Fußball | Regionalliga : Halberstadt eiskalt in Magdeburg
14. Spieltag
Durch zwei Tiefschlafphasen hat sich der 1. FC Magdeburg gegen Germania Halberstadt eine 0:2-Niederlage eingehandelt. Zum Halberstädter Held wurde der bundesligaerfahrene Krontiris, der sich als eiskalter Vollstrecker entpuppte.
Bei den Magdeburgern war Kurth gesperrt. Für ihn sollte Boltze im Mittelfeld die Fäden ziehen. Insgesamt blieb der 26-Jährige eher unauffällig. Auch Halberstadt musste mit Schubert auf einen wichtigen Mann verzichten. "Das Defizit müssen die anderen ausgleichen", sagte Germania-Trainer Kronhardt vor dem Spiel. Seine Jungs hielten sich an die Vorgabe.
Erste Hälfte arm an Höhepunkten
Den ersten guten Angriff konnten die Magdeburger verzeichnen. In der dritten Minute flankte Viteritti auf Beil. Dessen Kopfball war aber zu unplatziert, sodass Halberstadts Torhüter Nagel sicher aufnehmen konnte. Die folgenden Minuten gehörten den Gästen, doch mehr als drei Ecken und ein 25-Meter-Schüsschen von Krontiris sprangen nicht heraus. Nach einigem Leerlauf meldete sich mal wieder die Heimelf zu Wort. Zunächst wurde Viteritti von Beil geschickt: Der stand frei und knallte die Kugel am rechten Lattenkreuz vorbei (39.). Sekunden später waren beide Akteure wieder in Aktion: Diesmal rutschte Viteritti an der Beil-Flanke vorbei. Insgesamt war die erste Halbzeit arm an Höhepunkten.
Halberstadt nimmt die Geschenke an
Das sollte sich nach dem Wechsel ändern. Kaum waren in der zweiten Hälfte drei Minuten gespielt, freute sich Halberstadt wie Bolle. FCM-Schlussmann Tischer leistete sich einen Riesenklops und legte Krontiris den Ball vor die Füße. Der nahm das Geschenk an und bedankte sich mit dem Führungstreffer für die Germania. Dann folgte Akt Nummer zwei: Wenig später legte die Magdeburger Abwehr eine Tiefschlafphase ein. Wieder eine Sache für Spezialist Krontiris, der übrigens aus Unterhaching zu den Halberstädtern gestoßen war und bereits 2002 mit Borussia Dortmund die Deutsche Meisterschaft feiern konnte. Jedenfalls spazierte er durchs Mittelfeld, wurde nicht angegriffen und traf aus 16 Metern zum 2:0. Jetzt war guter Rat teuer für die Magdeburger. Die versuchten nun alles, hatten aber auch Pech. Drei Mal retteten die Halberstädter vor der Linie (59./60./61.). Es sollte halt nicht sein. Auch nicht für Einwechsler Sowislo, der neun Minuten vor Schluss einen Kopfball an die Latte des Germania-Gehäuses setzte. Fazit: Halberstadt war clever und hatte mit Krontiris einen ausgebufften Ex-Profi in den Reihen. Für Magdeburg lief an dem Tag wenig zusammen.
Das sagten die Trainer
Willi Kronhardt (Germania Halberstadt): "Wir haben nach der Niederlage gegen Optik Rathenow das Spiel ausführlich analysiert und heute die richtige Reaktion gezeigt. Auch wenn wir in der Drangphase des FCM etwas Glück hatten, denke ich, war der Sieg trotzdem verdient."
Andreas Petersen (1.FC Magdeburg): "Wir wollten heute unbedingt das letzte Heimspiel vor der Winterpause gewinnen. Da war es uns auch egal, wie der Gegner heißt. Das ist uns schlichtweg nicht gelungen. Selbst bei einem mäßigen Spiel wie heute, hatten wir ein Chancenverhältnis von 7:2. Das ist unser Dilemma: Wir haben nicht die Qualität, diese Möglichkeiten zu nutzen. Aber wir blicken nach vorn und wollen in Zwickau die richtige Antwort geben."
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