Gutachten : Bevölkerungsschwund lässt Abwassergebühren steigen
Wegen des Rückgangs der Bevölkerungszahl können die Kosten für die Abwasserentsorgung in Thüringen steigen. Darauf wird in einem Gutachten hingewiesen, das vom Thüringer Umweltministerium am Dienstag vorgestellt wurde. Demnach sind 85 Prozent der Kosten bei der Abwasserentsorgung fixe Kosten, die immer anfallen und auf die Haushalte umgelegt werden. Sinkt die Zahl der Haushalte, steigen die individuellen Belastungen der übrig Bleibenden.
Um diesem drohenden Kostenanstieg zu begegnen, will das Umweltministerium den Kommunen und Abwasserzweckverbänden bei der Planung ihrer Investitionen helfen. Mithilfe eines "Demografie-Checks" sollen Bevölkerungsentwicklungen in der Investitionsplanung berücksichtigt werden. Künftig könne es etwa sinnvoll sein, kleinere Ortschaften an bestehende Kläranlagen anzuschließen, in denen Kapazitäten frei werden, sagte einer der Verfasser der Studie am Dienstag in Erfurt.
Die kommunalen Entsorger in Thüringen müssen im Jahr 2013 laut Wassergesetz ihre Konzepte zur Abwasserbeseitigung fortschreiben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat Thüringen bislang die niedrigsten Entsorgungskosten für die Haushalte.
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