Regionalliga

Fußball | Regionalliga : Berger wirft in Plauen hin

Regionalligist VFC Plauen muss sich nach einem neuen Trainer umsehen. Der Verein bestätigte am Dienstagnachmittag entsprechende MDR-Informationen, wonach Chefcoach Dirk Berger und der Verein mit sofortiger Wirkung getrennte Wege gehen. Warum es zur Trennung kam, wurde zunächst nicht bekannt.

Dirk Berger
Dirk Berger war erst im Sommer 2012 nach Plauen gekommen. (Archiv)

Ein Grund könnte aber finanzieller Natur sein: So plagen den VFC rund 220.000 Euro Schulden. Zwar soll ein Darlehen in Höhe von 250.000 Euro das Finanzloch stopfen, noch aber gibt es darüber keinen positiven Bescheid. Und Darlehen hin oder her - glaubt man Vorstandsboss Wilfried Hub, will der in Zukunft sowieso mächtig am Geldhahn drehen. Dafür sollen die Profi-Strukturen in Plauen wegfallen. Nach Informationen der "Dresdner Morgenpost" haben die meisten VFC-Spieler neben ihrem Profivertrag derzeit nur einen 400-Euro-Minijob. Die meisten dieser Verträge liefen aber im Sommer aus - "dann wird es nur noch sehr wenige Halb- bzw. Vollprofis geben", zitierte die Zeitung am Dienstag Vorstandsboss Hub. Der Plan: An erster Stelle sollen dann eine geregelte Arbeit, ein Studium oder eine Ausbildung stehen - dann erst kommt der Fußball.

Ganz und gar nicht im Sinne von Coach Berger: "Ich bin unter völlig anderen Vorzeichen nach Plauen gekommen. So wie sich die jetzige Situation darstellt, hatten wir das damals nicht besprochen", wurde der 46-Jährige in der Dienstagsausgabe der "Dresdner Morgenpost" zitiert - äußerte sich in dem Blatt aber noch nicht zu den Konsequenzen.

Berger kam und geht zusammen mit Recklet

Als eine Art Vorbote konnte man den Weggang von Shane Recklet bezeichnen: Wie die Vogtländer am Dienstag Mittag auf ihrer Vereins-Homepage bekannt gaben, steht der Mittelfeldspieler den Sachsen mit sofortiger Wirkung nicht mehr zur Verfügung. Demnach mache der Amerikaner von seiner Möglichkeit Gebrauch, seinen Vertrag vorzeitig aufzulösen, falls sich ein Wechsel zu einem höherklassig spielenden Verein im Ausland anbietet. Recklet war im Sommer 2012 zusammen mit Berger von Germania Schöneiche nach Plauen gekommen.

Ebenfalls nicht mehr zum Plauen-Kader gehört Miloslav Kousal. Auch sein Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Zuletzt aktualisiert: 08. Januar 2013, 17:52 Uhr

