Volleyball | DVV-Pokal Freudentaumel beim Dresdner SC

Der Dresdner SC hat am Sonntag den DVV-Pokal gewonnen. Der Deutsche Meister schlug den Vorjahressieger MTV Stuttgart im Tiebreak mit 3:2 (25:22, 20:25, 25:18, 17:25, 15:10). Damit triumphierte der DSC nach 1999, 2002 und 2010 zum vierten Mal im Finale.

Der DSC jubelt nach dem errungenen Sieg.
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Die Dresdnerinnen ließen vor der atemberaubenden Kulisse in der Mannheimer Arena keine Anfangsnervosität zu. Viele Spielzüge liefen über die überragende Michelle Bartsch, die aktuell beste Angreiferin des DSC. Über die Spielstände 7:4, 14:11 und 20:17 punktete der Deutsche Meister regelmäßig und konnte sich im ersten Satz sogar fünf Aufschlagfehler leisten, ohne dass sich diese rächten. Nachdem Stuttgart den ersten Dresdner Satzball noch abwehrte, punktete Kristina Mikhailenko zum 25:22-Satzgewinn.

Kristina Mikhailenko und Gina Mancuso
Kristina Mikhailenko (li.) bringt die rund 900 mitgereisten Fans zum Jubeln (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Stuttgarterinnen sichtbar, indem ihre Angriffe öfter zum Erfolg führten. Dabei machten vor allem Michaela Mlejnkova und Kaja Grobelna immer wieder in positiver Hinsicht auf sich aufmerksam. Zielgenau gingen sie zu Werke und erarbeiteten sich über die Stationen 8:5 und 17:13 den ersten Satzball. Diesen wehrte Dresden noch ab. Dann sorgte ein zu langer Aufschlag von DSC-Spielerin Katharina Schwabe aber für das 25:20 der Gegnerinnen.

Stuttgarts Spielerin Michaela Mlejnkova jubelt
Stuttgarts Außenangreiferin Michaela Mlejnkova spielt für die tschechische Nationalmannschaft, die bald von DSC-Trainer Alexander Waibl trainiert wird (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Abschnitt drei war dann allerdings wieder eine klare Sache für Dresden. Die Schwaben verloren den Faden. Zudem präsentierte sich das Team aus Sachsen stabiler und stand so kompakt, dass sich für Stuttgart nur wenige Lücken auftaten. Bei der ersten Möglichkeit, den Satz für sich zu verbuchen scheiterte Schwabe noch beim Block. Dann geriet der Aufschlag von MTV-Außenangreiferin Jelena Wik zu weit und besiegelte das 25:18 für den DSC.

Doch dann drehte sich wieder das Blatt: So deutlich wie die Dresdnerinnen den dritten Satz dominiert hatten, gaben die Stuttgarterinnen im vierten Durchgang den Ton an. Auch mit der Einwechslung von Libera Lisa Izquierdo fand der DSC keine Sicherheit. Somit erarbeitete sich Stuttgart über die Zwischenstände 8:4 und 20:12 mehrere Satzbälle. Den dritten verwertete Grobelna mit ihrem Angriff zum 25:17.

Volleyball | DVV-Pokal Ein erfolgreicher Fünf-Satz-Krimi in Bildern

Das DVV-Pokalfinale zwischen dem Dresdner SC und Vorjahressieger MTV Stuttgart hat sich zu einem Krimi über fünf Sätze entwickelt. Am Ende der 123 gespielten Minuten waren es die Dresdnerinnen, die ausgelassen jubelten.

