Fußball | Regionalliga Halberstadt rutscht wieder auf Abstiegsplatz

31. Spieltag

Es dauerte lange, bis die Partie SV Babelsberg gegen Germania Halberstadt eine Entscheidung fand. In einer intensiven, aber von von guten Defensivreihen dominierten Begegnung, hatten die Gastgeber beim 1:0 mit Enes Uzun den Matchwinner auf ihrer Seite.

Konzentrierte Defensivleistungen auf beiden Seiten

Halberstadts Coach Thomas Waldow musste auf die wichtigen Säulen Tobias Friebertshäuser und Thomas Ströhl verzichten. Beide Trainer hatten die Aktiven perfekt eingestellt. So neutralisierten sich die beiden Mannschaften zwischen den Strafräumen, und es boten sich in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten kaum gute Gelegenheiten. Die beste Chance hatte Babelsbergs Angreifer Andis Shala in der 44. Minute. Nach einer Ecke kam der Stürmer frei zum Kopfball, doch ein klasse Reflex von Samuel Aubele im Halberstädter Tor verhinderte den Rückstand kurz vor der Halbzeit.

Samuel Aubele
Germanias Samuel Aubele: Hielt sein Tor lange sauber, wurde dann aber doch bezwungen. Bildrechte: IMAGO

Konter bringt den entscheidenden Treffer

Auch in der zweiten Halbzeit sah es lange nach einem torlosen Unentschieden aus. Viele Zweikämpfe und schnelles Doppeln der gegnerischen Offensivkräfte verhinderten ertragreiche Angriffe. Die Entscheidung fiel dann nach knapp 70 Minuten. Zunächst verfehlte Michael Denz per Kopf nach einem Freistoß nur um wenige Zentimeter das Gehäuse und hatte damit die größte Germania-Chance im Spiel. Bevor sich im Gegenzug Enes Uzun am Halberstädter Strafraum zu viel Platz bot. Den Raum wusste er zu nutzen, indem der 24-Jährige den Ball flach ins Eck zur Führung zog. In den Schlussminuten warfen die Gäste dann noch einmal alles nach vorne, doch die agressive Verteidigung der Gastgeber unterband ein ums andere Mal die Halberstädter Angriffsbemühungen. Im Gegenteil konterten die Hausherren und hätten unter anderem durch Tobias Grundler (83.) die Entscheidung erzielen können.

Insgesamt war es ein dann doch verdienter Sieg der Hausherren, die in einer chancenarmen Begegnung etwas mehr Spielanteile und die besseren Gelegenheiten hatten. Nach dem 2:0-Sieg des Halberstädter Rivalen FSV Luckenwalde über den Tabellenletzten Rathenow steht die Mannschaft von Thomas Waldow wieder auf einem Abstiegsplatz. Und nächste Woche kommt der Tabellenführer aus Zwickau. Allerdings steht die Zahl der Absteiger noch nicht endgültig fest.

Das sagten die Trainer:

Thomas Waldow (Germania Halberstadt): "Man hat es vielleicht nicht gesehen, aber wir hatten die Idee, schnell Zugriff auf das Spiel zu bekommen, um mutig aufzutreten und vielleicht ein Tor zu erzielen Dieses fehlte meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit völlig. Im zweiten Durchgang waren wir zwar offensiver, also mutiger, haben aber die beste Chance nicht nutzen können. So fällt dann im Gegenzug das entscheidende Tor. In einer solchen Phase ist das dann leider gegen uns gelaufen. Am Ende geht der Sieg in Ordnung. Wir haben den Ausfall zweier Stammkräfte auch deshalb nicht kompensieren können, weil mit Friebertshäuser und Ströhl auch unsere beiden Motivatoren auf dem Platz gefehlt haben."

Cem Efe (SV Babelsberg): "Was wir heute geboten haben, kann nicht unser Anspruch sein. Die Füße waren wieder schwer, der Kopf nicht frei, aber wir haben zumindest Moral gezeigt. Zuletzt drei gute Spiele ohne Sieg, heute schlecht gespielt, aber gewonnen. Über den Sieg bin ich natürlich zufrieden, über die Art und Weise nicht. Wir waren insgesamt viel zu nervös und hatten überhaupt keine Ausstrahlung. Nochmal: das kann nicht unser Anspruch sein."

Zuletzt aktualisiert: 03. Mai 2016, 17:20 Uhr

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1 Kommentar

05.05.2016 13:50 Johanin S. Szedenbald 1

Das wars dann Freunde. ENDE ALL-JENDE !