Sommer 2012 : Frisurentrends in Weimar vorgestellt
Der Zentralverband des Deutschen Friseur-Handwerks hat in Weimar die aktuellen Trends der Frisurenmode vorgestellt. In sind in diesem Sommer die Frisuren der 1960er- und 80er-Jahre - allerdings in natürlichen Farben.
Deutschlands Friseure setzen im Sommer 2012 auf klassische Eleganz und natürliche Looks. Franz-Josef Küveler sagte bei der Präsentation der neuen Kollektion des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks in Weimar: "Blond und Kupfer in verschiedenen Schattierungen sind die Farben des Sommers."
Bei den Schnitten stehen neben den 1980er- auch die 1960er-Jahre Pate. Als Kreation für den Frauenschopf liegt der Haarschnitt von Lady Di voll im Trend. Ebenso sind die "Pilzköpfe" wieder angesagt. Allerdings kämen die Neuinterpretationen sehr viel lässiger und frischer daher, verspricht Friseurmeister Küveler. Die Retro-Styles würden durch präzise Schnitt-Techniken aufgepeppt. So sollen sogenannte Undercuts - rasierte Partien in der unteren Kopfhälfte - Kurzhaarfrisuren lebendiger wirken lassen. Bei langen Mähnen hingegen sind üppige Wellen und Locken angesagt.
Out sind in dieser Saison knallige und breite Block- oder Balkensträhnen. Blondschöpfe können allerdings in leuchtendem Honig-Beige oder natürlich verwaschen mit dunklen Ansätzen und hellen Längen daherkommen. Auch die Männerköpfe verabschieden sich von Akkuratesse - hier sollen ungleichmäßige Längen für ein "kontrolliertes Chaos" sorgen.
Friseur-Handwerk im Aufwind
Nach Einschätzung des Verbandes lassen sich die Deutschen ihre Haarpracht wieder mehr kosten und gehen etwas öfter zum Friseur. Verbandspräsident Andreas Popp spricht sogar von einer Trendwende. "Das Handwerk ist im Aufwind." Bundesweit zählt die Branche 80.000 Betriebe mit 260.000 Beschäftigten, die jährlich etwa 5,7 Milliarden Euro umsetzen.
Als problematisch bezeichnete Popp die Tatsache, dass es einen immer größeren Anteil von Kleinstbetrieben ohne Personal und einen erheblichen Anteil an Schwarzarbeit gebe. Der Verband schätze allein den Anteil der Schwarzarbeit auf etwa 20 Prozent des gesamten Jahresumsatzes der Branche.
| Frisörbesuche | Kosten | |
|---|---|---|
| Frauen | 5,6 mal | 245,50 Euro |
| Männer | 7,1 mal | 111,70 Euro |
| Quelle: Studie der Gesellschaft für Konsumforschung |
Die Kunstlocken kommen wieder - im Herbst
Die Neuauflage eines Klassikers kündigt Küveler bereits für die Herbst-Saison an. Dann soll die Dauerwelle wieder krause Haartrends setzen.

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.