Handball | Champions League : Thüringer HC ringt CL-Sieger nieder
Der Thüringer HC hat am Sonntag für eine große Überraschung gesorgt: In Nordhausen bezwang der THC Titelverteidiger Buducnost Podgorica mit 24:20 (10:10) und feierte damit den zweiten Sieg im dritten Spiel in der Handball-Champions-League.
THC mit grandiosem Beginn und guten Nerven
Die Mannschaft von Trainer Herbert Müller erwischte einen Start nach Maß und führte nach zehn Minuten mit 6:1. Aus einem aggressiv stehenden Defensivverbund heraus schaffte es der THC, sein Tempospiel aufzuziehen. Vor allem in der Offensive überzeugten die Gastgeberinnen mit einer konzentrieren Chancenverwertung. In der Folge kam Podgorica besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand auf ein Tor (8:7/18.). Im Anschluss häufte sich die Fehlerquote auf beiden Seiten, so dass in den folgenden sieben Minuten nur ein Tor fiel - der 8:8-Ausgleichstreffer (23.). Zwar ging Podgorica in der 26. Minute erstmals in Führung (8:9), doch zur Pause hatten die Thüringerinnen den Spielstand wieder egalisiert (10:10).
Nach dem Wechsel konnte sich der THC dank einer überragenden Maike März im Tor und der gut aufgelegten Lydia Jakubisova (insgesamt sieben Tore) erneut absetzen (18:14/45.). In der Schlussphase verkürzten die Gäste auf 21:20, doch der THC bewies Nervenstärke und gewann mit 24:20. Danach kannte der Jubel der knapp 2.000 Fans in der Wiedigsburghalle in Nordhausen keine Grenzen: Sie feierten ihr Team mit "Standing Ovations".
Das sagten die Trainer:
Dragan Adzic (Buducnost): "Ihr hattet den besseren Tag. Der THC war einfach stärker. Die Gruppe wird bis zum Schluss offen bleiben, weil alle Mannschaften auf dem selben Niveau spielen."
Herbert Müller (THC): "Dieser Sieg verpflichtet zu mehr. Nordhausen ist unsere internationale Heimat geworden und soll dies auch bleiben. Unsere Abwehrleistung war bärenstark, wir haben das gesamte Spiel dominiert und verdient gewonnen.
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