Oberliga-Sechster praktisch auf den letzten Pfiff für die vierte Liga. Jetzt greifen die Blau-Gelben mit neuem Coach und viel Herzblut an. In der Vorbereitung lief es bisher nicht immer rund. Neben einigen Verletzungsproblemen zeigte sich auch, dass die bisherigen Verpflichtungen noch nicht ausreichen werden, um eine gute Rolle spielen zu können.
Marco Rose vor kniffliger Aufgabe
Marco Rose ist in Leipzig kein Unbekannter. Der 35-Jährige hatte bis 2000 beim VfB gespielt und kehrte nun als Trainer an seine alte Wirkungsstätte zurück. Es ist die erste Station des früheren Bundesliga-Profis als Cheftrainer, und auf Rose wartet noch viel Arbeit. "Wir haben eine Mannschaft mit wenig Regionalliga-Erfahrung. Aber wir sind hungrig und werden alles dafür tun, um uns zu etablieren", sagte der Coach dem MDR und verwies gleich auf die schwierigen Bedingungen beim früheren Europacup-Finalisten. "Wir arbeiten unter Amateurbedingungen, trainieren ab 17:30 Uhr teilweise zweieinhalb Stunden. Und die Jungs geben trotzdem Gas und leisten außergewöhnliches", lobte Rose.
Der Kader von Lok Leipzig ist vor allem in der Breite gestärkt worden. Die großen Namen fehlen. Dazu kommt, dass Stürmer Steve Rolleder (Fortuna Chemnitz) verletzt ist. Auch in der Defensive klemmte es gerade beim 2:2 gegen den Halleschen FC II. Für Rose ist klar: "Wir müssen uns noch nach Verstärkungen umschauen." Wo Lok am Saisonende stehen wird, konnte und wollte der 35-Jährige nicht sagen. "Wir wollen nicht auf Tabellenstände schauen. Wir wollen den Leuten in Leipzig zeigen, dass wir die Liga bekämpfen und auch bespielen wollen. Wir müssen mental stark sein."
Lok zählt auf Fans und Euphorie
Ganz wichtig sei die Unterstützung der Fans. "Die sind unser wichtigster Faustpfand. Es muss den anderen weh tun, hier nach Probstheida zu kommen und Fußball spielen zu müssen", sagte Rose, der sich besonders auf die Duelle gegen RB Leipzig freut. "Mit RB haben wir wenig gemeinsam. Wir werden zweimal in der Saison in Leipzig aufeinander treffen. Und wir werden versuchen, diese Derbys zu gewinnen."
