Angelockt und abgezockt Wie Immobilienkäufer in Thüringen über den Tisch gezogen wurden

Sie wollten fürs Alter vorsorgen oder Steuern sparen - mit einer Investition in eine Immobilie in Thüringen. Doch mit ihren Investitionen erlebten Dutzende Anleger eine Pleite. Sie haben es mit windigen Verkäufern zu tun und hohen Rückforderungen einer Sparkasse.

von Dirk Reinhardt

Anmerkung der Redaktion: Das im Artikel genannte ehemalige Postgebäude in Waltershausen ist mittlerweile nicht mehr im Besitz der Firma WS Wohnstyle Bauträger GmbH. Der derzeitige Besitzer der Immobilie legt Wert auf die Feststellung, dass er mit der Firma WS Wohnstyle über den Kauf der Immobilie hinaus keine geschäftlichen Beziehungen gepflegt hat oder derzeit pflegt. (26.07.2017)

Volker Feldkamp und sein Freund und ehemaliger Angestellter Thomas Franz haben Ärger mit der Sparkasse. Die Sparkasse Mittelthüringen will seit Monaten fast jeden Euro pfänden, den die beiden Männer einnehmen. Und nicht nur das: Auch auf den Gehältern ihrer Ehefrauen und auf anderen Besitztümern lasten Pfändungsforderungen der Sparkasse mit Sitz in Erfurt. Denn die will viel Geld zurück - von Feldkamp 378.000 Euro und von Franz 326.000 Euro. Diese Summen hatten die beiden Männer im Jahr 2012 von der Sparkasse als Darlehen erhalten - für den Kauf und die Sanierung von Wohnungen in Arnstadt und Friedrichroda.

Zwei Männer sitzen an einem Tisch und blättern in Unterlagen.
Thomas Franz und Volker Feldkamp (r.) Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Dass die Thüringer Bank so massiv gegen sie vorgeht, empfinden Feldkamp und Franz als schreiende Ungerechtigkeit. Denn sie fühlen sich von der Sparkasse und der Bauträgerfirma WS Wohnstyle aus Thüringen buchstäblich über den Tisch gezogen - mit eben jenen Immobilienprojekten, die ihnen im Jahr 2012 aus Thüringen als Anlagemöglichkeiten angeboten worden waren. Das Konzept: Die Anleger kaufen der Firma WS Wohnstyle die Wohnungen ab - bei Feldkamp sind es drei in einem  Mehrfamilienhaus in der Lessingstraße in Arnstadt, bei Franz zwei in dem ehemaligen Postgebäude im beschaulichen Touristenort Friedrichroda - und lassen diese von der Bauträgerfirma sanieren. Mit den Mieteinnahmen aus den sanierten Wohnungen sollten sie dann den Sparkassen-Kredit zurückzahlen können.

"Wir haben das nie unterschrieben"

Gut drei Jahre nach dieser Investition stehen Feldkamp und Franz vor Ruinen: Beide Häuser sind praktisch unbewohnbar. Dabei hatte die Bauträgerfirma behauptet, die Häuser vertragsgemäß saniert zu haben. Das Geld dafür hatte das Unternehmen kassiert - im Fall von Franz sogar ohne dessen Wissen, wie er heute sagt. Er legt im Gespräch mit MDR THÜRINGEN Auszahlungsanweisungen der Sparkasse zugunsten der Bauträgerfirma vor, auf denen Unterschriften stehen - angeblich die von Franz und seiner Frau. "Wir haben das nie unterschrieben“, beteuert Franz. Er vermutet, dass die Unterschriften gefälscht worden sind und hat deshalb auch Strafanzeige erstattet. Feldkamp hatte immerhin seine Formulare selbst unterschrieben. Diese seien ihm, so sagt er dem MDR, von Sparkassen-Mitarbeiter E. aus Weimar zugeschickt worden mit der Bitte, sie zu unterzeichnen. Die Bauarbeiten, so habe E. schriftlich und am Telefon versichert, seien im Plan, alles sei in Ordnung.

Feldkamp und Franz, so haben monatelange Recherchen von MDR THÜRINGEN  ergeben, sind nur zwei von Dutzenden Opfern eines offenbar großangelegten, mutmaßlich betrügerischen Vorgehens. Dem MDR sind mittlerweile rund 25 Anleger bekannt, die in den Jahren 2011 bis 2014 in Immobilien der Bauträgerfirma in Thüringen investiert haben - in Arnstadt, Erfurt, Friedrichroda, Gotha und Kindelbrück. Auffällig dabei: Fast alle der Anleger wohnen in Westdeutschland - in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg. Weit weg also von ihren Anlageobjekten. Die an diese Anleger ausgereichten Darlehen der Sparkasse belaufen sich auf insgesamt rund 6,35 Millionen Euro.

