Wintersport : Tour de Ski in Oberhof gestartet
Am Sonnabend hat in Oberhof die erste Etappe der siebten Tour de Ski begonnen. Vom 29. Dezember bis zum 6. Januar werden rund 180 Starter aus aller Welt um Weltcup-Punkte und Preisgeld kämpfen.
Die Vorstartnervosität ist selbst den besten Skilangläufern der Welt anzumerken. Nicht wenige Athleten tragen die Hoffnung mit sich rum, am Dreikönigstag als Erster mit der Landesfahne in der Hand über den Zielstrich auf der Alpe Cermis zu laufen, 400 Weltcup-Punkte und das satte Preisgeld von gut 75.000 Euro kassieren zu können.
Für viele Starter ist die Tour der Jahreshöhepunkt. Die Großen der Szene nutzen das Sieben-Etappen-Rennen durch Deutschland, die Schweiz und Italien, um sich noch einmal vor den Weltmeisterschaften ab Mitte Februar einem Härtetest zu unterziehen. Das gilt vor allem für die deutschen Läufer. Die Gesamtsiege bei Damen und Herren sind außer Reichweite, soviel scheint klar.
Tscharnke muss kurzfristig absagen
Einer, der sich berechtigte Hoffnung auf den Sieg in Oberhof gemacht hat, ist der gebürtige Sachsen-Anhalter Tim Tscharnke. Nach seinem Sieg beim Weltcup in Kanada Mitte Dezember über 15 Kilometer Massenstart gehörte er zu den Geheim-Favoriten. Doch am Morgen vor der Tour-Start musste der 23-Jährige seinen Start wegen eines Magen-Darm-Virus absagen.
Dagegen ist sein Vorbild und Trainingskollege Axel Teichmann rechtzeitig fit geworden. Der Bad Lobensteiner musste wegen Herzrhythmusstörungen auf die Weltcup-Starts in Kanada verzichten, darf nach eingehenden medizinischen Untersuchungen aber starten. "Ich muss einfach schauen, wie es in den ersten Rennen bei der Tour läuft. Eigentlich wollte ich ja schon vor Weihnachten die Qualifikationsnorm für die WM in der Tasche haben, das versuche ich jetzt in der nächsten Woche zu realisieren", bemerkt der Routinier, der sich wieder fit und in einer ansprechenden Form fühlt.
6,5 Millionen Fördermittel für Oberhofer Sprungschanzen
Der Schanzenneubau im Oberhofer Kanzlersgrund wird mit 6,5 Millionen Euro an Fördermitteln bezuschusst. Heike Taubert, die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, wird am Sonntag in Oberhof anlässlich der Tour de Ski einen Fördermittelbescheid übergeben.
Die sogenannte "Zuwendung aus Bundes- und Landesmitteln zur Förderung des Baues von Sportstätten für den Spitzensport" ist für den Ersatzneubau einer Schanze im Kanzlersgrund inklusive Aufsprunghänge und Beschneiungsanlage für beide Schanzen am Bundesstützpunkt Biathlon und Ski nordisch bestimmt.
Die kleinere Schanze, die sogenannte Rennsteigschanze, muss abgerissen und neu gebaut werden. Die große Schanze, die sogenannte Hans-Renner-Schanze, muss saniert und vor allem der Aufsprunghang neu gestaltet werden. Insgesamt werden Neubau und Sanierung 7,7 Millionen Euro kosten.
