Kay-Sven Hähner
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Handball | Lizenz Absturz des HC Leipzig wird wahrscheinlicher

Kay-Sven Hähner
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Der Absturz der Handballerinnen des HC Leipzig ist kaum noch aufhzuhalten. Der Vorstand der Handball Bundesliga Frauen (HBF)  hat die Beschwerde des einstigen Vorzeigevereins gegen den Lizenzentzug zurückgewiesen.

Letzte Hoffnung Schiedsgericht

Damit bleibt die Entscheidung des Ligaverbandes bestehen, der HC Leipzig erhält keine Lizenz für die Saison 2017/18 und ist formal  Absteiger in die 3. Liga. Der HCL kann nun innerhalb von sieben Tagen noch das Schiedsgericht anrufen und gegen die Entscheidung vorgehen. Das wird auch fristgerecht passieren, teilte der Verein in einer kurzen Pressemitteilung mit.

Lizenzbedingungen nicht erfüllt

Am 19. Mai hatte der hoch verschuldete Verein die Lizenz unter aufschiebender Bedingung erhalten. Bis Ende Mai mussten der Verzicht von HCL-Gläubigern auf ausstehende Zahlungen, eine Spendenaktion und ein Zuschuss der Stadt Leipzig geschafft werden. Die andere Hälfte des Sanierungskonzeptes bestand im Zufluss weiteren Kapitals durch Geldgeber. Diese Zahlungen konnte der HCL laut HBF bis 31. Mai nicht nachweisen.

Stefan Kretzschmar
Stefan Kretzschmar setzt auf einen Neuanfang des HCL (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Auch Handball-Legende Stefan Kretzschmar äußerte sich zur Entwicklung beim HCL. "Ich bin sauer auf die Vereine, die mehr Geld ausgeben, als sie haben", sagte "Kretzsche" dem MDR. "Ich fände es nicht uncharmant, wenn der HCL in der 3. Liga neu anfangen würde. Man hat einen tollen Nachwuchs - warum dann nicht aus der 3. Liga wieder nach oben arbeiten?"

rei/cdi

Über dieses Thema berichtet "MDR aktuell" MDR FERNSEHEN | 09.06.2017 | ab 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2017, 20:46 Uhr

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8 Kommentare

11.06.2017 13:20 Gohlis 8

Abgesehen von Managementfehlern, muss man einfach sehen, dass sich der Markt durch die Neugründungen von RedBull und "DHfK" total verändert hat. Ich kenne selbst so viele Leute, die ihre Dauerkarten vom HCL direkt in "DHfK"-DK getauscht haben. Für den HCL, der bei uns all die Jahre seit 1990 die Teamsport-Fahne hochgehalten hat, tut es mir leid. Aber eine Chance für die Zukunft sehe ich nicht, die Leute wollen offensichtlich Eventsport, und da haben Fußball und Männerhandball ganz andere Marktmechanismen.

@Nr.1: Herr Hähner hat das schon jahrelang gut gemacht, selbst angesichts seiner Fehler zuletzt sollte man ihn nicht zum Sündenbock für alles machen.

10.06.2017 21:50 Andreas79 7

@2&5 Das Thema hatten wir zufällig gestern auch. Die ganzen Vereine aus BL,Spanien usw haben keine Schulden. Sie haben Verbindlichkeiten. Schulden: kann ein Verein seine Kredite nicht zurück zahlen
Verbindlichkeiten: Verein hat viele Kredite. Bezahlt sie aber zurück. Fristgerecht.

10.06.2017 06:40 Fcv 6

Schlag nach in Frankfurt( Oder)!
Nur der FHC hat sich bis heute davon nicht erholt.

10.06.2017 02:35 Leonard 5

Fragt mal , wieviel BL Vereine über die Verhältnisse leben. Da fragt keiner !!!!!

09.06.2017 22:21 Ballerina 4

Der HCL braucht einen kompletten Neuanfang .Kleine Ausbesserungen reichen da nicht mehr.Am Besten ohne die für die jahrelange Misswirtschaft Verantwortlichen in GmbH und Verein.Die Jugendarbeit muss gerettet werden.Die aktiven und beweglichen Spielerinnen der 1.Mannschaft werden neue Vereine finden.

09.06.2017 19:53 Checker 3

Den Volleyball Männern ging leider auch nicht besser. Und über die Verhältnisse leben geht halt nicht. Das sollte ein Manager wissen. Auch der Zuschuss der Stadt ist für mein Verständnis eine Zumutung.

09.06.2017 17:43 Thomas 2

Als Tabellen Achter mußten der Verein absteigen. Wenn man im Fußball Real Madrid anschaut die haben 620 Millionen Schulden und sind die Kings...

09.06.2017 13:06 Torsten Köhler 1

Ich finde das gut das man Leipzig die Lizenz verwehrt wieso ist der Manager und das Präsidium im Amt man sollte mit neuen Präsidium und Manager neu anfangen der Herr Hähner trägt die allein Schuld