Bahnverkehr Regionalzüge fahren auf Südarm der ICE-Strecke

Auf der ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg werden mit der Inbetriebnahme Ende 2017 auch Regionalzüge verkehren - zumindest auf einem Teilstück. Wie das Thüringer Verkehrsministerium am Montag mitteilte, handelt es sich um DB-Regio-Züge von Sonneberg über Coburg und Nürnberg. Sie seien auf der Verbindung lediglich 1:45 Stunden unterwegs statt 2:15 Stunden wie nach jetzigem Fahrplan.

Der technische Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft, Thomas Grewing, sagte MDR THÜRINGEN, dass der Regionalexpress südlich von Coburg auf die Neubaustrecke wechseln werde. Dadurch verkürze sich die Fahrzeit um 30 Minuten. Das zusätzliche Regionalexpressangebot soll alle zwei Stunden vorerst bis Ende 2023 angeboten werden. Die bestehende langsamere Verbindung wird vom Stunden- und den Zweistundentakt umgestellt.

 ICE-S der Deutschen Bahn AG auf der Neubaustrecke Erfurt-Ebensfeld am Tunnel Feuerfelsen bei Coburg.
ICE-S der Deutschen Bahn AG auf der Neubaustrecke Erfurt-Ebensfeld am Tunnel Feuerfelsen bei Coburg. Bildrechte: Claus Weber/Deutsche Bahn AG

Nach einer früheren Mitteilung des bayerischen Verkehrsministeriums wird DB Regio für die neue Verbindung Doppelstockzüge einsetzen, die für Tempo 160 ausgelegt sind. Auf den betreffenden Abschnitten der ICE-Strecke werde die Geschwindigkeit für ICE auf 250 km/h herabgesetzt. Der Grund: Aus Sicherheitsgründen darf die Summe der Geschwindigkeit von sich begegnenden ICE- und Regionalexpresszügen 410 km/h nicht überschreiten.

Der südliche Teil der ICE-Neubaustrecke soll im Dezember in Betrieb gehen. ICE-Züge von Berlin nach München fahren dann nicht mehr durch das Saaletal, sondern über Erfurt. Der nördliche Teil der Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle ist seit Ende 2015 in Betrieb. Allerdings wird dieser Abschnitt bisher ausschließlich von ICE-Fernzügen befahren.

Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2017, 17:08 Uhr