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Fußball | Sicherheitsgipfel : Beratungen über mehr Sicherheit in Stadien

Am 17. Juli kommen der DFB, die Präsidenten der oberen drei Fußball-Ligen sowie Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zusammen, um über die Sicherheit in deutschen Fußballstadien zu beraten. Fanorganisationen haben nun die Befürchtung geäußert, dass das Treffen zu einer weiteren Distanzierung zwischen Fans, Vereinen und Verbänden führen könnte. Streitpunkte sind nach wie vor Pyrotechnik und die Abschaffung von Stehplätzen in Fußballstadien.

stehende Fans im Stadion.

Wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am kommenden Dienstag mit den Präsidenten der oberen drei Ligen und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich über mehr Sicherheit in deutschen Fußballstadien berätt, sind die Fanorganisationen nicht dabei. Diese befürchten aber, dass mögliche Beschlüsse auf dem Sicherheitsgipfel einen noch tieferen Graben zwischen beiden Parteien ziehen könnte.

Der Sprecher der Organisation ProFans, Philipp Markhardt, erklärte, bereits im Januar habe es nach dem Fankongress die Forderung gegeben, endlich dauerhaft auf Augenhöhe miteinander zu sprechen. "Doch leider hat sich in diese Richtung nichts bewegt, um die berechtigten Interessen der Fans bei der Suche nach Problemlösungen zu berücksichtigen", fällt Markhardts kritisches Urteil aus. Vor allem bei den Themen Pyrotechnik und der möglichen Abschaffung von Stehplätzen scheiden sich die Geister. So lehnen die Fanorganisationen ProFans, die IG Unsere Kurve, die Arbeitsgemeinschaft der Fananwälte und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte das komplette Wegfallen von Stehplätzen ab.

Im Gespräch mit dem Fußballmagazin "Kicker" zeigte sich DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock dahingehend beschwichtigend. "Die Stehplätze gehören zu unserer Stadionkultur, und andere Länder beneiden uns darum", erklärte er. Eine Garantie für ihren Erhalt könne er aber nicht geben. Sandrock sagte, wenn Probleme nicht gelöst würden und sich der Gesetzgeber einschalte, werde es schwierig.

"Wenn wir unsere Probleme nicht in den Griff bekommen und der Gesetzgeber uns auffordern sollte, dass Stehplätze abzuschaffen sind, weil von diesen - und das ist leider so - der Großteil der Störungen, Gewalt, Schmähungen ausgeht, dann wird es schwierig."

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock zu Stehplätzen in Stadien

Der Standpunkt von DFB und DFL sei folgender: "Jede Form von Gewalt lehnen wir ab. Wir müssen dabei auch ein Stück weit neue Wege gehen", sagte Sandrock. Basis sei dabei immer ein "Null-Toleranz-Prinzip" gegen Gewalt.

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2012, 17:57 Uhr

6. Moos Enrico:
Fußball ohne Stehplätze und nur mit Klatsch Puplikum da kann ich auch auf dem Friedhof Sky gucken.Die Stimmung ist die gleiche.(herlich ruhig)
13.07.2012
23:20 Uhr
5. Alex:
stehplatzverbot bringt gar nix. die stimmung leidet und die fans reißen die sitzschalen ja doch wie die affen wieder raus und das theater beginnt von vorne. leider sinnlos
13.07.2012
16:24 Uhr
4. Alexander Supertramp:
Wie dumm muß man eigentlich sein, zu denken das Stehplätze etwas damit zu tun haben !? Ha, Ha, Ha
13.07.2012
13:38 Uhr
3. Matadore:
Mehr Sicherheit? Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) kann jeder im Internet einsehen. Dort belegen Zahlen der Polizei genau, dass die Leute in den Medien nur verdummt werden. Es gibt kein Anstieg der Straftaten. Jeder der hier jetzt rummeckert sollte sich vorher mal die Zeit nehmen und sich im Internet auf dieser Seite schlau machen.
13.07.2012
11:20 Uhr
2. Lützkendorf Jens:
Abschaffung der Stehplätze??? Damit zeigt der DFB nur seine Hilflosigkeit. Der hat doch durch seine Macht und Geldgier schon lange den Bezug zu den Fans verloren. Was kommt als nächstes, nur noch VIP-Logen und der Jubel und die Fan Gesänge werden über Lautsprecher eingespielt?! Der DFB soll sich lieber einmal ernsthaft mit Fans und deren Fankultur befassen anstatt immer nur zu verurteilen und zu bestrafen. Aber genau davor haben sie wahrscheinlich einfach nur zu viel Angst.
12.07.2012
22:37 Uhr
1. mattotaupa:
@mdr: "... Areitsgemeinschaft der Fananwälte ..." ich übersende hiermit mal den fehlenden buchstaben: b
12.07.2012
17:59 Uhr

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