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Schweinegrippe-Impfung: Risiken und Nebenwirkungen
Um die Schweinegrippe-Impfung von 25 Millionen Deutschen ist ein heftiger Streit zwischen Befürwortern und Gegnern entbrannt. Offizielle Stellen warnen vor einer unüberschaubaren Pandemie - Kritiker beklagen eine "sinnlose und gefährliche Aktion". Während die Vorbereitungen für die Reihenimpfung auf Hochtouren laufen, sind viele Menschen wegen der möglichen Nebenwirkungen verunsichert.
Kopfschmerz, Schüttelfrost, Lähmungserscheinungen – diese Nebenwirkungen befürchten Kritiker bei der massenhaften Verabreichung des Impfstoffs gegen das H1N1-Virus, die Schweinegrippe. "Sehr gefährlich" sei die Impfaktion, sagt der Vorsitzende des Vereins "Ärzte für individuelle Impfentscheidungen", Stefan Schmidt-Troschke.
Immer öfter wird Kritik an der Impfung gegen die Schweinegrippe laut: Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass die Nebenwirkungen eher zu erwarten seien als bei einer normalen Grippe-Impfung. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte spricht von "einer möglicherweise vermehrten Anzahl unbekannter Nebenwirkungen." Man müsse immer das Risiko der Impfung mit dem Risiko der Krankheit vergleichen.
Nebenwirkungen des Impfstoffs
Laut Hersteller GlaxoSmithKline aus Dresden reichen die konkreten Nebenwirkungen des Impfstoffs Pandemrix von "Hautrötung" bis hin zu "Allergischen Reaktionen, die zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen, der unbehandelt zu einem Schock führen können." Der Impfstoff wurde von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) unter "außergewöhnlichen Umständen" zugelassen. Dies bedeutet, dass es bisher nicht möglich war, umfassende Informationen über den Pandemie-Impfstoff zu erlangen.
Der Krankheitsverlauf der Schweinegrippe hingegen ist zur Zeit sehr milde und weniger gefährlich als die sonstige jährliche Grippe. Man nimmt sogar an, dass zahlreiche Menschen die Schweinegrippe hatten, ohne beim Arzt gewesen zu sein. Die Wahrscheinlichkeit an Schweinegrippe zu erkranken wird relativ hoch eingeschätzt, wobei die Schätzungen sehr verschieden sind.
Wie gefährlich ist die Schweinegrippe?
Anders als die saisonale Grippe in den Herbst- und Wintermonaten betrifft die Schweinegrippe jüngere Menschen und auch Kinder häufiger als die sonst hauptsächlich erkrankenden Senioren über 55 Jahren. Deshalb sei die Impfung insbesondere für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis etwa 55 Jahre sinnvoll, um eine breitere Grundimmunität in der Bevölkerung zu erzeugen, sagen Befürworter der Impfung. Bislang traten Todesfälle aber insbesondere bei Patienten auf, die unter Grunderkrankungen litten. Dabei sind die Krankheitsverläufe bisher sogar milder als bei einer "normalen" Grippewelle gewesen. Anlass zur Sorge gibt allerdings die rasche Verbreitung der Schweinegrippe in den Sommermonaten, also in einer Zeit, in der sonst überhaupt keine Grippefälle auftreten.
Letztendlich liegt es in der persönlichen Verantwortung des "mündigen Bürgers", sich über die Aspekte der Krankheit und der Impfung zu informieren und eine Entscheidung zu treffen.
Zuletzt aktualisiert: 06. November 2009, 18:31 Uhr

