Fußball | Regionalliga : Magdeburg gewinnt nach Schwerstarbeit
9. Spieltag
Der 1. FC Magdeburg hat am Sonntag gegen den Torgelower SV Greif hart arbeiten müssen. Am Ende stand ein 2:0-Sieg zu Buche. Der Anhang wurde lange auf die Folter gespannt und musste bis zum Schluss zittern.
Führung nach Standard
Für Magdeburg stand alles andere als drei Punkte gegen das Schlusslicht nicht zur Debatte. Allerdings war der SV Greif keineswegs gewillt, die Punkte zu verschenken. Torgelow stand kompakt. Vorn lauerte mit N’Diaye nur eine Spitze. In der sechsten Minute wurde es für den FCM nicht ungefährlich, doch Romanovski zielte nach Boltze-Abwehr im Nachschuss daneben. Im Gegenzug versuchte es Magdeburgs Moslehe mit einem Fallrückzieher, der ebenfalls vorbei strich. In der Vorwärtsbewegung leisteten sich die Elbestädter zu viele Ballverluste, sodass ein Standard zur Führung helfen musste. Die fiel in der 20. Minute. Nach einer Ecke stieg Krieger am höchsten und köpfte ins rechte Eck. Torgelow gab aber nicht klein bei. Novacic zog kurz danach von der Strafraumgrenze ab und prüfte Tischer im FCM-Gehäuse, der den Ball über die Latte lenkte. Pech dann für die Gäste: Torwart Greulich humpelte vom Platz und musste durch Kruszynski ersetzt werden. Kurz vor dem Wechsel bekamen die Magdeburger doch noch eine Chance: Friebertshäuser setzte den Kopfball neben das Tor.
Zittern bis in die Nachspielzeit
Nach dem Wechsel wurde die Partie immer verkrampfter. Torgelow brachte kaum noch etwas zustande, was die Petersen-Elf nicht zu nutzen wusste. Vor dem Greif-Kasten gingen die Magdeburger mit ihren Möglichkeiten ziemlich schludrig um. Beispielsweise nach einer reichlichen Stunde, als Burdenski nach Butzen-Hereingabe haarscharf über die Latte köpfte. Das hätte das 2:0 sein müssen. War es aber nicht – und so hieß es weiter Zittern. Trafen die Magdeburger dann doch einmal ins Tor, wie Reinhard in der 78. Minute, hob der Assistent wegen Abseitsstellung die Fahne. Zwei Minuten gab der Schiedsrichter als Zugabe, die zur Erlösung wurde. Nach einem langen Pass schob Moslehe die Kugel an Kruszynski vorbei ins Netz – 2:0. Die Magdeburger Schwerstarbeit hatte sich bezahlt gemacht.
Das sagten die Trainer
Jürgen Decker (Torgelower SV Greif): "Es war ein verdienter Sieg für Magdeburg. Wir wussten, dass es hier nicht einfach wird. Wir haben den Druck in der Anfangsphase gut überstanden, uns aber nach 20 Minuten den Gegentreffer eingefangen. So dürfen Tore nicht fallen. Die Zuordnung stimmte zwar, aber meine Leute sind einfach übersprungen worden. Danach haben wir versucht, uns zu wehren. Allerdings kann meine Mannschaft nicht so offensiv agieren, da wir dafür nicht die Spieler haben. Wir spielen immer ganz gut mit. Direkte Torchancen hatten wir aber nicht. In der Endphase hätte vielleicht ein Standard geholfen. Dann haben wir aber aufgemacht und das 0:2 kassiert."
Andreas Petersen (1. FC Magdeburg): "Wir wussten um die Schwere der Aufgabe. Die Torgelower haben unheimlich kompakt gestanden und diszipliniert verteidigt. Als das Bollwerk geknackt war, wollten wir dran bleiben, haben dann aber nicht konsequent auf das 2:0 gespielt. Wir hatten Möglichkeiten, uns fehlte aber einfach noch diese Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Wir müssen weiter den Ball flach halten. Wir kommen nur über Fleiß, Arbeit, Disziplin und vor allem den zwölften Mann weiter. Boltze hat Kurth mehr als gut vertreten. Alle, die heute auf dem Platz waren, haben sich zerrissen. Neun Spiele, 18 Punkte, was willst du mehr."

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