Wirtschaftspolitik : bm-t plant weitere Beteiligungen in Millionenhöhe
Die landeseigene Beteiligungsgesellschaft bm-t will sich in diesem Jahr bei etwa einem Dutzend Unternehmen engagieren. Das kündigte Geschäftsführer Christian Damjakob am Montag an. Je zur Hälfte seien langfristige Beteiligungen an technologieorientierten Neugründungen und an schnell wachsenden mittelständischen Unternehmen geplant, sagte er. Dafür stehen nach seinen Angaben 25 bis 30 Millionen Euro zur Verfügung. Neben staatlichem Geld wirbt die bm-t laut Damjakob auch privates Geld etwa von Versicherungen, Banken und Pensionskassen für Beteiligungen ein.
Machnig: Beteiligungen sind Teil der Wirtschaftspolitik
Nach den Worten von Wirtschaftsminister Matthias Machnig steht bei Bedarf auch noch mehr Geld für Unternehmensbeteiligungen des Landes bereit. Das hänge davon ab, wie wichtig das Investment für Thüringen sei. Öffentliches Beteiligungskapital sei ein zentraler Baustein für eine aktive Wirtschaftspolitik. Die Finanzierung mittelständischer Unternehmen stehe angesichts der Finanzkrise vor neuen Herausforderungen, da Banken das Volumen ihrer Unternehmenskredite reduzierten.
Die bm-t ist nach eigenen Angaben derzeit an 42 Unternehmen beteiligt. In diese Beteiligungen wurden rund 125 Millionen Euro investiert. Das größte Projekt der bm-t im vergangenen Jahr war der Einstieg beim Jenaer Technologiekonzern Jenoptik. Für rund 40 Millionen Euro erwarb das Unternehmen im Auftrag des Landes Thüringen ein Aktienpaket von rund elf Prozent. Diese Beteiligung war allerdings umstritten. So kritisierte der Bund der Steuerzahler den Einstieg mit dem Argument, ordnungspolitisch habe das Land als Investor bei Jenoptik nichts zu suchen. Das Land Thüringen war schon einmal an dem Unternehmen beteiligt - von 1991 bis 2007.

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