Fußball | Regionalliga : Berger wirft in Plauen hin
Regionalligist VFC Plauen muss sich nach einem neuen Trainer umsehen. Der Verein bestätigte am Dienstagnachmittag entsprechende MDR-Informationen, wonach Chefcoach Dirk Berger und der Verein mit sofortiger Wirkung getrennte Wege gehen. Warum es zur Trennung kam, wurde zunächst nicht bekannt.
Ein Grund könnte aber finanzieller Natur sein: So plagen den VFC rund 220.000 Euro Schulden. Zwar soll ein Darlehen in Höhe von 250.000 Euro das Finanzloch stopfen, noch aber gibt es darüber keinen positiven Bescheid. Und Darlehen hin oder her - glaubt man Vorstandsboss Wilfried Hub, will der in Zukunft sowieso mächtig am Geldhahn drehen. Dafür sollen die Profi-Strukturen in Plauen wegfallen. Nach Informationen der "Dresdner Morgenpost" haben die meisten VFC-Spieler neben ihrem Profivertrag derzeit nur einen 400-Euro-Minijob. Die meisten dieser Verträge liefen aber im Sommer aus - "dann wird es nur noch sehr wenige Halb- bzw. Vollprofis geben", zitierte die Zeitung am Dienstag Vorstandsboss Hub. Der Plan: An erster Stelle sollen dann eine geregelte Arbeit, ein Studium oder eine Ausbildung stehen - dann erst kommt der Fußball.
Ganz und gar nicht im Sinne von Coach Berger: "Ich bin unter völlig anderen Vorzeichen nach Plauen gekommen. So wie sich die jetzige Situation darstellt, hatten wir das damals nicht besprochen", wurde der 46-Jährige in der Dienstagsausgabe der "Dresdner Morgenpost" zitiert - äußerte sich in dem Blatt aber noch nicht zu den Konsequenzen.
Berger kam und geht zusammen mit Recklet
Als eine Art Vorbote konnte man den Weggang von Shane Recklet bezeichnen: Wie die Vogtländer am Dienstag Mittag auf ihrer Vereins-Homepage bekannt gaben, steht der Mittelfeldspieler den Sachsen mit sofortiger Wirkung nicht mehr zur Verfügung. Demnach mache der Amerikaner von seiner Möglichkeit Gebrauch, seinen Vertrag vorzeitig aufzulösen, falls sich ein Wechsel zu einem höherklassig spielenden Verein im Ausland anbietet. Recklet war im Sommer 2012 zusammen mit Berger von Germania Schöneiche nach Plauen gekommen.
Ebenfalls nicht mehr zum Plauen-Kader gehört Miloslav Kousal. Auch sein Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst.
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