Ausgiebig jubelnde Spieler von Wacker Nordhausen.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Fußball | Regionalliga Nordhausen nähert sich der Tabellenspitze

7. Spieltag

So langsam kommt der Wacker-Express ins Rollen. Das klare 4:1 (2:0) gegen Union Fürstenwalde bedeutet den dritten Saisonsieg für Wacker Nordhausen, die Südharzer springen in der Tabelle damit auf Rang drei.

Ausgiebig jubelnde Spieler von Wacker Nordhausen.
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Im Vergleich zum lahmen 0:0 in Babelsberg vor einer Woche stellte Nordhausens Trainer Volkan Uluc mehrfach um, u. a. kamen Matthias Peßolat und Oliver Genausch neu in die Mannschaft. Das sollte sich noch auszahlen.

Pichinot mit dem Dosenöffner

Nach einem munteren Beginn verflachte die Partie bis zur Mitte der ersten Hälfte, da Fürstenwalde zunächst sicher stand. Ein schöner Pass von Nils Pichinot auf Matthias Peßolat fungierte dann als Dosenöffner, der Mittelfeldmann konnte Unions Keeper Oliver Birnbaum mit einem sehenswerten Heber überwinden (26.). Nun begann ein Sturmlauf von Nordhausen, der in der 32. Minute mit dem 2:0 belohnt wurde: Birnbaum konnte einen Freistoß von Tim Häußler erst noch zur Ecke klären, doch nach dieser landete der Ball bei Tobias Becker, der den Ball in die Maschen hämmerte.

Vor der Pause hätte Wacker noch auf 3:0 erhöhen können, aber sowohl Lucas Scholl mit einer Doppelchance (erst von Pichinot geblockt, dann hielt Birnbaum/40.), als auch Jerome Propheter scheiterten. Der Abwehrchef köpfte aus fünf Metern Birnbaum den Ball genau in die Arme (45.)

Die Fürstenwalder Hoffnung ist nur von kurzer Dauer

Kurz nach Wiederanpfiff schöpften die Gäste kurzzeitig Hoffnung, nachdem Martin Zurawsky einen Freistoß aus 20 Metern ins linke obere Eck gehauen hatte (48.). Das 2:1 war jedoch nur von kurzer Dauer, da Nordhausen schnell den alten Vorsprung wieder herstellte. Genausch legte mit der Brust auf Pichinot ab und der schloss von der Strafraumgrenze trocken ab (51.).

Jerome Propheter (Wacker Nordhausen)
Jerome Propheter verpasst kurz vor der Pause das 3:0 (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Es war der Tag der schönen Tore, aber das beste sollte noch folgen. In der 69. Minute tankte sich Außenverteidiger Kevin Schulze auf rechts bis zur Grundlinie durch, passte präzise zu Scholl und der ließ den Ball ins lange Eck abtropfen. Das Spiel war entschieden, die Frage war nur, wie hoch der Sieg der Hausherren ausfallen würde. Es gab noch einige Chance auf das 5:1, die beste ließ der eingewechselte Bedi Buval kurz vor Abpfiff liegen, als er die Kugel aus zwei Metern Birnbaum in die Arme schob (90.).

Doch auch so reichte es für einen klaren Wacker-Erfolg gegen zuvor starke Fürstenwalder. Bei etwas mehr Konstanz könnte Nordhausen wohl bald in den Aufstiegskampf eingreifen.

Trainer Volkan Uluc
Wacker-Trainer Volkan Uluc hatte gegen Fürstenwalde viel Grund zum Lachen (Archiv). Bildrechte: IMAGO

cdi/osc

Das sagten die Trainer:

Matthias Maucksch (Fürstenwalde): "Glückwunsch an Wacker zu einem verdienten Sieg. Hier musste viel stimmen, damit wir hätten punkten können. Das hat nicht geklappt und wir haben gutes Videomaterial mitgenommen. Jetzt konzentrieren wir uns mit unserer jungen Mannschaft auf das nächste Spiel."

Volkan Uluc (Nordhausen): "Ich möchte daran erinnern, dass vor einem Jahr hier eine ganz andere Stimmung herrschte, als der Präsident so krank war. Deshalb widmen wir Nico Kleofas diesen Sieg. Ich freue mich, dass das Team an die letzten guten Leistungen anknüpfen konnte und heute die Chancen genutzt hat, auch wenn es noch ein paar Tore mehr hätten sein können. Die Mannschaft entwickelt sich gut und das ist wichtig. Wir werden jetzt nicht nach Cottbus schielen und gehen konsequent unseren Weg."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2017, 17:52 Uhr

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1 Kommentar

18.09.2017 03:37 Vieselbacher 1

Glückwunsch an Wacker. Sagt schon alles, was das an Ex-Jenaern in beiden Kadern war mit Peßolat, Pichinot, Berbig (Bank), Krsitic und Trainer Uluc. Die würden den Möchtegernen aus Lobeda heute gut zu Gesicht stehen. Nächste Saison spielt Wacker oben und die Heinze wieder gegen Auerbach:-)