Handball | Insolvenzverfahren Insolvenzverwalter Jacobi: Hähner drohen zivil- und strafrechtliche Folgen

Kay-Sven Hähner, dem ehemaligen Geschäftsführer des HC Leipzig, drohen Konsequenzen aus der Insolvenz der HCL Bundesliga GmbH. Darüber informierte der Insolvenzverwalter Christoph Alexander Jacobi in einem Gespräch mit dem MDR FERNSEHEN.

Keine Anzeichen für Veruntreuung

Jacobi erklärte am Dienstag: "Insolvenzverschleppung wird in Deutschland generell hart gewertet und festgestellt. Die Insolvenzverschleppung ist in diesem Fall recht schnell eingetreten." Der Insolvenzverwalter ergänzte:

Herr Hähner wird sich mit den Folgen zivil- und strafrechtlich auseinanderzusetzen haben.

Dafür, dass Geld veruntreut wurde, gebe es allerdings keine Anzeichen, so Jacobi.

HC Leipzig Manager Kay-Sven Hähner
Kay-Sven Hähner (Archiv) Bildrechte: IMAGO

HCL versteigert seine Trophäen

In den kommenden zwei Wochen versteigert der HCL sein Eigentum. Bei der Erlössumme wird es sich Jacobi zufolge aber eher um einen marginalen Betrag handeln. Selbst von seinen Trophäen trennt sich der HCL. Jacobi sagte: "Das ist ein Zeichen, dass man selbst auf liebgewonnene Dinge verzichtet, um den Schuldenberg zumindest ein wenig zu reduzieren." Gläubiger können bis zum Abschluss des Insolvenzverfahrens Forderungen anmelden. Zum Gläubigerkreis gehören unter anderem das Finanzamt und Krankenkassen.

mkö

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 24. Oktober 2017 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2017, 16:02 Uhr

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1 Kommentar

25.10.2017 09:33 Gerald 1

Wie konnte es überhaupt soweit kommen?