Handball | 1. Bundesliga Thüringer HC holt zwei wichtige Punkte gegen Meister Bietigheim

6. Spieltag

Der Thüringer HC hat im Duell zweier Spitzenteams gegen die SG Bietigheim gewonnen. Gegen den amtierenden Deutschen Meister gelang ein 29:22-Sieg. Oft spielte der THC im letzten Bundesliga-Spiel vor der Heim-WM seine ganze Klasse aus. Erstmals schob er sich an die Tabellenspitze.

Scheffknecht sorgt für die THC-Tore

Beide Angriffsreihen dominierten die Anfangsphase. Tempogeladen gingen die bis dato verlustpunktfreien Teams ins letzte Spiel vor der Heim-WM. Die 1.100 Zuschauer in der ausverkauften Salza-Halle sahen dabei, wie die Schützlinge von THC-Trainer Herbert Müller nach einem kurzzeitigen Rückstand das Spiel an sich rissen. Vor allem Rückraumspielerin Beate Scheffknecht sorgte für Tore.

Beate Scheffknecht
Rückraumspielerin Beate Scheffknecht trägt zu einem guten Start bei (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Nach etwa einer Viertelstunde ließen die Thüringerinnen aber in ihrer Effektivität nach. Phasenweise war Bietigheim handlungsschneller (9:9, 21.). Zudem bildeten die Bietigheimerinnen um Luisa Schulze oft einen guten Mittelblock. Der THC fand aber noch vor der Pause zurück ins Spiel. Maike Schmelzer sorgte vom Kreis für die 16:10-Pausenführung.

Kim Naidzinavicius, Luisa Schulze und Martine Smeets
Bietigheim mit Kim Naidzinavicius (v. l.), Luisa Schulze und Martine Smeets (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Albertsen braucht seine Auszeiten früh auf

Im zweiten Durchgang machten die Thüringerinnen kaum Fehler und ließen weiterhin nur wenige Gegentore zu. Nach und nach vergrößerten sie den Vorsprung auf sieben Tore (23:16, 43.). Mehr als eine Viertelstunde vor Schluss sah sich Bietigheims Cheftrainer Martin Albertsen zu seiner dritten von drei möglichen Auszeiten gezwungen.

Martin Albertsen
Bietigheims Trainer Martin Albertsen verliert sein erstes Bundesliga-Spiel in dieser Saison (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Neun Tore vor, zehn Tore vor - der THC wusste, dass es womöglich um zwei entscheidende Punkte für die deutsche Meisterschaft geht. Die Fans riefen drei Minuten vor Schluss: "Hier regiert der THC." Am Ende leuchtete der Spielstand 29:22 auf der Anzeigetafel. Scheffknecht war mit neun Toren die beste Werferin der Partie. Dinah Eckerle hatte im Tor eine Weltklasse-Leistung gezeigt und erhielt von Müller ein Extra-Lob.

Im DHB-Pokal-Viertelfinale treffen beide Teams erneut aufeinander. Das ergab die Auslosung nach dem Spiel.

mkö

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 08. November 2017 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. November 2017, 19:31 Uhr

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