Handball | Champions League : THC scheitert an Herkulesaufgabe
Gruppe D
Die Handball-Frauen des Thüringer HC haben trotz einer erstaunlichen Aufholjagd die Stärke von Zvezda Zvenigorod anerkennen müssen. Zum Abschluss der Champions-League-Gruppenphase unterlag der THC dem Team aus Russland 20:23.
Auftakt des THC ging gründlich daneben
Für ein Weiterkommen in der Königsklasse hätte der Deutsche Meister mit neun Toren Differenz gewinnen müssen. Das lag schnell außerhalb der Vorstellungskraft, denn der Auftakt ging gründlich daneben. Fehler im Spielaufbau ließen die eigene Offensive nicht zur Entfaltung kommen. Zudem gab es zu viele schwache Würfe. Die Gäste trafen dagegen zunächst wie sie wollten und führten mit 7:1 (13.) und 9:2 (16.). Bis zur Pause betrieb der THC dann zumindest Schadensbegrenzung und hielt den Rückstand halbwegs im Rahmen. Zvezda führte mit 13:7.
THC musste Aufholjagd Tribut zollen
In den ersten zehn Minuten änderte sich am Spielverlauf nicht viel. Nur minimal konnten der Deutsche Meister aufholen (13:18/40.). Dann standen die Gastgeberinnen besser in der Abwehr und kamen mit einem Lauf immer näher. Beim 19:19 (52.) schaffte der THC den kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich. Die Russinnen blieben cool und legten wieder vor. Als Jakubisova mit Siebenmeter an der erfahrenen russischen Torfrau Sidorova scheiterte, zogen die Gäste wieder auf 22:20 davon (57.). An dem erneuten Rückstand biss sich das Team von Herbert Müller dann die Zähne aus, zumal man dem Tempo der zweiten Halbzeit Tribut zollen musste. Vor 2.218 Zuschauern in Nordhausen waren Lydia Jakubisova und Kerstin Wohlbold mit jeweils fünf Toren die besten THC-Schützinnen. Weiter geht es nun im Europacup der Pokalsieger. Als Gruppendritter überwintern die Thüringerinnen international.
Das sagten die Trainer
Zdravko Zovko (Zvezda Zvenigorod): "Es war kein ausgezeichnetes, aber ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Ich bin glücklich, dass wir hier gewonnen haben und die Gruppe als Erster beenden. Unser Ziel ist es, die Champions League zu gewinnen."
Herbert Müller (Thüringer HC): "Ich habe heute ein lachendes und ein weinendes Auge. Wir haben sensationelle Spiele in der Champions League gezeigt. Es ist traurig, dass wir mit sechs Punkten ausscheiden müssen. Wir haben heute viele Chancen liegen gelassen. So etwas können wir sonst mit unserem Kämpferherz ausgleichen."
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