Volleyball DVV Pokalfinale 2016 - Finale der Frauen - Allianz MTV Stuttgart - Dresdner SC. Trainer Alexander Waibl (Dresden) gibt Anweisungen
Die Ausgangslage: DSC-Trainer Alexander Waibl hat vor dem packenden Duell gesagt: "Wir haben einen klaren Favoriten für das Pokalfinale, und der heißt Stuttgart." Ende Januar hatte Dresden gegen die Stuttgarterinnen in der Bundesliga noch mit 0:3 verloren. Bildrechte: IMAGO
Volleyball DVV Pokalfinale 2016 - Finale der Frauen - Allianz MTV Stuttgart - Dresdner SC. Trainer Alexander Waibl (Dresden) gibt Anweisungen
Die Ausgangslage: DSC-Trainer Alexander Waibl hat vor dem packenden Duell gesagt: "Wir haben einen klaren Favoriten für das Pokalfinale, und der heißt Stuttgart." Ende Januar hatte Dresden gegen die Stuttgarterinnen in der Bundesliga noch mit 0:3 verloren. Bildrechte: IMAGO
Michelle Bartsch (Dresden 15)
Der erste Satz: Viele Spielzüge liefen über die überragende Michelle Bartsch, die aktuell beste Angreiferin des DSC. Dank ihres Einsatzes ging der erste Abschnitt mit 25:22 an Dresden. Bildrechte: IMAGO
DSC-Spielerin Katharina Schwabe
Der zweite Satz: DSC-Spielerin Katharina Schwabe und ihr Team punkteten nicht mehr ganz so regelmäßig. Erstmals hatte Dresden mit 20:25 das Nachsehen. Bildrechte: IMAGO
Jubeä Michelle Bartsch (Dresden 15), Myrthe Matilde Schoot (Dresden 9), Renata Sandor (Stuttgart 7).
Der dritte Satz: Dresden stand kompakt und ließ beim 25:18-Satzgewinn nur weinige Lücken. Libera Myrthe Schoot (Nr. 9) nahm im ganzen Spiel 34 Bälle an. Dabei leistete sie sich nur einen einzigen Annahmefehler. Bildrechte: IMAGO
Die Dresdnerinnen Laura Dijkema, Michelle Bartsch und Katharina Schwabe jubeln über einen DSC-Punktgewinn
Der vierte Satz: Es ging in die entscheidende Phase und Dresden gab das Heft aus der Hand. Der DSC unterlag Stuttgart mit 17:25. Bildrechte: dpa
Dresdner SC. Trainer Alexander Waibl
Der Tiebreak: In der mit 12.000 Zuschauern gefüllten Mannheimer Arena war die Spannung beinahe greifbar. Als der DSC zum 13:10 punktete war Trainer Alexander Waibl klar: Den Sieg lässt sich Dresden nicht nehmen. Bildrechte: IMAGO
Mareike Hindriksen und Katharina Schwabe vom Dresdner SC (v. l.), DSC
Die Feier danach: Mareike Hindriksen und Katharina Schwabe bejubelten den vierten DSC-Pokalsieg nach 1999, 2002 und 2010. Bessere Blöcke und Angriffe führten Dresden zum Erfolg. Bildrechte: IMAGO
Der DSC jubelt nach dem errungenen Sieg.
Mannschaftsfoto und ab nach Hause: Nach dem obligatorischen Sieger-Foto ging es für den DSC in den Bus. Bei etwa fünf Stunden Fahrzeit blieb genug Zeit zum Feiern. (mkö) Bildrechte: dpa
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"Durchpusten" hieß es im Tiebreak, in dem die Anspannung beinahe greifbar war. Als der DSC dann aber mit 13:10 führte, stolzierte Trainer Alexander Waibl gelassen am Spielfeldrand herum. Wenig später sorgte Bartsch mit einem wuchtigen Angriff zum 15:10 für die Entscheidung.

DSC-Spielerin Schwabe sagte nach dem Triumph: "Beide Mannschaften haben den Titel verdient. Die Mannschaft, die mehr Nervenstärke bewiesen hat, fährt mit dem Titel nach Hause." Außerdem fügte Myrthe Schoot hinzu: "So ein enges Spiel zu gewinnen, ist Wahnsinn. Ich bin super stolz auf die Mannschaft." Für Trainer Waibl ist es der zweite DVV-Pokalsieg mit dem DSC. Der 47-Jährige erklärte: "Am Ende sind es eins, zwei Abwehr-Situationen, die den Unterschied machen. Da waren wir etwas besser."

Der Weg ins Finale

  • Das Achtelfinale (3./4. November):

VC Offenburg vs. Dresdner SC 0:3 (18:25, 05:25, 14:25)
Allianz MTV Stuttgart vs. Rote Raben Vilsbiburg 3:0 (25:23, 29:27, 25:21)

  • Das Viertelfinale (18. November):

Allianz MTV Stuttgart vs. Schweriner SC 3:2 (25:23, 21:25, 27:25, 15:25, 15:10)
VC Wiesbaden vs. Dresdner SC 1:3 (22:25, 26:24, 13:25, 13:25)

  • Das Halbfinale (2. Dezember):

Dresdner SC – Ladies in Black Aachen 3:1 (25:27, 25:17, 25:22, 25:16)
Allianz MTV Stuttgart – USC Münster 3:0 (28:26, 28:26, 25:19)

mkö

Zuletzt aktualisiert: 29. Februar 2016, 11:27 Uhr

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1 Kommentar

28.02.2016 17:32 Günter Sauerbrey 1

Herzlichen Glückwunsch!! Die Sachsen sind eben doch die Besten Kristina und Günter