Philipp Weber (SC DHfK Leipzig 20) gegen Soeren Suedmeier (GWD Minden 17)
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Handball | 1. Bundesliga Harter Kampf: SC DHfK Leipzig gewinnt grün-weißes Duell in Minden

1. Spieltag

In einer lange schwierigen Partie hat sich der SC DHfK Leipzig geradeso bei GWD Minden durchgesetzt. Nach einem Zwei-Tore-Rückstand zur Pause drehten die Sachsen das Spiel noch zu einem 29:26-Sieg. Mann des Spiels war Philipp Weber mit elf Treffern.

Philipp Weber (SC DHfK Leipzig 20) gegen Soeren Suedmeier (GWD Minden 17)
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Weber glänzt - Abwehr hat Probleme

Die Leipziger, die in der vergangenen Saison Platz acht belegt hatten, erlebten beim Tabellenzwölften der Spielzeit 2016/17 eine umkämpfte erste Hälfte. Dabei konnten sich die Sachsen auf Rückkehrer und Toptorjäger Weber verlassen. Der Rückraumspieler ließ sich zweimal nicht vom neuen Mittelblock der Mindener aufhalten. Zudem brachte er im ersten Durchgang alle vier Siebenmeter im Tor unter.

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Philipp Weber hat das Torewerfen im Sommer nicht verlernt (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Die Abwehr des SC DHfK tat sich aber mit den Außen Charlie Sjöstrand und Aleksandar Svitlica schwer. Mit einem Treffer vom Kreis schickte Anton Mansson Leipzig mit einem 14:16-Rückstand in die Pause.

Leipzig kämpft sich zurück

Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchte Grün-Weiß Dankersen-Minden sogar einen Kempa. Doch SC-DHfK-Kapitän Jens Vortmann, der für Milos Putera zwischen die Pforsten gerückt war, war zur Stelle. Die Ostwestfalen überzeugten oft, mussten aber fast die komplette zweite Hälfte ohne Rückraumspieler Christoffer Rambo auskommen (32.). Weil die Leipziger ihre Überzahl nur kläglich nutzten, vergrößerte sich der Rückstand zwischenzeitlich sogar auf vier Tore (14:18, 34.).

Unzufriedene Mienen bei Maximilian Janke (SC DHfK Leipzig 13)(vorne)Niclas Pieczkowski (SC DHfK Leipzig 14)(links) und Benjamin Meschke (SC DHfK Leipzig 31)(rechts) zur Halbzeit, TSV GWD Minden vs SC DHfK Leipzig.
Die Leipziger Niclas Pieczkowski (v.l.), Maximilian Janke und Benjamin Meschke. Bildrechte: IMAGO

Die Mannschaft von Prokop-Nachfolger André Haber fand lange nicht richtig in die Spur. Weber, Franz Semper und Neuzugang Yves Kunkel drehten aber noch die Partie (24:23, 51.). Die Schlussphase wurde zum Handball-Krimi, mit einem Siebenmeter von Mindens Dalibor Doder an den Pfosten und erlösenden Treffern von Weber. Der Ausnahme-Handballer machte mit dem Tor zum 29:26 den Sack zu.

Weber erklärte nach der Partie bei sky: "Was mich beeindruckt hat, ist dass wir am Ende unseren Leipziger Spirit in die Abwehr bekommen haben. Das war der ausschlaggebende Punkt." Der beste Werfer der Partie sagte zur ersten Hälfte: "Wir waren zu langsam. Wir haben uns nicht geholfen." Bastian Roscheck ergänzte zu den Startschwierigkeiten: "Wir haben es nicht geschafft, an die Leute ranzukommen. Wir sind eigentlich eine eingespielte Mannschaft."

Ihren Heimspiel-Auftakt bestreiten die Leipziger am Donnerstagabend. Um 18:30 Uhr geht es gegen Aufsteiger TV Hüttenberg.

Trainerstimmen

André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig)
André Haber (Archiv) Bildrechte: MDR/Maria Köhler

André Haber (SC DHfK Leipzig):
"Wir sind überglücklich über den Sieg. Eigentlich zeichnet uns eine gute Abwehr aus, doch in der ersten Halbzeit haben wir heute in der Deckung keine gute Leistung gezeigt. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns dann klar steigern. Die rote Karte von Christoffer Rambo hat uns sicherlich auch in die Karten gespielt. Im Angriff haben wir über die komplette Spielzeit immer gute Lösungen gefunden. Entscheidend für den Erfolg war jedoch, dass meine Mannschaft auch bei einem zwischenzeitlichen Rückstand von vier Toren immer an den Sieg geglaubt hat."

Frank Carstens (GWD Minden): "Glückwunsch an Leipzig. Wir haben heute zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Die erste Halbzeit war auf beiden Seiten sehr angriffslastig. Wir haben relativ viele Zeitstrafen kassiert und zu viele einfache Sachen zugelassen. Bis zum 20:16 haben wir uns dann in das Spiel reingekämpft und eine sehr gute Leistung gezeigt, mit der ich vollkommen zufrieden bin. Viele Dinge waren heute schwierig für uns, denn Leipzig hat eine sehr gute Mannschaft. Der Unterschied war am Ende, dass Leipzig mehr Power hatte und immer noch einen guten Spieler bringen konnte."

mkö

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Putera (Torhüter vom SC DHfK Leipzig)
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. August 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2017, 14:23 Uhr

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