Die Mannschaft feiert mit den Fans.
Bildrechte: IMAGO

Fußball | 3. Liga Reaktionen auf die Aufstiegsreform

Es kommt Bewegung in die viel kritisierte Aufstiegs-Relegation zur 3. Liga. Die Trainer Heiko Scholz, Volkan Uluc und Mark Zimmermann stehen der geplanten Veränderung positiv gegenüber.

Die Mannschaft feiert mit den Fans.
Bildrechte: IMAGO

Heiko Scholz (Trainer 1. FC Lok Leipzig): "Damit habe ich in den nächsten Jahren nicht gerechnet. Ich finde das Klasse. Da kann man auch mal einen Zweijahresplan machen und ein Risiko (nicht finanziell) gehen. Der Meister muss aufsteigen. Wenn ich an die Sponsoren denke, die stecken viel Geld rein und dann scheiterst du als Erster in den Relegationsspielen. Ich bevorzuge das Modell mit den 5 Aufsteigern. 22 Teams in der 3. Liga, das gibt dann dort aber auch ein Hauen und Stechen."  

Heiko Scholz
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mi 13.09.2017 15:06Uhr 02:16 min

http://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-137592.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Mark Zimmermann (Trainer FC Carl Zeiss Jena): "Das ist eine Entscheidung für die Meister in der Regionalliga. Die Relegationsspiele bisher sind einfach nicht fair. Fünf Absteiger aus der 3. Liga bei 22 Teams, das wäre schon deftig. Du musst die 3. Liga halten und eventuell auch mit einem größeren Kader. Aber du hast natürlich dann die Möglichkeit, aus der Regionalliga direkt wieder aufzusteigen."  

Erwin Bugar
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Volkan Uluc (FSV Wacker 90 Nordhausen): "Egal wie die Regelung am Ende genau aussehen wird, es ist ein großartiges Zeichen, dass endlich die Meister der Regionalligen aufsteigen werden. Das war längst überfällig, denn die Relegation ist eine große Ungerechtigkeit gewesen. Wer Meister wird, muss auch automatisch aufsteigen können.“

Jens Härtel (1. FC Magdeburg): "Es geht in die richtige Richtung. Wir waren vor drei Jahren selbst betroffen, mussten gegen Kickers Offenbach unbedingt gewinnen. Für Offenbach war es bitter, dass eine für eine sehr gute Saison nicht belohnt wurden. Das ist ein Unding. Jeder Schritt, wo ein Meister direkt aufsteigt, ist ein Schritt in die richtige Richtung."

Abstimmung

Welche Aufstiegsregelung befürworten sie?

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 13. September 2017 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. September 2017, 17:29 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

14 Kommentare

15.09.2017 21:39 Volker Alsdorf 14

Schaut man sich die Tradition und die Bedeutung von vielen Clubs in der "4. Liga" an, kann nur eine Schlussfolgerung greifen: Deutschland braucht diese Anzahl an Regionalligen nicht! Hintertupfing aus Ober-Norddeutschland? Bei dieser Diskussion läuft wie alles unter der Flagge des heutigen DFB völlig am Ziel vorbei. Am besten: Alle 15 nicht aufgestiegenen Clubs der dritten Liga steigen ab, dass auch der letzte Dorfclub seinen Anwohnern bezahlten Fußball präsentieren kann. Für eine Saison...

14.09.2017 13:23 JayKay 13

Mein Vorschlag. Die 2 Punktbesten Staffelsieger steigen direkt auf.
Die 3 letzten der 3. Liga steigen ab.
Der viertletzte der 3. Liga spielt in einer Relagationsrunde (Playoff) mit den verbliebenen 3 Staffelsiegern die weiteren 2 Startplätze in der 3. Liga aus.

14.09.2017 10:37 Torsten 12

Darunter 12 Oberligen (aktuell 14),
drei Oberligen in Nord (Oberliga Hamburg-Schleswig-Holstein, Oberliga Bremen-Niedersachsen, Oberliga Mecklenburg-Vorpommern),
vier Oberligen in Ost (Oberliga Berlin-Brandenburg, Oberliga Sachsen-Anhalt, Oberliga Thüringen, Oberliga Sachsen),
drei Oberligen in West (Oberliga Nordrhein-Westfalen, Oberliga Rheinland-Pfalz-Saarland, Oberliga Hessen),
zwei Oberligen in Süd (Oberliga Baden-Württemberg, Oberliga Bayern)

Finde ich besser als die 4 Vorschläge, die hier beim MDR zur Wahl stehen!

14.09.2017 10:35 Torsten 11

"Nachdem eine Mannschaft am Ende einer kompletten Saison auf Platz eins einer Regionalliga steht, hat sie diesen gerecht erarbeitet und den Aufstieg verdient", wäre hiermit gut möglich:

1. Bundesliga (wie bisher), 18 Mannschaften, Platz 16 Relegation, Platz 17-18 Absteiger
2. Bundesliga (wie bisher), 18 Mannschaften, Platz 1-2 Aufsteiger, Platz 3 Relegation, Platz 16 Relegation, Platz 17-18 Absteiger
3. Liga, 20 Mannschaften, Platz 1-2 Aufsteiger, Platz 3 Relegation, Platz 17-20 Absteiger

(1., 2. und 3. Liga könnte man ggf. um jeweils 2 Mannschaften aufstocken, aber das ist eine andere Frage.)

Darunter vier (bisher fünf) Regionalligen!
Regionalliga Nord, 20 Mannschaften, Platz 1 Aufsteiger, Platz 18-20 Absteiger
Regionalliga Ost, 20 Mannschaften, Platz 1 Aufsteiger, Platz 17-20 Absteiger
Regionalliga West, 20 Mannschaften, Platz 1 Aufsteiger, Platz 18-20 Absteiger
Regionalliga Süd, 20 Mannschaften, Platz 1 Aufsteiger, Platz 17-20 Absteiger

14.09.2017 08:40 Aufpasser der Richtige 10

Alles klar @6 diese jungen zeitgemäßen und kompetenten Personen sehe und höre ich jedes WE auf den Fußballplätzen der Ligen. Nur so richtig Ahnung hat von denen auch keiner.

14.09.2017 08:30 Seikilos 9

@6. Ossi: Welchen bayrischen Traditionsverein hat es denn jetzt getroffen? Haching hat es dieses Jahr doch geschafft und Regensburg und Würzburg zuvor auch? Ich denke, der zeitliche Zusammenhang ist eher mit den Fanprotesten zu sehen. Der DFB will jetzt zeigen, wie stark er doch auf Vereins- und Fanwünsche eingeht.

14.09.2017 02:06 Kanzler 8

@Nr. 6: Ich gebe Dir vollkommen Recht! CDU-Mann Grindel als DFB-Boss reagiert wie "Muddi" Merkel nur, weil die Kritik an vielen Dingen von außen wächst...Thema Aufstiegsregelung, Thema Pyro, Thema Sippenhaft bei Strafen und, und, und. Bin gespannt, wann Grindels alte DFB-Garde endlich mal etwas gegen den immer schlimmer werdenden Fußball-Kommerz tut, der dem Fan finanziell immer mehr abzockt. Das wird wohl nicht passieren! Trotzdem finde ich den neuen Ansatz gut, der Regionalliga-Meister muss aufsteigen!!!

13.09.2017 22:36 Max aus SH 7

Ich werde den Verdacht nicht los, das die Reform jetzt kommen soll, weil 3 Mal der Südwesten nicht aufgestiegen ist. Wären die Nordvereine oder Nordostmeister nicht aufgestiegen, sondern überwiegend die Vereine aus dem Westen, Südwesten und Bayern, würde der DFB jetzt nicht versuchen, etwas zu ändern.
Mein Vorschlag: 4 Regionalligen in der Einteilung von 1994 bis 1999.4 Meister und damit 4 Aufsteiger und 4 3. Liga Absteiger aus der 3. Liga.
Ach Nein, dann könnten ja nicht mehr 3 Klubs aus dem Westen, Süden oder Südwesten aufsteigen, sondern nur 2 und Norden und Nordosten hätten ebenfalls 2 Aufsteiger garantiert. Also wird ein solch sinnvoller Vorschlag beim DFB nicht durchkommen :-(.

13.09.2017 21:13 Ossi aus DD 6

Das der Meister aufsteigt, sollte wirklich ein muss sein.
Was mich ärgert, das dieses Thema nicht neu ist. Es jahrelang abgewiesen wurde. Und jetzt wo es Traditionsvereine getroffen hat. Besonders einen aus der Bayrischen Landeshauptstadt wird darüber diskutiert. Relegation könnte Cottbus vs. 1860 heißen und 60 scheitern. Der DFB bringt keine Reformen, sondern beugt sich.
Ich bin für Abschaffung der Relegation. Jedoch wann so ein Thema an der Tagesordung steht, erhärtet nur den Verdacht dass es nicht im Fußball geht, sondern sein Hinterteil zu retten wenn der Druck von außen zu groß wird.
Der DFB sollte sich komplett mit jungen zeitgemäßen und kompetenten Personen bestücken, welche Ahnung vom aktuellen Fußballgeschehen haben. Das wäre glaube der erste richtige Weg.

13.09.2017 19:39 Eckhard G 5

Nach dem Interview mit Herrn Bugar deutet wohl alles darauf hin, dass es am Ende auf das sogenannte "rollierende System" hinausläuft. Das bedeutet nichts anderes als dass einer der 5 Regionalligameister am Ende nicht aufsteigt. Und dann einfach nur deshalb, weil die entsprechende Liga in genau dieser Saison die Relegations-Arschkarte gezogen hatte. Lieber DFB, das hat mit sportlicher Fairness wirklich nichts zu tun.