Fußball | Regionalliga Nordost : Sieben Tore im Spitzenspiel
6. Spieltag
Tabellenführer RB Leipzig hat das Spitzenspiel beim Drittplatzierten VfB Auerbach mit 4:3 (3:2) gewonnen. Die Anzahl der Tore ist vielsagend: Es gab sehenswerte Angriffe und mehrere Abwehrfehler auf beiden Seiten. Nichtsdestotrotz war es ein sehenswertes und mitreißendes Spiel.
Allein die erste Halbzeit war so ereignisreich wie andere Spiele in 90 Minuten nicht. RB wirkte von Beginn an sehr engagiert und machte den Auerbachern das Leben schwer. Folgerichtig fiel Heidingers Tor, der nach Kopfballablage von Schulz traf (13.). Die Gastgeber kamen in der 23. Minute zu ihrer ersten Chance. Raus parierter Freistoß war wie ein zweiter Anpfiff, denn fortan ging es mit hohem Tempo hin und her. Beide Teams griffen mit offenem Visier an und bestraften Patzer in den Abwehrreihen. Zuerst war der VfB dran: Vogel traf per Elfmeter, nachdem Bocek gefoult worden war (28.). Unmittelbar danach erzielte Frahn nach Kopfballverlängerung von Kutschke das 2:1 (29.). Schuch vollendete einen Konter zum 2:2 (33.). Ein Röttger-Pass in die Gasse nutzte Rockenbach zum dritten Führungstor (39.). Und auch der dritte Ausgleich war möglich, aber Zurawskys Schuss kurz vor der Pause zischte knapp am Kasten vorbei.
Beruhigungstee in den Kabinen
In der zweiten Halbzeit ging es nicht mehr ganz so hoch her, wenngleich die für Auerbacher Verhältnisse stattlichen 2.150 Zuschauer weiter gut unterhalten wurden. RB griff nun nicht mehr so energisch an und konzentrierte sich darauf, den Gegner vom eigenen Strafraum fern zu halten und die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Auerbach war weiter bemüht, Lücken in der Gästeabwehr zu finden. Da die kaum zu finden waren, schossen die Vogtländer vermehrt aus der zweiten Reihe. Oder sie zogen blitzschnell ab, wie Zurawsky nach einem abgewehrten langen Einwurf (75.). Kurz davor hatte auf der anderen Seite Keeper Dix gegen Rockenbach geklärt. Gegen den durchgebrochenen RB-Stürmer Frahn wusste sich Dix später jedoch nur mit einem Foul zu helfen. Kutschke vertrat den eigentlichen Strafstoßschützen Frahn erfolgreich (84.). Eine Vorentscheidung war das 4:2 aber nicht, denn Hampf gelang nach einer eigentlich abgewehrten Ecke doch noch der Anschluss. Auerbach machte in der Nachspielzeit noch mal mächtig Druck, eine echte Großchance ließ RB aber nicht mehr zu.
Trainerstimmen
Alexander Zorniger (Leipzig): "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Es war ein stimmungsvolles Spiel. Wir waren offensiv ganz stark, mit der Defensive war ich aber nicht ganz zufrieden. Gegen andere Gegner gewinnen wir so vielleicht nicht. Was die Abwehr betrifft würde ich gern einen Unterschied im Vergleich zu den beiden Vorjahren sehen. Das war heute nicht der Fall. Wenn unsere Offensive aber ins Rollen kommt, hält sie keiner auf."
Steffen Dünger (Auerbach): "Es war ein sehr intensives Spiel. Wir hatten unsere Probleme im Abwehrverhalten. Einerseits haben wir zu viele Fehler selbst gemacht, andererseits hatte der Sturm der Gäste Klasse. Die Krux war, das wir in unser Spiel nie Ruhe hinein bekommen haben. So sind wir nach den beiden Ausgleichstreffern erneut in Rückstand geraten. Einem Rückstand hinterherzurennen, ist aber nicht so unser Ding."
7 Kommentare
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.