20. Ralko:
Ist doch schön, wie die Diskussion ein bisschen angeheizt werden konnte. Ich habe halt nich Eure tiefgreifenden Informationen und daher bewusst das Wort "gemutmaßt" verwendet.
09.01.2013
14:47 Uhr
19. Kent:
@ 16 Man sieht das du absolut kein Plan hast. Herr Berger hat vor der Saison einen Scherbenhaufen übernommen, den Herr Hoßmang liegen lassen hat/musste, weil Herr Hub, Herr Schmidt beiden Trainern Sand in die Augen gestreut haben bzgl. des Profifussball und der vorhandenen Möglichkeiten. Hub ist jetzt auf einmal zum Entschluss gekommen, dass der VFC zur neuen Saison hin ein reiner Amateurverein wird. Sowohl Berger als auch Hoßmang hat man aber ganz andere Sachen erzählt und von daher ist verständlich, dass ein Trainer geht wenn die Vereinsführung sich nicht an Absprachen hält. Sowieso geht es steil Bergab, seit dem diese 3 Nasen Hub, Unger, Schmidt hier einen auf wichtig machen. Kein Sinn, kein Plan, kein Verstand und keiner Verantwortung gegenüber dem Verein und derer die diesen unterstützen wollen.
09.01.2013
13:11 Uhr
18. NOFV-Schiedsrichterbeobachter:
Was hat der Berger hier nicht alles über die Hoßmangs ins Feld geführt!!!! Jetzt zieht er kleinlaut seinen Schwanz ein und verschwindet, weil ihm dasgleiche widerfahren ist wie seinem Vorgänger 6 Monate vorher, nur mit dem Unterschied, dass ein Hoßmang im letzten Jahr etwas bewegen konnte und das kommende Chaos in Plauen rechtzeitig erkannt hatte. Man kann über Hoßmang menschlich differenzierte Meinungen haben, sportlich hat er was bewegen können, in Plauen ähnlich wie in Bautzen. Was kann ein Berger dagegen mit ähnlicher Mannschaft in einer leistungsschwächeren Liga, außer Schuldzuweisungen, vorweisen? Heiße Luft und jede Menge Unmut, mehr leider nicht, und dann tut er noch so, als wenn es ihn überraschen würde. Die neue Regionalliga ist eine Amateurliga, in der man mit Amateuren am Ruder, viel zu geringen Einnahmen und viel zu vielen Profis im Kader nicht bestehen kann.
09.01.2013
13:04 Uhr
17. Sven:
Leider ist es überall das Gleiche, Vereine wie Plauen oder Meuselwitz träumen nach Oberliga von Regionalliga, nach Regionalliga von 3. Liga usw. Vergessen wird dabei, daß das Zuschauerinteresse mit diesen Vorstellungen nicht gleichmäßig wächst und damit die Basis dafür überhaupt nicht gegeben ist. Da sieht man es in Auerbach schon realistischer wenn man sagt "die Regionalliga ist für uns so etwas wie Champions League". Man wünscht solchen Vereinen einfach Verantwortliche mit Sachverstand und Weitsicht, aber auch die gibt es leider viel zu wenig.
09.01.2013
10:56 Uhr
16. Willi Entenmann Jr.:
Verwunderlich das Berger jetzt hinschmeißt. Erst sollte es an Trainer Hoßmang (angebliches Abwerben verschiedener VFC-Spieler) gelegen haben, dann an der Gruppe Hoßmang ("Bringen Unruhe rein!, da hab ich kein Vertrauen zu den Spielern") und am Ende an der Einstellung ("Ich muß meine Mannschaft hinterfragen ob wirklich jeder alles gegeben hat"). Schade um den VFC da verschwindet wohl ein Tradtionsverein. Nächstes Mal also falls es noch sowas geben sollte, mal ein Blick auf die Tabelle werfen. Und auf Ergebnisse regaieren. "Der Trainer" ist zu spät vor die Tür gesetzt worden.
09.01.2013
08:58 Uhr
15. Daniel:
Es ist einfach nur Schade zu sehen wie es langsam den Bach runter geht.....Warum????Es gab so tolle Zeiten wo das Stadion gut besucht wurde und wo noch ordentlicher Fußball in Plauen gezeigt wurde und sogar DFB Pokal gespielt wurde...aber jetzt???nur noch Kämpfen ums Überleben....aber leider ist es im Osten so!!!und das nervt total!!!!Geld Geld Geld......wenn man kein Geld zur Verfügung hat dann sollte man es mal mit Nachwuchsspielern versuchen und nicht auf Krampf immer neue Leute holen die sich erst eingewöhnen müssen!!!
09.01.2013
08:00 Uhr
14. Landei:
Die gegenwärtigen (Auflösungs)Erscheinungen beim VFC werden wahrscheinlich durch Misswirtschaft hervorgerufen. Sowas gab es auch in Zwickau ....... Eine Fusion mit dem VfB Auerbach wird es nicht geben. Der VFC kann sich nur selbst und mit Unterstützung des Umfeldes aus dem Sumpf herausziehen.
09.01.2013
06:47 Uhr
13. sputnik:
Hey marienthaler..bin selber sachsenring Anhänger und kann deine Meinung nicht nachvollziehen.ab gesehen davon das wir gegen Plauen immer gute Spiele gemacht haben würde Ich den untergang des Verein extrem schade finden.davon hat unser FSV im übrigen rein garnichts..eher schade das die Jahre lange solide Arbeit in Plauen jetzt nach und nach zerstört wird...
08.01.2013
23:52 Uhr
12. salat-schorsch:
@4ralko:glaubst du allen ernstes,daß sich so ein geordneter verein wie der vfb auerbach mit diesen überschuldeten komikern verbündet?wollen wir beide vogtländischen vereine aus der regionalliga kicken?der vfc sollte ganz unten wieder anfangen,so wie es z.b. lok auch getan hat.dann bekommen die auch ihr schuldenproblem in den griff.
08.01.2013
21:10 Uhr
11. sitzplatzraudi:
@ralko,auch für dich nochmal zur erklärung,diese fusionsmeldung aus dem wochenspiegel ist reine satire,hoffe es ist bei dir jetzt auch angekommen.
08.01.2013
20:32 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK