Meuselwitz
Jubelkreis nach dem Abpfiff: Der ZFC feiert den Sieg gegen Neustrelitz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Fußball | Regionalliga Meuselwitz mit Tempo zum Heimsieg

4. Spieltag

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg: Der ZFC Meuselwitz ist so gut wie lange nicht mehr aus den Startlöchern in der Regionalliga Nordost gekommen. Am Sonntag begeisterten die Ost-Thüringer gegen den sportlichen Absteiger der Vorsaison mit einem Tor-Feuerwerk.

Meuselwitz
Jubelkreis nach dem Abpfiff: Der ZFC feiert den Sieg gegen Neustrelitz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der ZFC Meuselwitz hat am Sonntag seinen zweiten Heimsieg in dieser Saison gefeiert. Die Schützlinge von Trainer Heiko Weber setzten sich in einem rassigen Spiel mit 4:2 (2:0) gegen die TSG Neustrelitz durch und kletterten mit nun sieben Punkten aus vier Spielen auf den 4. Tabellenplatz. "Wir haben ein sehr gutes Regionalligaspiel gesehen. Wenn wir in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen, können wir überall punkten, aber wir sind nie der Favorit", sagte Trainer Heiko Weber nach dem Abpfiff im MDR.

Trübenbach pfeift auf Fußball-Weisheiten

Andy Trübenbach
Doppeltorschütze: Andy Trübenbach. Bildrechte: IMAGO

Der Start hätte für den ZFC nicht besser sein können. In der achten Minute verirrte sich TSG-Keeper Norman Quindt nach einem hohen Ball im Strafraum, rannte Andy Trübenbach um und verursachte so einen Elfmeter, der das Prädikat "völlig überflüssig" trug. Der Gefoulte trat entgegen jeder Fußballgesetze selbst an und verwandelte sicher ins rechte untere Eck: 1:0 (8). Davon angestachelt, gaben die Gastgeber weiter Vollgas und attackierten die Gäste früh. Mit dem Pressing kamen die Norddeutschen überhaupt nicht zu recht. Das 2:0 war nur eine Frage der Zeit. Als Trübenbach in der 21. Minute herrlich auf René Weinert durchsteckte, ging der 31-jährige Ur-Meuselwitzer auf und davon und schob allein vor Quindt abgezockt flach ins Eck. Nach einer halben Stunde hätte Trübenbach den Sack zumachen können. Nach einem Konter wurde der Stürmer von Janik Mäder gut freigespielt und zog aufs kurze Eck, Quindt klärte zur Ecke. Und diese wiederum sorgte wieder für Torgefahr. Innenverteidiger Pierre le Beau stieg empor und zwang Quindt, der blitzschnell abtauchte, zu einer Glanztat.

Letzte Saison hatten wir - glaube ich - nach zehn Spielen drei Punkte, deshalb kann man schon von einem starken Start sprechen. In erster Linie geht es für uns um den Klassenerhalt.

Sebastian Albert vom ZFC Meuselwitz

Neustrelitz erwacht spät

Die Gäste aus dem hohen Norden tauten erst nach gut 35 Minuten auf und hatten zwei gute Chancen, um auf 1:2 zu verkürzen. Beim Kopfball von George Kelber begrub Steven Braunsdorf im Tor des ZFC Meuselwitz den Ball unter sich. Kurz danach rauschte der Volleyschuss von Assinouko aus 12 Metern am Tor vorbei.

Elfmeter, Klappe die Zweite

Die zweite Halbzeit begann wie die Erste – mit einem Elfmeter für Meuselwitz. "Mister Elfmeter" Trübenbach entschied sich wieder für die rechte Ecke und traf erneut. Filip Luksik hatte Mäder zuvor im Strafraum zu Boden gerissen. 3:0 nach 46 Minuten. War das der Knockout für die Gäste? Nein! Neustrelitz ließ sich nicht hängen. Pascal Eggert traf aber aus 15 Metern nur die Latte Wenig später zielte Luksik genauer. Nach einer Eingabe stand der aufgerückte Verteidiger ganz allein am langen Pfosten und köpfte aus zwei Metern ein. Meuselwitz spielte danach nicht mehr ganz so zielstrebig und konzentriert nach vorn, hatte aber zwei gute Konterchancen. Doch weder Trübenbach noch Mäder machten den Deckel drauf. Erst in der 82. Minute fiel die endgültige Entscheidung. Der wieselflinke Mäder setzte sich auf der linken Seite durch und passte auf den mitgelaufenen Jan Mogge, der aus Nahdistanz einschob und seinen ersten Treffer für den ZFC in der Regionalliga erzielte. Der Schlusspunkt gehörte den Gästen, die in der 87. Minute noch auf 2:4 verkürzten. Dabei traf erneut Luksik. Er reagierte nach einem gehaltenen Elfmeter von Braunsdorf am schnellsten.

Heiko Weber
Bildrechte: IMAGO

Wir haben 3:0 geführt, das sind wir nicht gewohnt, deshalb haben wir kurz gewackelt.

Heiko Weber - Trainer des ZFC Meuselwitz

Das sagen die Trainer zum Spiel

Achim Hollerieth (Neustrelitz): "Es war recht unterhaltsames Spiel, aber trotz der vielen Elfmeter nicht unfair. Wir sind zunächst gut ins Spiel gekommen, haben aber nach dem Rückstand komplett den Faden verloren, während der ZFC besser weitergespielt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, um aufzuschließen. Wir haben uns viele Torchancen erspielt, aber in der Abwehr hat es bei uns nicht so geklappt. Trotzdem werden wir als neu zusammengestellte Mannschaft zukünftig alles probieren, denn außer Cottbus kann jeder jeden schlagen."

Heiko Weber (Meuselwitz): "In einem schönen Spiel mit vielen Toren gab es für uns einen hochverdienten Sieg und dabei sind wir eine 3:0-Führung eigentlich gar nicht gewohnt. Nach dem 3:1 hatten einige Spieler auch den Faden verloren. Nun gehen wir unbeschwert in die Cottbus-Partie, denn die Mannschaft hat sich den heutigen Sieg mehr als verdient."

Über dieses Thema berichtet "Sport im Osten" MDR Fernsehen | 20.08.2017 | ab 16:30 Uhr

sst/fw

Zuletzt aktualisiert: 20. August 2017, 17:20 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

4 Kommentare

21.08.2017 21:28 Fan Paul 4

Haben uns sehr über das Ergebnis gefreut , ZFC macht weiter so dann klappt es auch in Cottbus.

Euer Fan Paul

20.08.2017 20:09 Fan Achim 3

Starker Auftritt unseres ZFC. Aber auch Respekt an Neustrelitz, die zum guten Spiel mit beigetragen haben.Wieder 3Punkte gegen den Abstieg, oder haben wir diesmal damit nichts zu tun? Schön wäre es ja mal.

20.08.2017 19:46 Thüringer 2 2

Weiter so. Endlich mal ein gutes Spiel

20.08.2017 18:01 Rico 1

Gratuliere
So geht Fußball in Zipsendorf.
weiter so.