Volleyball | 1. Bundesliga VfB Suhl zum Saisonstart ohne Halle

Sporthallengebäude mit einem Einbahnstraßenschild im Vordergrund und einem Straßenschild Wolfsgrube
Die "Wolfsgrube" in Suhl. (Archiv) Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

Frauen-Bundesligist VfB Suhl steht zum Saisonstart ohne Spielstätte da. Der Club kann nicht wie geplant sein erstes Heimspiel in der umgebauten und sanierten Heimhalle Wolfsgrube austragen.

Nach Angaben der Stadt Suhl kann der Ablaufplan der Bauarbeiten an der Wolfsgrube nicht eingehalten werden. Als möglicher neuer Fertigstellungstermin wurde der 31. Dezember genannt. Aber auch dieser ist nicht sicher, wie der VfB Suhl am Dienstag mitteilte. Eigentlich sollte der VfB am 21. Oktober seinen Heimauftakt gegen MTV Stuttgart bestreiten.

Koch: "Müssen diese Nachricht erst verdauen"

"Wir hatten mit einem oder zwei Spieltagen gerechnet. Aber mit diesem langen Zeitraum oder sogar der ganzen Saison definitiv nicht. Wir dürfen jetzt auf keinen Fall den zweiten vor dem ersten Schritt machen", sagte Suhls Geschäftsführer und Manager Heiko Koch: "Jetzt müssen wir diese Nachricht erst verdauen, werden uns Übersicht verschaffen und dann umgehend starten die ersten Gespräche für Lösungen zu führen." Dabei wäre ein Zelt auf dem Platz der Deutschen Einheit denkbar.

Der Verein muss nun "eine fertige Trainings-, Vorbereitungs- und Spieltagsplanung beiseite legen und auf einem weißen Blatt Papier bei null beginnen." Dabei ist der Verein auf Unterstützung von außen angewiesen. Ob das in Suhl oder durch die Stadt Suhl sein wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Kosten für Umbau steigen stetig

Die Sporthalle Wolfsgrube wird seit dem Frühjahr umgebaut. Die Kosten sind stetig gestiegen und belaufen sich inzwischen auf drei Millionen Euro - das sind 800.000 Euro mehr als in der ersten Kostenschätzung veranschlagt. Der Umbau wird vom Land zu 85 Prozent gefördert, der städtische Anteil beträgt 450.000 Euro. Die Bauarbeiten hatten im Frühjahr begonnen und sollten im September enden.

Mit dem Umbau der Sporthalle kommt die Stadt einer langjährigen Forderung der Deutschen Volleyball-Liga nach. Laut Bauprogramm werden die Dachträger der Halle angehoben und ein Geräteraum für einen mobilen Sportboden und Spielgeräte angebaut. Außerdem entstehen neue Beleuchtung und Belüftung der Halle, ein VIP-Raum und eine Videoleinwand. Laut Stadtverwaltung musste die Halle ohnehin modernisiert werden.

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rho/dpa

Das Thema im Programm MDR aktuell - das Nachrichtenradio | 11.07.2017 | 12:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2017, 19:10 Uhr

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