Historiker berufen Historiker Triebel untersucht DDR-Geschichte von Thüringer CDU

Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte der Thüringer CDU kann beginnen. Die von der Partei im vergangenen Jahr berufene unabhängige historische Kommission hat den Eisenacher Historiker Dr. Bertram Triebel damit beauftragt, die Geschichte der einstigen Blockpartei zu erforschen.

Wie der Kommissionsvorsitzende Jörg Ganzenmüller MDR THÜRINGEN am Donnerstag sagte, hat Triebel dafür nun zwei Jahre Zeit. Er bekommt insgesamt 45.000 Euro. Finanziert wird das Projekt durch die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung. Insgesamt hatten sich laut Ganzenmüller rund 20 Wissenschaftler auf die Stelle beworben.

Triebel gilt als ausgewiesener  Experte für die Geschichte der SED-Diktatur. Er hat an den Universitäten Leipzig und Nancy studiert sowie an der TU Bergakademie Freiberg promoviert. In seiner Doktorarbeit hat Triebel die Rolle der SED an der Bergakademie Freiberg von 1946 bis 1989 untersucht.

CDU-Landesparteichef Mike Mohring hatte vor einem Jahr angekündigt, dass die Geschichte der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone und den DDR-Bezirken Erfurt, Gera und Suhl untersucht und bewertet werden soll. Das Projekt ist innerhalb der ostdeutschen CDU-Landesverbände einmalig.

Zuletzt aktualisiert: 04. August 2016, 16:26 Uhr

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12 Kommentare

05.08.2016 20:54 M.W. 12

Den Naiven, die sich hier zu Wort melden, kann man nur eines unter die Nase reiben, vielleicht denkt mal einer darüber nach. Aber wer diese Zeit nie miterlebt hat, ist eben ..... Keiner wusste, wie lange das System DDR noch besteht. Jeder Betrieb( ihr Parteisekretär) hatte die Aufgabe, Arbeiter zur Aufnahme in die SED zu überzeugen. Entweder man widerstand dem, oder man floh in die Blockparteien ( CDU, LDPD, NDPD, DBD) und konnte so kein SED Mitglied mehr werden. Die Rettung für viele. Das die Führung der Blockparteien mit der SED gleichgeschaltet war und ihre Priviligien hatte wusste, doch jeder Dummkopf. Nur heute wird diese Tatsache geleugnet, um den politischen Gegner zu schaden. Man sollte sich mal um die heutigen Probleme in diesem Land kümmern. DAZU SIND UNSERE POLITOKER ABER NICHT FÄHIG !!!!!

05.08.2016 17:48 Demske 11

Tatsache ist, dass alle Macht in der DDR am Ende des Tages in den Händen der SED lag. Für die Mauermorde, die Unterdrückung der Bürgerrechte und die Stasi- Verbrechen ist die SED, heute nennt sie sich Die Linke, allein verantwortlich. Trotzdem ist es gut, dass die CDU Ost- Geschichte aufarbeitet wird. Viele Mitglieder haben vermutlich die Augen vor dem Unrecht verschlossen und in erster Linie an ihre Karriere gedacht. Zweifelslos gab es in der alten Ost- CDU auch überzeugte Sozialisten und eine Menge Opportunisten. Dennoch bot die CDU zu DDR- Zeiten wohl ebenso eine Nische für viele eher regimeferne Bürger, u.a. für bekennende Christen, Menschen die noch an die deutsche Einheit glaubten und kritische Geister.

05.08.2016 17:25 Gerald 10

Zu @ Venth 4: Wir waren schon Opposition so weit es eben ging, sonst hätte man ja gleich Genosse werden können(Zitat von Ihnen)! Warum war dann der sächsische Ministerpräsident(Herr Tillich) ein führender Mitarbeiter des Rat des Kreises in Kamenz und im Jahre 1989 ein Lehrgangsteilnehmer der Akademie für Staats-und Rechtswissenschaft in Potsdam?! Immerhin eine Kaderschmiede der SED! Opposition sieht anders aus! Oder? Auch er trat wie Sie laut Wikipedia in die Ost-CDU ein! Also hundertprozentig stimmt ihre These nicht!

05.08.2016 16:53 Gerald 9

"Finanziert wird das Projekt durch die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung" steht hier im Artikel! Was soll denn da herauskommen? Wie heißt ein Sprichwort: "Wer zahlt, bestimmt die Musik"! Darum glaube ich auch nicht, daß da was vernünfiges herauskommt!

05.08.2016 16:04 Bebel 8

Es ist bemerkenswert, wie die Stasi-Täter und SED-Verantwortlichen (nicht bloße Mitglieder) von damals heute die große Klappe haben! Das sollte alle aufrichtigen Bürger dazu veranlassen, nun erst Recht weiter die SED-Verbrechen aufzuarbeiten und konsequent zu benennen! Die SED war Koch, die Ost-CDU bestenfalls Kellner!

05.08.2016 15:37 Tamico 7

@4 , mir kommen die Tränen des Mitgefühls!

05.08.2016 15:10 Richard Rumbold 6

@5.#Petra : Solche Tiraden sind nur noch ermüdend und hängen mir zum Hals heraus.

05.08.2016 13:57 Petra 5

Und wann bitteschön kommt endlich die längst überfällige Aufabeitung der systematischen Verbrechen der SED/PDS?! Hier hat deren Rechtsnachfolgerin Die Linke noch gar nichts unternommen! Schande!

05.08.2016 12:07 Venth 4

bin seit 19 87 in der CDU - bin damals eingetreten um gerade nicht in die SED genötigt zu werden. Wir waren schon Opposition so weit es eben ging, sonst hätte man ja gleich Genosse werden können.

05.08.2016 10:49 Richard Rumbold 3

Eine wirkliche Aufarbeitung hat es nicht gegeben und wird es nicht geben. Alles nur Rechtfertigungsprosa.