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Fußball | Sachsenpokal : Chemnitz überspringt Pokalhürde in Heidenau

Der Chemnitzer FC steht in der nächsten Runde des Sachsenpokals. Im Viertelfinale setzte sich der Drittligist am Sonnabend beim Heidenauer SV mit 2:0 (1:0) durch. Allerdings sorgten die zwei Tore für Gesprächsstoff.

Man kannte sich. Schon in der letzten Saison trafen beide Teams in der Runde der letzten Acht aufeinander. Damals gingen die Chemnitzer als 4:0-Sieger vom Platz. Beim diesjährigen Wiedersehen hatte es einen Seitenwechsel gegeben: Bei den Heidenauern kam Fröhlich zum Einsatz, der noch bis zum Sommer in Chemnitz spielte. Beim CFC stand Andersen in der Abwehrkette, der vor kurzem von Werder Bremen verpflichtet wurde.

CFC reißt das Ruder an sich

Zweikampf zwischen dem Chemnitzer Pavel Dobry (re.) und dem Heidenauer Matthias Walther.
Zweikampf zwischen dem Chemnitzer Dobry (re.) und dem Heidenauer Walther.

Bereits in der Anfangsminute kam der Landesligist zu einer verheißungsvollen Aktion, doch Walther schaufelte einen Aufsetzerball über den Querbalken. Danach übernahmen die Chemnitzer die Regie und setzten sich in der Heidenauer Hälfte fest. Gezielte Aktionen blieben Mangelware – bis zur 21. Minute: Nach einer halbhohen Eingabe von Schlosser hatte Tüting kein Problem, das Leder zur CFC-Führung in die Maschen zu drücken. Die Heidenauer reklamierten auf Handspiel, doch der Treffer wurde gegeben. Nun waren die Himmelblauen deutlich am Drücker. Nur verpasste es Tüting nach feinem Solo, das 2:0 nachzulegen. Seinen Linksschuss aus zehn Metern entschärfte Heidenaus Schlussmann Dersewski mit einer Glanzparade (29.). Vier Minuten später gab es endlich wieder ein Lebenszeichen der Gastgeber, aber Innenverteidiger Turtenwald köpfte über das Gästegehäuse. Mit einer durchaus verdienten Chemnitzer Führung ging es in die Pause.

"Garbu" trifft zur Entscheidung

Benjamin Förster jubelt mit Pavel Dobry und Ronny Garbuschewski
Freude bei Förster, Dobry und Garbuschewski. (Archivbild)

Nach dem Wechsel begannen beide Mannschaften offensiv, ohne jedoch für aufregende Strafraumszenen zu sorgen. Richtig gefährlich wurde es erst wieder in der 62. Minute. Nach einer Schlosser-Flanke war Tüting mit einem Kopfball zur Stelle. Erneut konnte sich Dersewski auszeichnen, der das Leder mit einem Blitzreflex noch aus dem Winkel kratzte. Obwohl Heidenaus Mittel durchaus begrenzt waren, kam die Mannschaft von Trainer Fröhlich noch zu einer wirklich guten Chance. Zuständig war der eingewechselte Miltzow, der in der 72. Minute freistehend das Leder in den Heidenauer Himmel drosch. Die Entscheidung fiel kurz vor Ultimo, als Dersewski, der beste Mann der Gastgeber, Dobry im Strafraum fällte. Zumindest meinte das der Schiedsrichter. Garbuschewski behielt bei dem umstrittenen Elfer kühlen Kopf und traf vom Punkt zum insgesamt verdienten Sieg.

Das sagten die Trainer

Gerd Schädlich (Chemnitzer FC): "Ich bin zufrieden, dass wir hier die Hürde übersprungen haben. Auch wenn es kein überragendes Spiel von uns war, weil uns lange nicht das zweite Tor gelungen ist. Trotzdem: Kompliment an Heidenau, die alles in die Waagschale geworfen haben."

Bernd Fröhlich (Heidenauer SV): "Lob am meine Truppe, die trotz der kurzen Vorbereitungszeit von einer Woche gut mitgehalten hat. Am Ende hat die Kraft und Konzentration gefehlt, um die beiden Chancen zum Ausgleich wirklich nutzen zu können. Das zweite Tor wurde von uns mit einem Fehler eingeleitet. Beim 1:0 für Chemnitz bin ich der Meinung, dass es Handspiel von Tüting war. Aus unserer Sicht ist es dennoch eine unglückliche Niederlage gewesen. Mit mehr Training wäre vielleicht die Verlängerung drin gewesen. Insgesamt haben wir gut mitgespielt."

Zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2012, 15:30 Uhr

1. Lothar Reinhold:
Den kurzen Spielbericht vom Viertelfinal-Landespokal Heidenau vs CFC mit "CFC mit Handspiel und Schwalbe" zu betiteln finde ich eine Frechheit, Diskrimierung und Fehleinschätzung des CFC Sieges. Hätten Sie das bei Dynamo, RB Leipzig oder Aue auch so formuliert? Schade, ich fand Ihre Berichterstattung bisher ziemlich kompetent! Mit sportlichen Grüssen Lothar R.
16.01.2012
13:36 Uhr

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