Rückblick

Geschichte : Stasi-Ausstellung in Erfurter Einkaufspark

Im Erfurter Thüringen Park ist eine Ausstellung "Mysterium Staatssicherheit - Interessantes aus Stasi-Akten" zu sehen.

Die Ausstellung informiert anhand von Original-Akten über Postkontrolle, Überwachungen in Freizeit, im Privatbereich, im Filmschaffen und in Jugendorganisationen. Ein Thema lautet unter anderem "Gartenpracht, von MfS bewacht – die Erfurter iga im Spiegel der Stasi-Akten". Gezeigt werden auch Beispiele sogenannter operativer Technik des Staatssicherheitsdienstes, so etwa das heimliche Fotografieren aus Alltagsgegenständen. Außerdem beschäftigt sich die Ausstellung unter dem Titel "Stasi Ohn(e) Macht" mit der Auflösung des MfS als Machtapparat in Thüringen 1989/90.

Behördenmitarbeiter nehmen Anträge aus Akteneinsicht an

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Februar zu sehen. Während der gesamten Zeit sind auch Mitarbeiter der Erfurter Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes vor Ort. Besucher haben die Möglichkeit, einen Antrag zur zur persönlichen Akteneinsicht zu stellen. Bereits am Eröffnungstag am Mittwoch machten 100 Bürger davon Gebrauch. Wie die Unterlagenbehörde dem MDR THÜRINGEN mitteilte, können die Antragsteller in etwa einem Jahr mit einer Antwort rechnen. Auch bei Fragen zur Opferrente oder oder zur Entschlüsselung von Decknamen Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi helfen die Experten weiter. Schulklassen können vom 13. bis 17. Februar an Führungen teilnehmen.

Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2012, 20:49 Uhr

6. Erfurter:
Werter Herr "Rentner", bevor man sein Unwissen hier niederschreibt, sollte man sich genau erkundigen. Es gibt eine Außenstelle in Suhl und eine in Erfurt. Umgezogen ist da niemand und auch sind keine Akten verschwunden. Zum Zeitpunkt der Besetzung der MfS Stellen, wurde viele Akten von der Stasi selbst vernichtet. Das weiß jeder 9-Klässler. Dafür kann die Behörde nichts. Und das die Wartezeit vom Antrag bis zur Auskunft etwas länger dauert, zeugt nur davon, dass die Behörde gründlich arbeitet. Werbung ist m. E. gar nicht nötig, da die Aufarbeitung der Diktatur der DDR Geschichte ist und somit von sich aus existent bleibt. Warum wohl wird sonst dieses Thema in den Schulen unterrichtet? Machen Schulen da auch Werbung? Und zum Einwohnermeldeamt muss man heute noch! So etwas heißt Identitätsbescheinigung. Auch da hätten Sie sich erst genauer erkundigen sollen, bevor sie hier was schreiben.
10.02.2012
20:26 Uhr
5. Rentner:
Leute zur Sache hier geht es doch nicht nur um Staatssicherheitswerbung, sondern vermutlich will der Markt-Center für sich gut abkassieren , oder könnten da andere Hindergründe vor Ort stehen? Zur Einreichung der Aktenbeleuchtung musste ich zum Einwohnermeldeamt und musste mir erst eine Bestätigung abholen und hier braucht man nur einen Zettel auszufüllen, dies ist schon richtig fragwürdig. Ich warte schon zwei Jahre auf meinen Bescheid, mittlerweile ist die Staatssichheitsbehörde für Aufklärung von Suhl nach Erfurt umgezogen, wahrscheinlich sind da auch noch einige Akten verschwunden. Wenn ich mir die ganze Werbekampane der letzten Jahre bedrachte und das überall noch Mitarbeiter der Staatssicherheit in den Ämtern sitzen, frag ich mich, warum das alles! Die Meisten sitzen schon in Rente mit einer fetten Pension und die auf die Straße gegangen sind, für die deutsche Einheit ,sind heute zu Tage mit der Rentnersarmut und dem Sozialamt beschäftigt.
10.02.2012
10:58 Uhr
4. B.S.:
Der Kommentar des Vorredners ist doch nicht zutreffend. Die Leute denken oft über mehrere Jahre darüber nach, ob sie die Unterlagen überhaupt beantragen solllen, will heissen: gibt es über mich etwas, wenn ja - wird es mich verletzen, das zu lesen ? Waren es Menschen aus meinem engsten Umfeld ? Hoffentlich nicht! Jetzt, nach dieser relativ doch schon sehr langen Zeit, und beim Einkaufen, werden sie plötzlich mit der einfachen Möglichkeit einer Antragstellung konfrontiert - und sie stellen den Antrag. Das hat doch mit Ramschpartie nichts zu tun - es ist eine Möglchkeit, die Menschen zum Nachdenken zu bewegen - weiter nichts. Und das ist gut so ! Am Ende ist es die bessere Wahl, sich einer Erkenntnis zu stellen. Auch wenn es evtl. schwer ist.
09.02.2012
22:44 Uhr
3. Erfurter:
Es ist gut, dass sich so eine sensible Behörde der Öffentlichkeit stellt. Um Anträge geht es m.E. gar nicht, sondern um den Menschen zu zeigen, was die Stasi gemacht hat und wie gespitzelt und beobachtet wurde. Außerdem ist der Thüringen Park kein Ramschladen, sondern ein gepflegtes und angesehenes Center. Es wird immer von Bürgernähe gesprochen und diese Behörde setzt dieses um ... sehr gut.
09.02.2012
21:00 Uhr
2. Thomas Oehme:
Lieber Herr Roth, ich darf Ihnen als Center Manager versichern, dass es der Behörde nicht darum nur Anträge zu schreiben. Vielmehr wollen wir als lebendiger Treffpunkt auch hintergründiges Bieten und nicht nur den Kommerz im Hause beherbergen. Ich denke es ist wichtig, dass wir die Menschen mit brisanten Themen, die im Tagesgeschehen auch schnell vergessen sind, immer wieder einmal zum Nachdenken einladen dürfen. Sicherlich kann man geteilter Meinung sein, aber die Mehrzahl unserer Besucher äußert sich sehr positiv über die Ausstellung. Sie holt die Menschen da ab, wo Sie fast täglich sind.
09.02.2012
19:24 Uhr
1. Bernd Roth:
Was für ein Event, Stasi-Akten zwischen Fressalien und Media- Markt. So muss man die Ernsthaftigkeit von Aufarbeitung nur in Frage stellen. Die Hinterlassenschaften der Stasi als Ramschpartie, Hauptsache es kommen genügend Anträge auf Einsicht zustande.
09.02.2012
14:18 Uhr

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