Thüringen

Trotz Gifteinsatz : Mäuseplage bedroht Raps im Thüringer Becken

Die Thüringer Landwirtschaft ist in diesem Frühjahr stärker von einer Mäuseplage betroffen als im Vorjahr. Reinhard Götz von der Landesanstalt für Landwirtschaft sagte MDR 1 RADIO THÜRINGEN, besonders Rapsfelder im Thüringer Becken seien bereits ernsthaft geschädigt.

"Starker Mäusebefall"

Nach Angaben von Götz ist der Mäusebefall "um ein Vielfaches stärker" als im letzten Jahr. Grund sei vor allem der milde und trockene Winter. Um die Plage zu begrenzen, hätten die Bauern im vergangenen Herbst tiefer gepflügt als üblich und Giftweizen ausgebracht. Dieses Gift werde mit Hilfe von so genannten Legeflinten in die Bauten der Tiere gestreut. Die Kosten dafür werden auf 100 bis 200 Euro pro Hektar beziffert.

Trotz dieser Maßnahmen müssten jetzt in Einzelfällen Felder umgepflügt und neu bestellt werden. Auf stark befallenen Feldern drohten Ernteausfälle von bis zu 30 Prozent.

Zuletzt aktualisiert: 12. März 2008, 22:03 Uhr

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