Handball

Handball | 1. Bundesliga : THC verliert - HCL verschenkt Sieg

13. Spieltag

Die Handballerinnen von Bayer Leverkusen mausern sich langsam zum Favoritenschreck. Nachdem die "Elfen" am Sonntag bereits den HCL mit 35:26 erniedrigt hatten, war am Mittwoch der Thüringer HC an der Reihe: In der Salza-Halle unterlag das Team von Coach Herbert Müller mit 27:30 (13:20).

THC mit desaströser erster Halbzeit

THC-Trainer Herbert Müller
THÜRINGEN JOURNAL

Thüringer HC muss Heimniederlage einstecken

10.01.2013, 19:00 Uhr | 02:03 min

Schuld war eine völlig missglückte erste Halbzeit von Gastgeber THC. Zwar klammerten sich die Thüringerinnen bis zur 7. Minute an eine 2:0-Führung und hielten die Gäste in Schach, dann wurde Leverkusen aber immer offensiver – 6:6 lautete der Zwischenstand nach 13 Minuten. Mit zunehmender Spielzeit wurde auch die Abwehr der Leverkusenerinnen immer robuster und sie zogen mehr und mehr davon. Der THC schien dagegen den Faden verloren zu haben. Viele Ballverluste machten es dem Gegner leicht, bis zur Halbzeit eine komfortable 20:13-Führung herauszuwerfen.

Umso erstaunlicher, mit welchem Elan der THC aufs Spielfeld der Salza-Halle zurückkehrte. Sechs Minuten brauchten die Gastgeber, um den Vorsprung der Bayer-Truppe von sieben auf drei Tore zu schmälern. Vor allem durch den Einsatz von Nadja Nadgornaja, die mit neun Treffern beste Schützin ihres Teams war, kamen die Thüringerinnen mehrmals bis auf ein Tor an die Gäste heran, am Ende fehlte aber die Kraft. THC-Coach Müller bezeichnete es zwar als "kämpferisch stark, wie wir wieder ins Spiel zurückgekommen sind", bemängelte aber auch zahlreiche Fehler im Angriffsspiel und eine zu statische Abwehr.

HC Leipzig vergibt sicher geglaubten Sieg

Ähnlich unzufrieden mit ihrer Leistung dürften auch die HCL-Frauen sein: Zwar mussten die Leipzigerinnen beim 29:29 (15:13) gegen die DJK/MJC Trier keine Niederlage einstecken - gegen den Tabellenvorletzten hatte sich das Madsen-Team aber gerade vor Heimkulisse mehr erwartet.

Natalie Augsburg  (li., Leipzig) gegen Mégane Vallet (Trier)
HCL-Spielerin Augsburg gegen Triers Mégane Vallet.

Scheinbar vom Leverkusen-Schock erholt, zeigte sich Leipzigs Abwehr zunächst hellwach und gewann einen Ball nach dem anderen. Auch die Offensive überzeugte gegen den Tabellenvorletzten. Nach zehn Minuten führten der HCL mit 8:3, leistete sich dann aber einige Nachlässigkeiten – und zeigte ein fast komplett umgekehrtes Spiel: Schwächelnde Abwehr und nachlässige Chancenverwertung in Kombination sorgten dafür, dass die "Miezen" erst problemlos aufholen konnten und dann zur Pause mit 15:13 den Anschluss hielten.

In der zweiten Hälfte gingen beide Teams härter zur Sache und der HCL fand wieder zu seiner anfänglichen Stärke zurück. Vor 1.386 Zuschauern zeigte sich vor allem Maura Visser sowohl im Anspiel als auch im Abschluss präsent. Was dann passierte, konnte wohl keiner verstehen. 28:24 stand es nach 54 Minuten - eigentlich ein sicheres Polster, doch die Trierer "Miezen" überboten sich im Anschluss geradezu: Nach dem Motto "jede Minute ein Tor" stand es nach 58 Minuten 28:28. Einen Hubinger-Treffer für Leipzig egalisierte Trier umgehend und führte zum aus Leipziger Sicht undankbaren Remis.

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2013, 21:28 Uhr

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