René Müller im Halbfinal-Rückspiel des 1. FC Lok Leipzig gegen Girondins Bordeaux
Bildrechte: IMAGO

Sport im Osten Gänsehautstimmung vor dem Fernseher: Die lange Lok-Leipzig-Nacht

Der 22. April ist ein Sporttag im MDR FERNSEHEN. Nach dem Boxhighlight aus Erfurt dürfen es sich vor allem die Fußballfans wieder gemütlich machen. Sie können sich auf eine lange und spannende Nacht einstellen. Dieses Mal dreht sich alles um den 1. FC Lokomotive Leipzig. Los geht es um 0:30 Uhr.

René Müller im Halbfinal-Rückspiel des 1. FC Lok Leipzig gegen Girondins Bordeaux
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Europapokalspiel gegen Girondins Bordeaux in voller Länge

Am 22. April jährt sich das legendäre Europapokalspiel gegen Girondins Bordeaux zum 30. Mal. Wir zeigen diese Partie noch einmal in voller Länge mit dem Originalkommentar von Joachim Schröter. Mehr als 100.000 Menschen verfolgten damals im Leipziger Zentralstadion den Elfmeter-Krimi, den Torwart René Müller mit seinem Treffer zum 6:5 entschied. Wenn Lok-Spieler wie Uwe Zötzsche darauf angesprochen werden, schwärmen sie wie im Buch "neunzehn87 - Der Triumphzug des 1. FC Lok Leipzig" und sagen: "Da läuft es mir immer noch kalt den Rücken runter. So ein Spiel vergisst du einfach nicht."

1. FC Lokomotive Leipzig (in Gelb) gegen Girondins de Bordeaux: Einmarsch im Zentralstadion Leipzig
Die Spieler von Lok und Girondins betreten das Stadion (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Thomale, Altmann und Scholz erinnern sich

In der langen Lok-Nacht lassen wir noch einmal wichtige Protagonisten von damals zu Wort kommen. Trainer Hans-Ulrich Thomale ist dabei, der sagte:

Diese Endspielteilnahme kam einem kleinen Wunder gleich.

Uli Thomale, 1987
Loks damaliger Trainer Hans-Ulrich "Uli" Thomale (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Auch Wolfgang Altmann schaut sich gern noch einmal die Szenen auf dem Rasen und auf den Rängen an. Der Mittelfeldspieler erklärte zum Halbfinalrückspiel gegen Bordeaux: "Ich bin mir sicher, es waren 115.000 bis 120.000 Zuschauer."

Moderatorin Stephanie Müller-Spirra, die durch die lange Lok-Nacht führen wird, begrüßt zudem Heiko Scholz. Der Mann, der vor der legendären Saison 1986/87 auf Wunsch Thomales von Chemie Leipzig nach Probstheida gelotst wurde, erinnerte sich: "Für den Finaleinzug gab es 7.000 Mark." In Athen unterlag der FCL zwar Ajax Amsterdam, aber auch Scholz behält die Saison in positiver Erinnerung:

Mir hätte einer sagen sollen, dass ich im April 1987 um den Einzug in das Europacup-Endspiel kämpfe. Der Griff an die bewusste Stelle des Kopfes wäre sicherlich meine Reaktion gewesen.

Heiko Scholz, 1987
Heiko Scholz spielte von 1986 bis 1990 für den 1. FC Lokomotive Leipzig (Archiv). Bildrechte: IMAGO

mkö

Über dieses Thema berichtet "Sport im Osten" MDR FERNSEHEN | 23.04.2017 | 0:30 Uhr
(Einige Stunden später auch in der Mediathek)

Zuletzt aktualisiert: 19. April 2017, 12:41 Uhr

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12 Kommentare

19.04.2017 00:28 Dieter 12

Ich pilgere heute noch jedes Wochenende durch die Stadien. Dieses Spiel verursacht heute noch Gänsehaut bei mir. Damals war ich Student und mit drei Kommilitionen aus Mittweida angereist. Unfaßbar die Atmosphäre im Stadion, weit über 100.000 im Stadion und kein Pfiff, als der Zötzsche den Elfmeter in der Verlängerung verschossen hatte, das ganze Stadion stand damals hinter Lok.
Es ist für mich bis heute, trotz WM 2006 oder Confed-Cup im Jahr zuvor, das größte Fußballereignis, dem ich in meinem Leben beiwohnen durfte. Danke nochmals allen Beteiligten dafür!

19.04.2017 23:47 Karsten Frey 11

War auch mit meinen Brüdern dabei hatte sogar Karten für Block C bin aber nicht reingekommen so voll war es. Habe dann auf einem Flutlichtmast gesessen, mit vielen anderen. Kann allen anderen nur zustimmen es waren weit mehr als 100000 Zuschauer. So etwas gab es nur beim 1. FC LOK.

19.04.2017 18:41 Silvio Gräf 10

Silvio Gräf: ich war damals 15 Jahre alt,und werde so etwas,am Zuschauerdasein und Fankult nie wieder erleben.Ich werde das nie vergessen und bin heute noch treuer Lokfan.Wir sind die grössten der Welt.LLLLLOOOOKKKK

19.04.2017 17:21 hallescherfc 9

ich war damals dabei UNFASSBAR wie viele Menschen im stadion waren,Bei mir am Einlass wurde gebaut und kurz vor spielbeginn stürmten die Fans die Kassenhäuser! Vieleicht waren darum so viele menschen im stadion.Man sah nicht mal die Aufgänge nur noch menschenmassen. ich hatte sitzplatzkarten musste mit kumpel aber stehen weil wir nicht zu unseren pläzen kamen. Meine schätzung da waren bestimmt 120000-130000 Menschen im stadion GEILES SPIEL und weit über 2 Stunden gestanden

19.04.2017 16:47 Zwiggebert 8

@1

Kein Mensch interressiert sich für Zwickau und um die geht es auch nicht.

19.04.2017 16:39 Chemieschwein 7

ne horrornacht .. aber wers braucht ... ein relaese auf SED Fuball 2.0 ala Gießner uznd Konsorten

19.04.2017 16:15 Dessauer Junge 6

Über'n Zaun geklettert und dabei gewesen ... das war Leipziger Fußball

19.04.2017 15:52 Sr.Raul 5

Stimmt, @04, war 'ne echt geile Nummer im altehrwürdigen "Zentral".

19.04.2017 13:46 blau und gelb sind uns're Farben... 4

Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Der Höhepunkt in meinem Zuschauerdasein.
FUßBALL PUR !

19.04.2017 13:02 Darkangel 3

Darauf freue ich mich jetzt schon tierisch. Ich weiss noch, dass ich nach diesem Spiel keine Fingernägel mehr hatte, so nervös war ich als junger Spund. Eigentlich bekomme ich jetzt schon wieder Gänsepelle.
Also bis zum 22. .
Tschöö!!!