v.l. Morten Olsen (TSV Hannover Burgdorf) beim Wurf gegen Zeljko Musa (SC Magdeburg)
Bildrechte: IMAGO

Handball | 1. Bundesliga SCM gibt sicheren Sieg aus der Hand

5. Spieltag

Bittere Niederlage für den SCM. In Hannover hat auch eine Sechs-Tore-Führung nicht zum Sieg gereicht. Dabei stand die Partie bis zuletzt auf Messers Schneide.

v.l. Morten Olsen (TSV Hannover Burgdorf) beim Wurf gegen Zeljko Musa (SC Magdeburg)
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Dritte Saisonniederlage für den SC Magdeburg. Bei Überraschungs-Tabellenführer Hannover Burgdorf kassierten die Elbestädter am Sonntag eine 30:32-(17:13)-Niederlage. Dabei gaben die Magdeburger eine zwischenzeitliche Sechs-Tore-Führung aus der Hand.

1. Halbzeit: Starker SCM-Keeper, starke Abwehr

Jannick Green Kreyberg
Sicherer SCM-Rückhalt: Jannick Green Kreyberg (Archivbild). Bildrechte: IMAGO

Bei den noch ungeschlagenen Hannoveranern fand der SCM zunächst nicht so recht ins Spiel. Hannover begann konzentriert und führte bald 4:2 (7.). Mit zunehmender Spieldauer in der ersten Hälfte lief SCM-Keeper Jannick Green Kejberg aber zu Höchstform auf. Die Gastgeber bissen sich zusehends die Zähne am starken SCM-Schlussmann aus. Zudem packte die SCM-Abwehr besser zu und ließ die Angriffe der "Recken" verpuffen. Vorn zeigten sich zudem die SCM-Werfer Christiansen und Weber treffsicher. Der SCM ging in Führung und baute dieses bis auf Sechs Tore aus (14:8/25.).

Chancenverwertung, Paraden, Tore - in der ersten Hälfte lag der SCM in fast allen Statistiken vorn.

2. Halbzeit: Spannung und SCM-Fehler

Mads Christiansen
Bester Angreifer im Spiel: SCM-Werfer Mads Christiansen traf zwölf Mal (Archivbild) Bildrechte: IMAGO

Unkonzentriertheiten ließen den Vorsprung bis zur Pause auf vier Tore schrumpfen (17:13), nach dem Wechsel konnte der SCM aber wieder davon ziehen (20:14/34.). Die deutliche Führung reichte aber nicht. Hannover ging mit zunehmender Spielzeit wieder aggressiver zu Werke und hatte mit Keeper Martin Ziemer zudem einen Rückhalt, an dem der SCM verzweifelte.

Beim 29:28 durch Fabian Böhm (55.) ging Hannover erstmals in Führung. Der SCM hatte beim 31:30 den Ausgleich zwar mehrfach in der Hand, stattdessen kassierte das Team von Trainer Wiegert aber noch das 30:32. Als Matthias Musche 60 Sekunden vor dem Ende noch einen Siebenmeter vergab, war die Partie endgültig entschieden.

Magdeburgs Christiansen bester Werfer

Bester Werfer der Partie war Magdeburgs Mads Christiansen mit zwölf Toren. Hannovers Casper Mortensen kam auf neun Tore. SCM-Torhüter Green überzeugte mit 13 Paraden. Hannovers Rückhalt Ziemer kam auf zehn abgewehrte Bälle, die meisten davon in der dramatischen Schlussphase.

Über dieses Thema berichtete "MDR aktuell" MDR HÖRFUNK | 17. September | 15 - 16.45 Uhr in Ausschnitten live

dh

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2017, 17:19 Uhr

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4 Kommentare

17.09.2017 20:02 helmut knöfler 4

alles wie gehabt .die letzte saison spiegelt sich wieder.warum? sollte man die scm spiele nach 40 min.abpfeiffen? natürlich nicht. man setzt glanzlichter gegen spitzenmannschaften,aber nur 40 min..gegen vermeindbare schwächere gegner tut man sich schwer (im gegensatz zu anderen mannschaften)deren anspruch man sich ja auferlegte dort mitzumischen. man muss auch mal sehen,dass man nur 2 auswärtsspiele bis jetzt hatte. woran liegt das und warum wieder analog zur letzten saison. vielleicht sind es doch verständigungsprobleme untereinander aufgrund dessen,das der nachwuchs hierzulande nicht gefördert wird?wir brauchen ja fertige spieler um gleich oben mispielen zu wollen. trotzdem bin ich weiter fan des scm. ich hoffe man setzt sich jetzt zusammen und findet lösungen.

17.09.2017 18:58 Pappnase 3

Manchmal denke ich, Benno sollte seine Auszeiten nicht in den schlechten Phasen des Spiels sonders in den guten, wenn wir mit 4 oder mehr Toren führen, einsetzen. Um dann noch mehr zu fordern und denen in den Arsch zu treten, welche gerade mal wieder die Füße hochlegen wollen. Seit Jahren schon benötigt SCM zur 50. min 15 Tore Vorsprung, um so eine Führung "nach hause zu schaukeln".

17.09.2017 18:13 Beobachter 2

Oh Mann, wieder ein schon fast gewonnenes Spiel vergeigt. Warum diese Einbrüche in Halbzeit 2 ?
Fehlende Körner oder Angst vor dem Gewinnen. Unerklärlich.

17.09.2017 17:22 Christian 1

Unverständlich, dass man wie in Kiel wiederholt in der zweiten Halbzeit einen Sechs-Tore-Vorsprung verspielt. Da das in der vergangenen Saison in der Hinrunde auch mehrfach vorkam, sollten die Verantwortlichen einiges kritisch hinterfragen. Diese ständigen Einbrüche nach dem Wechsel sind nicht nachvollziehbar.