Fußball | Regionalliga : Jena beendet Auswärtsfluch
Nach genau einem Jahr hat CZ Jena mal wieder einen Auswärtssieg gelandet. Der Drittliga-Absteiger gewann am Freitag bei Union Berlin II mit 1:0 und schaffte im dritten Versuch auch den ersten Regionalliga-Erfolg. Der gelang auf kuriose Art und Weise. Innerhalb von einer Minute spitzte sich alles zu.
Gleich zwei elfmeterreife Szenen in zwei Minuten
Die erste Hälfte war lange ein trostloser Kick. Jena bemühte sich immerhin um Offensivaktionen. Trotzdem musste CZ- Keeper Berbig Ujazdovskis 14-Meter-Knaller meistern (33.). Das war die bis dahin größte Chance. Dann wurde es unübersichtlich: Ein glasklares Handspiel von Unions Hofmann - nach Zickert-Kopfball und Torwart-Fehler - wurde nicht geahndet (39.). Dann nutzte Peßolat im Anschluss an einen Pfostenschuss einen zunächst überraschenden Foulelfmeter-Pfiff zur Carl-Zeiss-Führung (40.). Die "Sport-im-Osten"-Bilder zeigten aber, dass der Elfmeter in Ordnung ging: Denn Hoth kam gegen Jenas Banaskiewicz zu spät und foulte ihn. Schiedsrichterin Sandra Blumenthal lag mit ihrer Entscheidung richtig. Auch wenn es durch die Duplizität der Ereignisse natürlich den Hauch von Konzession hatte.
Nach dem Wechsel plätscherte das Spiel vor sich hin, es passierte praktisch nichts. Union hatte mehr Ballbesitz, war aber viel zu harmlos. Jena fand in der Offensive noch weniger statt und agierte zu passiv. Unions Joker Druschky hätte das fast bestraft, zog den Ball aus sechs Metern aber haarscharf am rechten Pfosten vorbei (77.).
Trainerstimmen
Petrik Sander (Jena): "Zunächst bin ich erstmal froh, die drei Punkte mitzunehmen. Ich hoffe, dass das mit einem Schub verbunden ist, dass wir in Zukunft souveräner und mutiger auftreten. Auch wenn mir zum Teil die Augen weh getan haben, bin ich stolz auf die drei Punkte. Für mich geht der Foulelfmeter in Ordnung. Zuvor wurde uns allerdings ein Handelfmeter verweigert, als der Ball sogar klar mit der Hand aufgenommen wurde."
Engin Yanova (Union II): "Die Aktion zum Elfmeter habe ich nicht richtig gesehen. Das Ergebnis ist ärgerlich. Eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel gehabt und uns im Gegensatz zur Partie gegen Zwickau in der Defensive enorm gesteigert. Bis zum Strafraum sieht unser Spiel ganz gut aus, dann aber erarbeiten wir uns zu wenige Torchancen. Ich wünsche mir, dass auch unsere Außenverteidiger demnächst offensiver werden."