Anlageobjekte und Immobilien der Firma WS Wohnstyle
Anlageobjekte und Immobilien der Bauträgerfirma Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Im Zentrum der Aktivitäten stehen eine Frau und zwei Männer: die Geschäftsführerin der Bauträgerfirma, Nicole B., ihr Bruder Marco, der offiziell als Vertriebsleiter des Unternehmens agierte, sowie der Immobilienfinanzierungsberater E. von der Sparkasse. Sie boten die Anlageprojekte bundesweit an - in einigen Fällen selbst, in vielen anderen  über freie Kredit- und Anlagevermittler. Zeigte ein Anleger ernsthaftes Interesse, ging es dann häufig sehr schnell. Kauf- und Werkvertrag wurden bei einem Notartermin unterzeichnet. Anschließend ging es zur Sparkasse in Weimar, wo Bankmitarbeiter E. schon mit vorbereiteten Darlehensverträgen wartete. Auffällig: Verkäuferin B. nahm in den meisten Fällen die Dienste von Notarin M. aus Erfurt in Anspruch.

Zum "Krisengespräch" nach Erfurt einbestellt

Aufgeflogen sind die Geschäfte irgendwann in der ersten Hälfte des Jahres 2014. Die Sparkasse Mittelthüringen war offenbar misstrauisch geworden, weil Darlehensraten ausblieben. Das Geld für diese Raten wollte WS-Geschäftsführerin B. den Anlegern erstatten, solange deren Wohnungen noch nicht vermietbar waren. Anleger berichteten dem MDR, dass diese "Mietausfallgarantien" in der Anfangszeit tatsächlich auch kamen, doch nach einigen Monaten blieben sie in vielen Fällen aus. Die Sparkasse reagierte harsch. Anleger wurden zu "Krisengesprächen" nach Erfurt einbestellt, wo man ihnen eröffnete, mit ihren Projekten sei etwas nicht in Ordnung. Die Darlehen müssten zurückgezahlt werden. Zu diesem Zeitpunkt war E. nach MDR-Informationen bereits von seinem Arbeitgeber suspendiert, also auch für die Betroffenen nicht mehr erreichbar.

Wir sind immer wieder vertröstet worden.

Ronny Boack, Anleger

So mancher Anleger war aber schon zuvor misstrauisch geworden - weil die Mietausfallgarantie ausblieb oder weil vereinbarte Fertigstellungstermine nicht eingehalten wurden. "Wir sind immer wieder vertröstet worden", sagen Feldkamp und Franz. Auch Ronny Boack, der eine Wohnung in einem Haus von Nicole B. in der Erfurter Johannesstraße gekauft hatte, berichtet Ähnliches. Bei einem Ortstermin in Erfurt habe er dem "Vertriebsleiter" Marco B. vorgehalten, dass nach seinem Eindruck in dem Haus "nichts passiert" sei. Doch der habe nur abgewiegelt. "Er hat mir gesagt, die Bauarbeiten seien vertragsgemäß ausgeführt worden, alles sei im Plan", erzählt Boack dem MDR. Doch auch das Haus in der Johannesstraße ist bis heute eine Bauruine, praktisch unbewohnbar.

Dubiose Bauträgerfirma aus Thüringen Anlageobjekte und Firmensitze

In mehreren Städten machte die Firma Geschäfte mit angeblichen Anlageobjekten. Die angeblich sanierten Wohnhäuser sind Baustellen...

Ein vieretagiges Wohnhaus aus der Gründerzeit. Das Haus steht leer, die Fassade weist Schäden am Putz auf.
Eines der Anlageobjekte: ein Mehrfamilienhaus in der Lessingstraße in Arnstadt. Das Haus im unfertigen Zustand, die zugesagten Bauleistungen wurden nur ansatzweise ausgeführt. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
Ein vieretagiges Wohnhaus aus der Gründerzeit. Das Haus steht leer, die Fassade weist Schäden am Putz auf.
Eines der Anlageobjekte: ein Mehrfamilienhaus in der Lessingstraße in Arnstadt. Das Haus im unfertigen Zustand, die zugesagten Bauleistungen wurden nur ansatzweise ausgeführt. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
Ein Haus aus roten Backsteinen. Es handelt sich um ein ehemaliges Postamt. Das Gebäude hat zwei Etagen.
Das ehemalige Postgebäude in der Lindenstraße in Friedrichroda. Hier waren bis vor einigen Monaten zwar Bau- und Handwerksfirmen im Einsatz, doch auch hier kann von einem vermietbaren Zustand der Wohnungen im Haus keine Rede sein. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
Ein mehrgeschossiges Wohnhaus
Auch mit diesem Haus in der Johannesstraße in Erfurt machte die Bauträgerfirma Geschäfte. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
In einem Raum einer Wohnung stehen Baumaterialien, unter anderem mehrere Fenster, die an eine Wand gelehnt sind. Der Raum ist schmutzig und unsaniert.
Blick in einen Raum im Erdgeschoss: eine Baustelle. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
Ein Gehöft mit mehreren Gebäuden. Die Gebäude sind weiß gestrichen, von einem der Häuser bröckelt die Wandfarbe ab.
Einer der ehemaligen Firmensitze der Bauträgerfirma in Erfurt - leer. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
Ein Klingelschild mit mehreren Klingeln. Auf einem Schild steht: WS Wohnstyle Bauträger GmbH.
Nur noch der Name am Klingelschild weist auf die Firma hin. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
Ein mehrgeschossiges Wohnhaus aus der Gründerzeit
Auch hier hatte die Bauträgerfirma - angeblich - zeitweise ihren Sitz: Wartburgstraße in Chemnitz. Bildrechte: MDR/Uwe Rechtenbach
Ein zweigeschossiges Gebäude aus roten Backsteinen steht an einer Straße. Es handelt sich um ein ehemaliges Postamt.
Der aktuelle Firmensitz der Bauträgerfirma: das ehemalige Postamt in Waltershausen. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
An einer braun lackierten hölzernen Tür hängt ein Briefkasten.
Mehr als einen Briefkasten mit dem Namensschild der Firma gibt es auch hier nicht. Das Haus steht leer. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt
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Als besonders dreist schildert Thomas Franz das Vorgehen der Bauträgerfirma: Man habe ihn monatelang hingehalten. "Es hieß immer, dass um den Bau anzufangen noch Genehmigungen des Denkmalschutzes fehlten", sagte er. Das böse Erwachen sei dann gekommen, als die Sparkasse zum "Krisengespräch" gebeten habe. "Da saß der gesamte Vorstand und sagte, das ganze Objekt ist nicht in dem Stand, in dem es sein sollte. Ich sage: Moment mal, in welchem Stand sollte es denn sein? Ich weiß überhaupt nicht, dass Sie schon angefangen haben." Daraufhin sei die andere Seite "mit der Sprache herausgekommen" und habe mitgeteilt, dass das ganze Geld für die vereinbarten Bauarbeiten an die Bauträgerfirma ausgezahlt worden sei.

