Handball | 1. Bundesliga SC DHfK Leipzig rechnet mit Rhein-Neckar Löwen in Bestbesetzung

In einer womöglich vollen Arena und vor TV-Publikum trifft der SC DHfK Leipzig am Sonnabend (18:10 Uhr, live im Ersten und im Ticker bei MDR.de) auf den amtierenden Meister Rhein-Neckar Löwen. Die Leipziger haben noch nicht gegen das Spitzenteam gewonnen. Wenn es nach den Verantwortlichen geht, soll sich das gern ändern.

Bastian Roscheck (l., Leipzig) und Andy Schmid (RN Löwen).
SC-DHfK-Kreisläufer Bastian Roscheck (li.) und Andy Schmid von den Rhein-Neckar Löwen (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Löwen mit zwei Auswärtsspielen an zwei Tagen

Dabei stehen für die Mannheimer am Wochenende sogar zwei Partien an. Am Sonntag muss sich das Team noch beim FC Barcelona in der Champions League beweisen. SC-DHfK-Trainer André Haber macht sich aber keine Hoffnungen, dass der Gegner seine Topspieler schont: "Wenn am Samstagabend sechs Millionen zugucken, glaube ich nicht, dass die Rhein-Neckar Löwen teilweise mit der zweiten Reihe spielen. So eine richtige zweite Reihe gibt es dort auch gar nicht." Nationalspieler wie Patrick Groetzki und Hendrik Pekeler kennt fast jeder von den Partien der "Bad Boys". Und dann gibt es zum Beispiel noch Rückraumspieler wie den dänischen Olympiasieger Mads Mensah Larsen. Haber erklärte:

Ich erwarte, dass sie gegen uns natürlich das Beste aufbieten, was sie im Kader haben. Das ist ganz klar.

Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen zollte vorab den Leipziger Respekt: "Man muss sagen, dass Leipzig bis jetzt kein Lieblingsgegner von uns geworden ist. Wir haben uns immer schwergetan."

Während die Mannheimer sich nach dem Spiel schnell regenerieren müssen, will der SC DHfK feiern. Mit der Eintrittskarte des Spiels kommen die Zuschauer bis 23 Uhr gratis in die Moritzbastei, um dort den Abend ausklingen zu lassen - unabhängig vom Ergebnis. Der Verein hofft auf mehr als 5.000 Handball-Anhänger. 4.500 Karten wurden bis Mittwochnachmittag verkauft.

58-Tore-Mann Weber fehlt

Fehlen wird Philipp Weber, der sich im Heimspiel gegen Melsungen mehrere Fußwurzelknochen gebrochen hat. Mit 58 erzielten Treffern ist in Leipzig keiner so erfolgreich wie Weber. Rückraum-Kollege Niclas Pieczkowski betonte aber, dass Leipzig in der vergangenen Saison auch ohne den 25-Jährigen auskommen musste: "Ich mache mir da keinen Kopf. Das wird schon laufen."

Leipzig hat schon Kiel geschlagen

In der Liga haben die Rhein-Neckar Löwen bisher nur bei der SG Flensburg-Handewitt verloren (22:27). In der Champions League ist die Mannschaft von Nikolaj Jacobsen nach einem 34:31-Sieg beim ungarischen Spitzenklub MOL-Pick Szeged weiterhin ungeschlagen. Pieczkowski, der dieses Spiel in der Wiederholung gesehen hatte, sagte dem MDR: "Sie spielen vorn wahnsinnig konsequent und machen kaum Fehler. Hinten haben sie eine sehr solide Abwehr."

Jubel bei Niclas Pieczkowski (DHfK 14) und Alen Milosevic (DHfK 34) beim Spiel SC DHfK vs Bergischer HC (BHC), Handball, 1.Liga, 04.09.2016 , Leipzig
Im Rückraum auf der Suche nach der Lücke: Niclas Pieczkowski (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Eigene Patzer dürfen sich die "Grün-Weißen" somit kaum leisten. Und dass sie die Großen ärgern können, haben sie im Mai mit einem 34:25-Sieg gegen Kiel gezeigt.  Pieczkowski kündigte an: "Wir werden uns die Löwen ganz genau angucken." Er schob nach:

Unsere Stärke muss es sein, über die ganze Breite zu kommen. Wenn wir da eine gute Mischung hinkriegen, sind wir gut aufgestellt.

Jeder soll somit noch mehr aus sich herausholen, vom Kreisläufer bis zum Außenspieler. Rechtsaußen Lucas Krzikalla sagte: "Dass der Druck jetzt größer ist, empfinde ich persönlich nicht so. Du willst es umso mehr zeigen, dass wir als Kollektiv zusammenstehen, auch wenn eine Größe weggefallen ist."

Lucas Krzikalla (SC DHfK Leipzig) beim Wurf
Linkshänder Lucas Krzikalla (Archiv) Bildrechte: IMAGO

mkö

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 08. November 2017 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2017, 17:02 Uhr

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