Fußball | Regionalliga Nordost : Halberstadt ringt Cottbus nieder
6. Spieltag
Germania Halberstadt hat den dritten Heimsieg im dritten Heimspiel eingefahren: Gegen die Reserve von Energie Cottbus gewann die Germania am Sonntag mit 2:1.
Hohes Tempo auf beiden Seiten
Knapp 900 Zuschauer sahen eine von beiden Mannschaften offensiv geführte Partie. Gottschick sorgte bereits nach sieben Minuten für den ersten Jubel im Halberstädter Lager, als er den Ball nach Vorlage von Worbs aus Nahdistanz über die Linie beförderte. Büchler probierte es nach 16 Minuten akrobatisch per Fallrückzieher, der stellte Cottbus-Keeper Gladrow aber vor keine Probleme. Die Germania agierte weiter mit hoher Schlagzahl, verpasste aber bei zwei Schüssen von Worbs, welche knapp am Gehäuse vorbeizischten, das 2:0. Etwas überraschend zappelte der Ball dann aber im Germania-Netz: Nach einem Konter kam Ziane nach weiten Flanke im Strafraum an den Ball und traf aus Nahdistanz (26.). Cottbus blieb weiter gefährlich: Miriuta tauchte aus abseitsverdächtiger Position vor Germania-Torwart Nagel auf, doch der spielte mit und klärte außerhalb des Strafraums. Anschließend gab es einige Unterbrechungen durch Behandlungspausen. So auch kurz vor dem Pausenpfiff, als die Cottbuser Trehkopf und Börner zusammenrauschten. Letzterer musste kurze Zeit später sogar ausgewechselt werden. Dies sorgte für etwas Unordnung bei den Gästen, was Schütze auf Halberstädter Seite zur erneuten Führung per Kopfball nach einer Ecke nutzte.
Halberstadt verteidigt Führung mit Glück und Geschick
Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine und machten damit weiter, womit sie aufgehört hatten: Mit offensivem Fußball. Die Torabschlüsse stellten jedoch beide aufmerksam agierenden Torhüter vor nicht allzu große Probleme. Nach etwa einer Stunde übernahm Cottbus die Initiative und hielt den Ball vom eigenen Strafraum weg. Halberstadt tat von nun an sehr wenig für das eigene Spiel und ließ die Lausitzer immer mehr zum Zug kommen. Einzig Gottschick suchte mit einem Schuss aus neun Metern nach Zuspiel vom eingewechselten Krontiris den Torabschluss, den Gladrow im Energie-Tor aber sicher parierte. Nach 78 Minuten hatte Cottbus die beste Möglichkeit zum Ausgleich, als Mihm schneller als die gesamte Germania-Abwehr war und per Flachschuss aus gut zehn Metern an Nagel scheiterte. Die Gäste drückten weiter auf den Ausgleich, ließen in der Endphase aber die letzte Konsequenz und Torgefahr vermissen. Damit rettete Halberstadt den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit und kletterte auf Tabellenrang drei.
Trainerstimmen
Vasile Miriuta (Cottbus): "Halberstadt hat sehr aggressiv begonnen und ist verdient in Führung gegangen. Meine Mannschaft hat aber Moral gezeigt und ist mit dem Ausgleich zurückgekommen. Schade, dass Fehler von zwei Routiniers uns noch vor der Halbzeit zurückgeworfen haben. Ich denke, wir waren in der zweiten Halbzeit phasenweise sogar besser und hätten durchaus noch den Ausgleich schaffen können. Aber die junge Mannschaft befindet sich noch in einem Lernprozess und muss auch durch solche Situationen durch."
Willi Kronhardt (Halberstadt): "Ich pflichte Vasile durchaus bei. Wir haben zunächst dort weiter gemacht, wo wir in Leipzig aufgehört hatten. Wir hatten sogar die Chance zu einer klareren Führung, wenn wir konsequent weitergespielt hätten. In der zweiten Halbzeit sind wir in Bedrängnis geraten und haben förmlich um den Ausgleich gebettelt. Dem sind wir in letzter Minute aber noch einmal von der Schippe gesprungen. Aber auch diese junge Mannschaft muss weiter Erfahrungen sammeln. Ich bin froh, dass sie auch einmal ein schmutziges 2:1 durchgebracht hat. Das ist enorm wichtig für das Selbstvertrauen der Jungs. Wir haken das ab, lehnen uns jetzt kurz zurück und fokussieren uns dann auf Sandersdorf im Pokal."

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