Energie
Preise für Heizöl stabil
Die Heizölpreise werden nach Ansicht des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte in den kommenden Monaten stabil bleiben. Im Sommer 2008 hatte der Heizölpreis noch bei einem Euro gelegen, im vergangenen Winter war er dann auf 40 Cent gefallen. Derzeit liegt er bei 60 Cent. Die weitere Entwicklung des Heizölpreises hängt zum einen von der Preisentwicklung beim Rohöl zum anderen vom Dollarkurs ab.
"Immer wenn der Preis bei 60 Cent je Liter oder leicht darunter ist, sind sie auf der sicheren Seite", riet der Sprecher des Verbandes, Peter Fräbel-Simon den Besitzern von Ölheizungen. Die letzte Erhöhung des Rohölpreises auf 80 Dollar pro Barrel habe das Heizöl wegen des schwachen Dollars nicht mitgemacht, sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Jörg Lenk. Erhole sich der Dollar, könnten daher die Heizölpreise steigen. Auf lange Sicht werde der Preis für Rohöl sich voraussichtlich bei 100 bis 120 Dollar einpendeln.
Die Verbraucher würden sehr sensibel auf die Schwankungen der Energiemärkte reagieren und sich bei Investitionen zunehmend absichern, sagte Fräbel-Simon. In immer mehr Haushalten würden Ölheizungen mit einer Holzheizung und Solarthermie kombiniert. "Das ist ratsam, weil es tatsächlich unabhängiger von den Schwankungen der Märkte macht."
Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte ist für die Bundesländer Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland zuständig. Er vertritt rund 600 Firmen mit rund 3.500 Mitarbeitern. Auf diese fünf Länder entfällt den Angaben zufolge ein Drittel des gesamten deutschen Heizölabsatzes.
Nach Angaben des Verbands gibt es in Deutschland rund sechs Millionen Ölheizungen, die jährlich knapp 20 Millionen Tonnen Heizöl verbrauchen. Die 121.000 Ölheizungsbesitzer im Freistaat haben im vergangenen Jahr 400.000 Tonnen Heizöl gekauft.
Zuletzt aktualisiert: 24. November 2009, 18:55 Uhr

