Kinotipp | THÜRINGEN JOURNAL | 29.06.2011 : "Franz Liszt - Ein Europäer in Weimar"
Mit dem Beginn der Landesausstellung über Franz Liszt freuen sich viele Besucher auch über eine filmische Annäherung an den Komponisten, die sowohl im Schillermuseum als auch in der Hochschule für Musik Franz Liszt mehrfach täglich gezeigt wird. Unser Filmexperte Jens Haentzschel hat sich das Porträt vorab angesehen.
Das Leben von Franz Liszt in nur 37 Minuten zu erzählen, das war sicher die größte Herausforderung. Aus diesem Grund vermittelt der Film das Leben des großen Komponisten so, wie es sicher damals auch war: schnell und dann überaus schnell erfolgreich.
Mit dem Porträtfilm zur Landesausstellung kommen die Besucher dem Jubilar auf wundersame Weise nah. Dies liegt zum einen an den zahlreichen gezeigten Exponaten, mehr noch aber wegen der Spielszenen. Denn diese Spielszenen verleihen dem Film das gewisse Etwas und lassen die Zeit für den Moment lebendig erscheinen. Vier Tage wurde dafür in historischen Räumen der Klassik-Stiftung Weimar gedreht. Vier liebevoll ausgestattet und ebenso gefühlvoll inszenierte Tage. Und die haben sich schon deshalb für den Film gelohnt, weil alle drei Liszt-Darsteller so präsent den Musiker verkörpern. Hinzu kamen noch drei weitere Drehwochen im europäischen Ausland: unter anderem Italien, Ungarn, Österreich und Frankreich waren Stationen des ruhelosen Musikers. Der Film erzählt all dies schnell: Dennoch erhält man einen guten Eindruck, was Liszt durch sein Leben getrieben hat.
Franz Liszt - Ein Europäer in Weimar
Regie: Yvonne Andrä
Länge: 37 Min.
Der Film ist im Rahmen der Thüringer Landesausstellung zu sehen: im Schillermuseum sowie an der Hochschule für Musik Franz Liszt.
