THÜRINGEN JOURNAL

MDR THÜRINGEN JOURNAL | Sommerinterviews : FDP-Landeschef für höheren Steuerfreibetrag

Der FDP-Landeschef Uwe Barth hält eine weitere Erhöhung des Steuerfreibetrages für sinnvoll. Die Menschen verlangten mehr verfügbares Einkommen, sagte er im Sommerinterview des MDR THÜRINGEN. Mindestlöhne seien dafür nicht geeignet. Vielmehr sollte der monatliche Freibetrag - also der Anteil eines Bruttolohnes, der nicht versteuert werden muss - für Arbeitnehmer auf 800 Euro angehoben werden, um so hoch zu liegen wie die Sozialleistungen für Hartz-4-Empfänger. Damit würde auch ein Anreiz geschaffen werden, überhaupt arbeiten zu gehen. Aktuell liegt der monatliche Steuerfreibetrag bei 667 Euro.

Als "schlecht, mangelhaft und unzureichend" bezeichnete der FDP-Politiker die Arbeit der Thüringer Landesregierung. Sie verschlafe "schlicht und ergreifend" die Haushaltskonsolidierung. Die Thüringer Wirtschaft hält Barth trotz der Eurokrise für "robust" und "flexibel", er kritisierte jedoch, dass sich das Wirtschaftsministerium für die kleinen mittelständigen Unternehmen "nicht interessiere". Für die Schulen forderte er ein leistungsorientiertes Bildungssystem statt einem Wegfall von Zensuren oder der Möglichkeit, sitzenzubleiben.

Im Hinblick auf die anhaltende Kritik an der FDP-Bundesspitze sagte Barth, es wäre richtig, wenn die Regierung "von Zeit zu Zeit" als Einheit auftreten würde und sich nicht jeder "gegen den Anderen zu profilieren" suchte. FDP-Chef Philipp Rösler spreche mit seiner Skepsis zur Zukunft Griechenlands in der Eurozone vielen Bürgern aus dem Herzen.

Zuletzt aktualisiert: 06. August 2012, 10:50 Uhr

2. Rentner:
Hoffentlich werden nicht schon wieder Hotelbesitzer bevorzugt. Höhere Steuerfreibeträge für die Bürger, dass ich nicht glaube, denn diese werden ja Tag täglich ohne es zu merken erhöht. Wahrscheinlich ist dies genau umgekehrt. Also Leute, lasst euch nicht auf solche Luftnummern ein. Die Mindestrenten sollten auch bereits auf 850,-Euro angehoben werden, leider alles nur eine schlechte Wahlwerbung . Das Geld reicht nicht mehr bis zum Monatsende und neue Preiserhöhungen sind bereits beschlossen. (Strom- und Wasserpreiserhöhungen)
07.08.2012
09:42 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Warum dieser Vorschlag ? Stehen wieder Wahlen an?
05.08.2012
12:25 Uhr

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