Bundestagswahl 2017 Thüringen holt auf bei der Wahlbeteiligung

In Thüringen sind gut 1,8 Millionen Bürger zur Stimmabgabe für den neuen Bundestag aufgerufen. Bis 16 Uhr zog die Wahlbeteiligung nach einem zwischenzeitlichen "Tief" wieder an und liegt jetzt auf einem vergleichbaren Stand wie 2013.

Die Beteiligung an der Bundestagswahl hat in Thüringen zum Nachmittag hin angezogen. Bis 16 Uhr gaben 45,5 Prozent der 1,8 Millionen Berichtigten ihre Stimme in den Wahllokalen ab. Das waren nach Angaben von Landeswahlleiter Günter Krombholz etwa so viele wie 2013. Zusammen mit dem Anteil der Briefwähler liegt die Wahlbeteiligung bis jetzt bei 60,6 Prozent. Beim vorherigen Zwischenstand um 14 Uhr hatte sich noch eine geringere Wahlbeteiligung in Thüringen abgezeichnet.

Stimmabgabe bei der Bundestagswahl in einem Wahllokal in Erfurt.
Stimmabgabe bei der Bundestagswahl in einem Wahllokal in Erfurt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Thüringer können zwischen 15 Parteien und 172 Kandidaten wählen. Im Freistaat gibt es acht Bundestagswahlkreise, einen weniger als 2013. Die Wahllokale sind seit 8 Uhr geöffnet und schließen um 18 Uhr. Nach Angaben des Landeswahlleiters öffneten alle Wahllokale pünktlich. In Bad Lobenstein mussten Wahlhelfer allerdings improvisieren: Sie bekamen die Tür zum Wahllokal nicht gleich auf. Statt die ersten Wähler warten zu lassen, wichen die Wahlhelfer zunächst in einen anderen Raum aus. Nach einer Stunde wurde die Tür geöffnet, die Wahlhelfer konnten in den "richtigen" Raum umziehen. In Dornburg im Saale-Holzland-Kreis sorgten Wahlhelfer mit einer Decke dafür, dass das Verbot von Wahlwerbung im unmittelbaren Umfeld von Wahllokalen eingehalten wird. Die Wahlhelfer deckten damit ein Auto ab, das mit Wahlwerbung beklebt war. Schließlich parkte der Besitzer sein Fahrzeug um.

Mehr Thüringer wählen per Briefwahl

Zehntausende Thüringer haben schon im Vorfeld ihre Kreuzchen gemacht. Nach Angaben des Landeswahlleiters hatten mindestens 258.000 Wahlberechtigte die Unterlagen für die Briefwahl angefordert. Nach Umfragen in den Kommunen liegt der Briefwahl-"Rücklauf" bei 15,1 Prozent der Wahlberechtigten und damit deutlich über den 11,1 Prozent vor vier Jahren. In der Zahl 15,1 Prozent sind noch nicht alle Briefwahlstimmen berücksichtigt, weil auch angeforderte, aber nicht eingesandte Briefwahlunterlagen bis 18 Uhr in den Wahllokalen in die Urnen geworfen werden dürfen. In den mehr als 3.000 Wahllokalen im Freistaat sind rund 30.000 ehrenamtliche Wahlhelfer im Einsatz.

Mehrere schwarze Mülltonnen stehen in einem Raum. In diesen Tonnen werden in Erfurt Briefwahlunterlagen aufbewahrt.
In diesen Tonnen werden in Erfurt Briefwahlunterlagen aufbewahrt. Bildrechte: MDR/Florian Engelmann

Die CDU will mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut stärkste Kraft werden und auch die nächste Regierung anführen. Die SPD will dagegen, dass ihr Spitzenkandidaten Martin Schulz Kanzler wird. Chancen, als drittstärkste Kraft in den Bundestag einzuziehen, rechnen sich neben den bisherigen Oppositionsparteien Die Linke und Die Grünen auch AfD und FDP aus.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 24. September 2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. September 2017, 17:26 Uhr

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6 Kommentare

24.09.2017 16:40 Rotwurst1155 6

Bitte geht wählen, denn soviel Zeit sollte sein.
.........dann hinterher meckern zählt nicht.
Wahlprogramme gibt es auch in Kurzfassung.

24.09.2017 13:20 MDR.DE_Redaktion 5

@ all: Bitte verzichten Sie hier auf Wahlwerbung. Wir geben entsprechende Kommentare nicht frei.

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