Handball | DHB-Pokal : THC feiert souveränen Favoritensieg
Die Handballerinnen des Thüringer HC bleiben auch im DHB-Pokal im Titel-Rennen. Bei der finanziell schwer angeschlagenen HSG Bad Wildungen hatte der große Favorit am Mittwoch keinerlei Probleme und siegte überaus deutlich mit 34:17 (18:9).
THC lässt keine Zweifel
Der gerade erst in der Champions League begeisternde THC agierte auch im "Handball-Alltag" konzentriert und souverän. Obwohl Trainer Müller mit nur elf Spielerinnen zum Bundesliga-Schlusslicht reiste, nahm sein Team sofort das Heft in die Hand und zog schnell davon (3:8/9.). Schon nach 22 Minuten traf Popluharova zum Zehn-Tore-Vorsprung, womit das Spiel frühzeitig entschieden war. Müller nutzte dies, um in der zweiten Hälfte auf der Torhüter-Position zu wechseln: Für die erneut starke März kam Tomasevic in die Partie. Am Spielverlauf änderte dies wenig, die Gastgeberinnen schienen völlig überfordert und zeigten nur sporadisch Gegenwehr.
Insolvenzgespenst in Bad Wildungen
Den schwersten Kampf bestreitet Bad Wildungen derzeit neben dem Parkett. Bereits am vergangenen Dienstag hatte der Verein einen Insolvenzantrag gestellt. Allein im Saisonetat soll eine Lücke von rund 300.000 Euro klaffen. Die Spielerinnen warten zudem bereits seit einiger Zeit auf ihre Gehälter. Dennoch erklärten sich alle bereit, die Saison zu Ende zu spielen. Bisher hat der Antrag noch keine Konsequenzen. Erst wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse nicht eröffnet wird, stünden die "Vipers" vorzeitig als Absteiger fest und müssten sich aus der Liga verabschieden.

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