Weimar : Schloss Ettersburg feiert 300. Geburtstag
Weimar hat am Sonntag das 300-jährige Bestehen des Alten Schlosses Ettersburg gefeiert. Dazu gab es einen Tag des offenen Tores.
Herzog Wilhelm-Ernst von Sachsen-Weimar hatte das Jagdschloss auf den Grundmauern des alten Klosters errichten lassen. Das Alte und das Neue Schloss sind heute für Besucher geöffnet. Am Nachmittag soll auf dem Schlosshof eine Gedenktafel enthüllt werden, die an die Leistungen des Kuratoriums Schloss Ettersburg in den vergangenen Jahrzehnten erinnert. Zur Feierstunde im Festsaal des Alten Schlosses waren am Nachmittag alle Weimarer und ihre Gäste herzlich eingeladen. Der Eintritt war frei. Es gab ein Konzert mit Musik von Johann Sebastian Bach, der einst selbst in diesem Saal musiziert hat.
Schloss mit wechselvoller Geschichte
Das Schloss wurde am 2. Februar 1712 eingeweiht. Es war nach Plänen des Baumeisters Johann Mützel errichtet worden, der später auch das Goethe-Wohnhaus in Weimar entwarf. Das Schloss war Sommersitz und Musenhof der Weimarer Herzogin Anna Amalia; Goethe, Schiller und Wieland verkehrten hier. Die Nationalsozialisten errichteten unweit der klassischen Stätte das KZ Buchenwald. Nach Kriegsende 1945 diente das Schloss kurzzeitig der US-Armee zur Versorgung der befreiten KZ-Häftlinge. Danach wurde es als Offiziersschule und noch später als Altersheim genutzt. Seit 1979 standen die Gebäude dann leer. Nach einer Sanierung ist es seit einigen Jahren Tagungsstätte und Sitz einer Akademie. Heute gehört das Schoss Ettersburg zum UNESCO-Weltkulturerbe.
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