Volleyball | Bundesliga : Schwieriges Jahr für den VfB Suhl
Die Volleyballerinnen des VfB Suhl stehen vor einer schweren Saison. Während sich die übrigen Bundesligisten teilweise hochkarätig verstärkt haben, müssen die Thüringerinnen aus finanziellen Gründen kleinere Brötchen backen. Trainer Felix Koslowski schraubte die Erwartungen entsprechend herunter. Platz fünf bis acht lautet die Zielstellung für die Saison.
Hauptgrund für die gebremste Euphorie in Suhl ist die noch immer erfolglose Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Der bisherige hat sein Engagement deutlich reduziert. So konnten Topspielerinnen wie Martina Utla (Dresdner SC) oder Vendula Merkova (Hamburg) nicht mehr gehalten werden. "Die finanzielle Situation ist nicht glorreich", gibt Manager Andreas Burkard unumwunden zu und fügt an: "Viele andere Teams konnten enorm aufrüsten - wir nicht. Unser Etat beträgt im Vergleich zum Dresdner SC (Anm. de Red. 1,3 Mio. Euro) vielleicht die Hälfte."
Gedämpfter Optimismus in der Wolfsgrube
Sieben Neuzugänge hat der VfB Suhl zu verzeichnen: Stefanie Golla (Libero), Lauren Bertolacci (Zuspiel), Silvia Sperl (Außenangriff), Ivana Isailovic (Mittelblock), Kristen Dozier (Diagonal), Natalia Cukseeva (Diagonal) und Nikola Nemcova (Außenangriff). "Ich bin mit der Vorbereitung bisher sehr zufrieden. Wir spielen eine neue Struktur, schneller über die Außen", sagte Trainer Felix Koslowski im MDR-FERNSEHEN. Das wird angesichts der starken Konkurrenz auch nötig sein. Selbst Teams wie Köpenick, Potsdam oder Aachen konnten sich mit vielen guten und erfahrenen Spielerinnen verstärken und sind längst nicht mehr Punktelieferant. Manager Burkert weiß: "Jede Mannschaft ist hier für eine Überraschung gut. Man muss auch die vermeintlich leichten Spiele erst einmal bestehen."
Läuft es für den VfB Suhl optimal, ist ein Platz unter den besten sechs Teams durchaus machbar, glaubt Burkert: "Damit wäre man für die Playoffs gesetzt. Das ist aber ein sehr sportliches Ziel." An zwei Teams werde in dieser Saison aber niemand heranreichen - dem Schweriner SC und dem Dresdner SC. "Beide haben jetzt beim Vorbereitungsturnier in Dippoldiswalde bereits gezeigt, wie glänzend sie drauf sind. Diese Teams sind weit vorn", so Burkert. Und ausgerechnet gegen beide muss Suhl zum Auftakt gleich ran. Der Manager des VfB hofft auf einen guten Start, denn "wenn man zum Auftakt auch noch das dritte Spiel verliert, ist man schnell in einer Teufelsspirale".

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