Altenburg : Jeder zweite Bundespolizist unzufrieden
Bei der Bundespolizei beklagen zahlreiche Beamte eine mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das geht aus einer Studie hervor, die die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Dienstag in Altenburg vorgestellt hat.
Demnach stufte fast jeder zweite befragte Beamte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als schlecht oder sehr schlecht ein. Der GdP-Chef für die Bundespolizei in Mitteldeutschland, Günter Rink, kritisierte vor allem häufige und lang dauernde Abordnungen an ferne Dienstorte. Darunter leide nicht nur die Berufszufriedenheit der Polizisten, sondern auch ihre Gesundheit. Lediglich ein Viertel der Befragten würde den eigenen Kindern einen Dienst in der Bundespolizei empfehlen.
Die Studie wurde an der Technischen Universität Chemnitz erarbeitet. Dazu wurden 5.000 Bundespolizisten befragt. Die Bundespolizei ist 2005 aus dem Bundesgrenzschutz entstanden. Neben der Überwachung der Grenzen gehören zu den Aufgaben der Bundespolizei u.a. auch die Sicherung von Bahnanlagen.
