Regionalliga

Fußball | Regionalliga : Kommt Lok Leipzig mit einem blauen Auge davon?

Wohlhabende Fußballvereine muss man in Deutschland unterhalb der 1. Bundesliga suchen. Es gibt nicht viele. Die meisten Klubs kämpfen Saison für Saison um Sponsoren und eine wirtschaftlich solide Lage. Und manchen gelingt es nicht. In eine ziemliche Schieflage ist Lok Leipzig geraten.

Im Etat des Regionalligisten Lok Leipzig fehlt nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" eine sechsstellige Summe. Von 200.000 Euro ist die Rede. Seit September hat der Verein keine Stadionmiete mehr gezahlt. Und auch die Spieler warten noch auf das letzte Monatsgehalt. Wenn das Geld nicht kurzfristig beschafft wird, droht die Insolvenz.

Vize-Präsident: "Finanzielle Durststrecke"

Patrick Grandner (Leipzig) mit einer blutendem Cut Verletzung an der Augenbraue. ,
Patrick Grandner spielt seit Sommer in Leipzig. Hat er mit Lok eine Zukunft in der Regionalliga?

Vize-Präsident Bernd Wickfelder bestätigte auf MDR-Anfrage die angespannte Finanzlage, malte aber nicht schwarz: "Wir befinden uns in einer finanziellen Durststrecke, die müssen wir überstehen", sagte der Unternehmer, der es schade fände, wenn der Verein wegen 100.000 Euro den Bach hinunterginge. Wickfelder hat noch Ideen für Rettungsanker im Kopf, aber "die greifen nicht kurzfristig, bringen erst in zwei, drei Monaten Geld". So ist eine Trikot-Aktion geplant. Fans sollen ihren Namen gegen eine entsprechende Summe auf den Jerseys verewigen dürfen. Dafür gibt es schon 120 Interessenten. 500 könnten pro Trikot in winziger Schrift gedruckt werden.

Münzen und Geldscheine
Lok braucht dringend Geld.

Doch dieses Geld kommt zu spät. Lok braucht sofort Bares – und damit die Hilfe von großen Sponsoren. Investor Stefan Lindner will das Lok-Konto seit Wochen wachsen lassen. Warmen Worten folgte bisher aber kein warmer Geldregen. Geholfen hat bisher auch immer Präsident Michael Nozon. Doch ob er noch einmal ins Geldsäckl greift, ist ungewiss. Das Vereins-Oberhaupt ist für die Presse nicht zu sprechen – und sicher auch nicht gerade gut gelaunt. Schließlich wurde er zuletzt von eigenen Fans angefeindet, weil er sich ein im Dezember gewährtes Darlehen über 50.000 Euro wie geplant von den inzwischen überwiesenen Mitgliedsbeiträgen zurückholte. Die dritte Variante ist ein Darlehen. Privatpersonen müssten mit ihrem Eigentum für Lok bürgen. Freiwillige werden gerade gesucht.

Weniger Fans als geplant

Doch wo kommt der existenzgefährdende Liquiditäts-Engpass her? Zum einen aus völlig verkorksten Planungen der Zuschauereinnahmen. Lok kalkulierte mit deutlich mehr Fans in der ersten Saisonhälfte und nahm dadurch 100.000 Euro weniger ein als geplant. Zum anderen aber sicherlich auch aus Misswirtschaft und falschen Versprechungen. Denn die Geldprobleme sind nicht neu. Das Loch wird nur immer größer.

Dass für Mittwoch geplante Testspiel von Lok gegen IMO Merseburg ist übrigens wegen der Unbespielbarkeit des Platzes ausgefallen.


Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2013, 17:31 Uhr

46. Südvorstädtler:
Für mich ist das alles das Resultat jahrelanger Selbstüberschätzung und insofern kann mich das als Leipziger euigentlich nur freuen.
19.03.2013
12:23 Uhr
45. Beobachter 2:
Lieber MDR, bitte sorgen Sie dafür, daß Benutzernamen nicht von verschiedenen Kommentatoren verwendet werden. Der Verfasser des Beitrags 33 ist nicht mir, dem Verfasser des Beitrages 22 identisch. Das sollte sich leicht an den E-Mail-Adressen erkennen lassen. Zudem zeigt sich das der Verfasser des Beitrages 33 nicht in der Lage ist, Fakten geistig zu verarbeiten.
25.01.2013
17:28 Uhr
44. iggy:
@bsg-motor,stimmt. aber nicht holen will sondern schon dabei, der energy drink heißt rox.aber es verhält sich nicht wie bei rb,das ist einfach nur ein sponsor.ansonsten drück ich der lok die daumen, das sie vom insolvenz gespenst verschont bleibt.mein herz schlägt blau gelb und wir wurden schon oft tot gesagt und diese leben ja bekanntlich länger.in diesem sinne "Für immer LOK"
25.01.2013
17:27 Uhr
43. bsg_motor:
@40.Jörg: Stimmt es, dass sich auch Lok jetzt einen Ösi-Sponsor (Energy Drink - Unternehmen "ROX - Company GmbH" Innsbruck) mit ekliger Brause zur Rettung ins Boot holen will??? Schau an. RB hats halt vorgemacht.
25.01.2013
15:28 Uhr
42. TBLE:
Innerhalb von nicht mal 10 Jahren steht der Verein wieder am Abgrund. Das ist nicht zu akzeptieren und einfach nur ein Schlag ins Gesicht für alle die den Verein unterstützen. Wie kann man mit aller Macht in eine Liga aufsteigen wollen, die man sich gar nicht leisten kann und die man sportlich gerade so halten kann (wenn überhaupt). Kneift die Arschbacken zusammen und haltet den Laden am Laufen. Lok gehört zu Leipzig !
25.01.2013
13:48 Uhr
41. TBLE:
Jungs, hört doch mal auf mit diesen völlig sinnfreien Anfeindungen. Ich selber gehe ab und an zu RB Leipzig und ja ich setze mich dort auch auf einen Sitzplatz. Vielleicht bin ich ein sogenannter Eventfan, ok, damit kann ich leben. Was ich allerdings sehr bedauerlich finden würde, wäre die Tatsache, wenn bei Lok die Lichter wieder ausgehen würden. Viele sind da einfach mit Herzblut dabei und das sollte man einfach auch mal akzeptieren und nicht die Lästerkeule rausholen. Aber darüber sollten sich vor allem auch mal die Verantwortlichen Gedanken machen, was sie den Lokis eigentlich antun.
25.01.2013
13:47 Uhr
40. Jörg :
@ Nicht Leipziger selbst als Stubenfliege liegt das Niveau weit über dem was du von dir gibst. Was hat Fussball und Tradition mit Einmauern zu tun oder anders gefragt , muss man zwingend ein reines Kommerzprodukt welches sich Startplatz und Jugentteams etc einfach aneignet , gutfinden? Leider werden die ihren Weg gehen solange auf der Welt die eklige Brause getrunken wird, aber die Hoffnung das so ein Projekt schiefgeht darf man ja wohl noch haben . Aber Hauptsache die heile Welt des Kommerzes ist in Ordnung... machs gut Stubenfliege :-)
25.01.2013
12:37 Uhr
39. 69er:
zu 37: Fahr mal nach England, gehe in verschiedene Pup´s oder auf der Straße und frage mal Leute nach dem 1.FC Lok. Du wirst staunen wieviele sich an die Locksch noch erinnern können. Das haben nicht viele ehemalige Ostvereine geschaft.Und zu Zwickauer: du mußt dich auf alle Fälle erst mal richtig informieren bevor du die Tasten drückst, überleg mal!! Ich jedenfalls würde mich nicht freuen wenn es in Zwickau eine ähnlich Situation wie bei LOK geben würde, denk mal ein und ein halbes Jahr zurück..... schon vergessen???
25.01.2013
11:55 Uhr
38. Konni:
Mit den Kommentaren hier wird wiederum versucht vom eigent-lichen Thema und großem Problem des 1.FC LOK abzulenken. Die Schuldfrage zu klären und das Problem mal richtig offen zu legen ist nicht drin. Stattdessen wird immer nur auf RB Leipzig mit nicht haltbaren Argumenten herumgeritten. Das ist langweilig. Diese Argumente sind völlig fehl am Platz und wenden keine finanzielles Probleme ab. Für dieses Probleme ist kein extern sonder nur der 1.FC LOK und dessen gewählte Vertreter verantwortlich. Das wichtigste jetzt ist, sich nur auf die Lösung des Problems zu konzentrieren. Eine Insolvenz kann sich LOK an Hand der Vergangenheit nicht mehr leisten. Bei einer Insolvenz neu anzufangen (vielleicht wieder unter dem Namen VfB) wird noch schwieriger und wirkt absolut unglaubwürdig.
25.01.2013
10:02 Uhr
37. Nicht Leipziger:
@ Jörg. Diese Kommentare noch zu bewerten wäre Niveau einer Stubenfliege. @ Alfons, 1. Deutscher Meister ist korrekt. Aber einer der größten deutschen Traditionsvereine??????? Wie würden Sie dann die Bayern, HSV, Gladbach, Hertha usw. betiteln? Außerhalb der MDR Gebietes können sich im Osten noch ein paar wenige an Lok erinnern, im Westen nimmt diesen Klub keiner wahr. Wenn ihr also eure Tradition so hochhaltet, dann lasst euch doch endlich wieder einmauern.
25.01.2013
09:51 Uhr

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