Robert Oehle von den Oettinger Rockets feiert ausgelassen nach dem Abpfiff von Spiel 5 und den damit feststehenden Aufstieg der Rockets.
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Basketball | 1. Bundesliga & Pro A Drei Teams aus Mitteldeutschland starten künftig in der BBL

Die Basketballsaison 16/17 ist Geschichte. In der kommenden Saison spielen mit Science City Jena, dem Mitteldeutschen Basketball Club und den Rockets aus Gotha gleich drei Mannschaften aus unserem Sendegebiet in der Basketball-Bundesliga. Wir blicken auf die abgelaufene Saison zurück.

Robert Oehle von den Oettinger Rockets feiert ausgelassen nach dem Abpfiff von Spiel 5 und den damit feststehenden Aufstieg der Rockets.
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Science City Jena: Abstieg war nie ein Thema

Als Aufsteiger und einziges Team aus Mitteldeutschland ist Science City Jena in die BBL-Saison 2016/2017 gegangen. Der Fokus in dieser Saison lag für die Thüringer dementsprechend auf dem Klassenerhalt. Nach dem ersten Sieg am dritten Spieltag gegen Phoenix Hagen, sammelten die Jenaer fleißig Punkte und brachten früh ein komfortables Polster zwischen sich und den 17. Tabellenplatz, dem ersten Abstiegsplatz. Im weiteren Verlauf schnupperte der Verein sogar an den Playoff-Plätzen. Im Saisonendspurt ging dem Team um Kapitän Wayne Bernard etwas die Luft aus und so beendete Jena die Saison auf Platz 13 mit 22:42 Punkten.

 v.li: Shaquille Goodwin (Science City Jena), Lamonte Ulmer (s.Oliver Würzburg), Stephan Haukohl (Science City Jena), Oliver Clay (Science City Jena)
Die Defenisve der Jenaer hat es in diesem Saison dem ein oder anderen Gegner schwer gemacht. Bildrechte: IMAGO

Mit Marcos Knight und Wayne Bernard müssen die Thüringer in der kommenden Saison gleich zwei Säulen im Team ersetzen. Dafür haben sie mit Derrick Allen bereits einen erfahrenen Spieler aus Vechta verpflichtet. Ebenfalls in trockenen Tüchern ist der Verbleib von Topscorer Julius Jenkins. Seine Punkte werden die Jenaer in der kommenden Saison mehr denn je brauchen.

MBC: Mission Wiederaufstieg souverän erfüllt

Nach dem Abstieg aus der BBL hat sich der Mitteldeutsche Basketball Club den direkten Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben. Dieses Ziel haben Trainer Igor Jovovic und sein Team souverän erreicht. Mit einer Bilanz von 27 Siegen und nur drei Niederlagen sicherten sich dei Weißenfelser das Ticket in die Playoffs, in denen auch der Aufstieg in die BBL ausgespielt wird. Auch hier dominierte der MBC nach Belieben und blieb sowohl im Viertelfinale gegen Köln, als auch im Halbfinale gegen Kirchheim ohne eine einzige Niederlage und sicherte sich somit den Aufstieg. Auch im Finale gegen Gotha um die Pro-A-Meisterschaft hielt sich das Team schadlos und gewann beide Spiele. Der MBC ist damit die einzige Mannschaft in der Historie, die bereits drei Mal die Pro A gewinnen konnte.

Garanten für den Erfolg waren Weißenfels Topscorer Andrew Michael Warren und Sergio Thomas Kerusch. Bei beiden ist noch unklar, ob sie auch in der BBL für die "Wölfe" auflaufen werden. Fest steht hingegen, dass Kruize Pinkins in der bevorstehenden Saison für die Wölfe aufläuft. Der 24-Jährige Big Man kommt vom ProA-Teilnehmer Hanau und konnte dort 17,9 Punkte im Durchschnitt verbuchen sowie 9,1 Rebounds. Ein neues Gesicht wird es auch auf der Trainerbank geben. Dort wird Aleksandar Scepanovic als neuer Assistenzcoach Cheftrainer Jovovic zur Seite stehen.

Sergio Kerusch (7, MBC) am Ball.
Ein häufiges Bild beim MBC in dieser Saison: Sergio Kerusch punktet für Weißenfels. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Oettinger Rockets Gotha: Das Beste kam zum Schluss

Eine ganz andere Saison legten die "Rockets" aus Gotha hin. Denn das frisch zusammengestellte Team ging mit großen Ambitionen in die Spielzeit. Allerdings konnte die Qualität nur selten abgerufen werden und zu Beginn des Jahres standen die "Rockets" bei zehn Siegen und zehn Niederlagen - die Playoffs waren in Gefahr. Daher übernahm Ivan Pavic das Team als neuer Chefcoach von Chris Ensminger. Die Mannschaft beendete die reguläre Saison auf Platz sieben und traf in der ersten Playoff-Runde auf den Zweiten Crailsheim. Doch in der Außenseiterrolle fühlte sich das Team sehr wohl und siegte mit 3:1. Im Halbfinale gegen Chemnitz stand Gotha nach zwei Niederlagen bereits mit den Rücken zur Wand. Das Team schaffte das Unmögliche und und drehte die Serie noch zu einem 3:2 und machte somit den Aufstieg in die BBL perfekt.

Die zu Jahresbeginn getätigte Verpflichtung von Darell Mitchell hat sich vor allem in der entscheidenden Saisonphase bezahlt gemacht und er führte seine Mannschaft immer wieder zu den Siegen. Der Transfer war in Gotha recht umstritten, da er zuvor vereinslos war und seine Fitness immer wieder in Frage gestellt wurde. Neben Mitchell konnte sich Ivan Pavic besonders auf die Dienste von Center Robert Oehle verlassen.

Die Mannschaft der Oettinger Rockets nach dem Sieg in Spiel 5 in Chemnitz und dem damit verbundenen Aufstieg.
Nach dem Entscheidungsspiel in Chemnitz kannte die Freude bei den "Rockets" aus Gotha keine Grenzen. Bildrechte: IMAGO

Drei Teams, drei Lizenzen - Die neue Saison kann kommen

In der kommenden Saison starten sowohl Jena, als auch Weißenfels und Gotha in der BBL. Und obwohl die drei Teams im Ligavergleich eher mit kleineren Etats haushalten müssen, bekamen alle die Lizenz für die Liga ohne Auflagen erteilt. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Verantwortlichen an den jeweiligen Kader für die neue Saison arbeiten. Basketballfans aus der Region können sich auf einen tolle Saison in der BBL freuen.

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Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2017, 10:48 Uhr

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