Fußball | Regionalliga : Plauen geht gegen zehn Meuselwitzer k.o.
4. Spieltag
Am Freitag und Sonnabend strahlte die Sonne über den mitteldeutschen Regionalligisten. Der Trend setzte sich am Sonntag in Meuselwitz und Halberstadt fort. Meuselwitz feierte gegen Plauen den ersten Saisonsieg. Die Entscheidung fiel eine Minute vor dem Ende. Weniger aufregend war der 1:0-Sieg von Germania Halberstadt gegen Torgelow. Zwickau traf in Neustrelitz zwar nicht, ließ aber auch nichts zu und fuhr mit einem Punkt nach Hause. Das gelang Lok Leipzig gegen Cottbus II nicht. Ein Ex-Bundesliga-Spieler entschied hier das Spiel.
Erst im Tal der Tränen, dann auf Wolke sieben: Der ZFC Meuselwitz hat den VFC Plauen fast in allerletzter Minute mit 1:0 besiegt. Und das in Unterzahl! Damit wurde der totale Fehlstart abgewendet.
Während der ZFC über den ersten Saisonsieg jubelte, herrschte in Plauen Krisenstimmung. Es war die dritte Niederlage in Folge. Die von Trainer Berger geforderte "Wildschweinmentalität" setzte die Mannschaft nicht über 90 Minuten um. Dabei lief zunächst alles nach Plan. Plauen setzte auf die geforderte rustikale Gangart und ließ Meuselwitz kaum zur Entfaltung kommen. Als ZFC-Stürmer Gasch nach einem Foul glatt Rot sah, schien alles für Plauen zu laufen. In Unterzahl bewies der ZFC aber Moral und kam durch ein Elfmetertor doch noch zu drei Punkten.
Lok Leipzig nicht clever genug
Von drei Punkten hatte auch Lok Leipzig geträumt. 2.500 Fans kamen zum zweiten Heimspiel und sahen eine 0:1-Niederlage gegen Energie Cottbus II. Den Lok-Siegtraum zerstörte Profi Martin Fenin, der an die Zweite "ausgeliehen" war. Der Tscheche, der 2008 mit drei Toren in seinem ersten Bundesligaspiel für Eintracht Frankfurt in die Geschichte einging, schloss einen Konterangriff nach der Pause erfolgreich ab. Lok hatte v.a. in der ersten Halbzeit gute Chancen, war aber nicht clever genug. Nach dem Rückstand agierte die Mannschaft dann zu fahrig und ohne die nötige Ruhe. "So ein Spiel darf man nie im Leben verlieren. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, aber unsere Torchancen nicht genutzt", resümierte der enttäuschte Lok-Trainer Marco Rose.
FSV Zwickau ergattert einen Punkt
Diesen holte sich der FSV Zwickau. Mit dem 0:0 bei der TSG Neustrelitz konnten die Westsachsen gut leben. Zumal das Spiel alles andere als ein Leckerbissen war. Beide Mannschaften geizten mit Strafraumszenen und Chancen. Die beste FSV-Möglichkeit vergab Grossert, der nach einem Querschläger freistehend am Torwart scheiterte (36.). FSV-Keeper Unger kam kurz nach der Pause ins Schwitzen, als er erst einen Schuss von Kurtaj aus dem Eck kratzte und danach einen Kopfball von Franke parierte. Ein Tor hatten beide irgendwie nicht verdient – so ging das trostlose 0:0 in Ordnung.
Germania Halberstadt reicht frühes Tor
Wenigstens einen Treffer servierte Germania Halberstadt seinen Fans. Mann des Tages beim 1:0 der Germania gegen den Torgelower SV Greif war Neuzugang Worbs, der mit Glück und Geschick in der 29. Minute traf. Danach hatten die Gastgeber das Geschehen gegen das neue Liga-Schlusslicht weitgehend im Griff, vergaßen aber nachzulegen. Worbs hätte seinen erfolgreichen Tag krönen können. Er schoss aber aus zehn Metern vorbei – und so mussten die Halberstädter bis zum Abpfiff doch noch zittern.

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