Ihren Kredit will die Sparkasse nun von Franz zurück - mit der Begründung, er hätte sich um sein Projekt kümmern müssen und kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Diese Begründung bekommen auch andere Darlehensnehmer zu hören. Eine Mitverantwortung für die dubiosen Geschäfte bestreitet die Sparkasse. So sagte Sparkassen-Anwalt Bernd Gindorf dem MDR, die Bank sei nicht verpflichtet, das Bauprojekt, für das ein Kredit beantragt werde, im Vorfeld zu prüfen. Für die Entscheidung über den Kredit sei es lediglich notwendig, dass die vorgelegten Unterlagen des Antragstellers über seine wirtschaftlichen Verhältnisse und seine Zahlungsfähigkeit plausibel seien.

Welche Prüfpflichten hat eine Bank?

Immobilien-Experten der Thüringer Verbraucherzentrale sowie der Universität Regensburg bestätigen diese Aussage zumindest in Bezug auf gesetzliche Regelungen. Rechtlich sei eine Bank zur Prüfung solcher Projekte von Dritten nicht verpflichtet. Eine Bank sollte aber schon aus wirtschaftlichem Interesse ein Auge auf die Projekte werfen, die sie finanziere, sagt Steffen Sebastian. Er ist Professor für Immobilienfinanzierung an der Uni Regensburg und kennt sich mit den Gepflogenheiten des Marktes aus. Schließlich müsse eine Bank sicherstellen, dass sie für ihr verliehenes Geld auch ausreichende Sicherheiten vom Kreditnehmer erhalte.

Bernd Gindorf sitzt an einem Schreibtisch.
Sparkassen-Anwalt Bernd Gindorf Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sparkassen-Anwalt Gindorf widerspricht auch den Angaben mehrerer Anleger, dass Sparkassenmann E. die Firma WS Wohnstyle den Kunden als Vertragspartner empfohlen habe. "Das kann gar nicht der Fall gewesen sein, da es zwischen der Sparkasse Mittelthüringen und diesem Unternehmen keine, schon gar nicht langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit gegeben hat", sagt Gindorf. Einen Flyer, den mehrere Anleger nach eigenen Angaben von Sparkassen-Mitarbeiter E. erhalten oder im Immobiliencenter der Sparkasse mitgenommen haben und in dem unter dem Sparkassen-Logo die Bauträgerfirma empfohlen wird, nennt Gindorf eine Fälschung. Wer diese Fälschung angefertigt hat, dafür hat man aber bei der Sparkasse keine Erklärung.

Ein vertrautes Verhältnis habe es aber zwischen Sparkassenmann E. und den Geschwistern B. sehr wohl gegeben - das behaupten jedenfalls mehrere Anleger im Gespräch mit dem MDR. Beim Termin im Immobiliencenter habe E. erklärt, man arbeite schon so lange mit der WS Wohnstyle zusammen, dass die Sparkasse erwäge, der Firma sogar ein Büro in ihren Räumen anzubieten, sagt Feldkamp.

Aufklärung darüber könnten E. und die beiden B.s geben. Doch sie wollen sich nicht äußern, lehnen Anfragen des MDR zu ihren geschäftlichen Aktivitäten ab. Schwer erreichbar sind die Geschwister B. ohnehin. Die Firma WS Wohnstyle wechselte seit ihrer Gründung im Jahr 2011 mehrfach ihren Sitz, war nacheinander an zwei Adressen in Erfurt, danach in Chemnitz, dann im ehemaligen Postgebäude in Waltershausen und zuletzt in einem Bürokomplex in Weil am Rhein ansässig. Als Wohnsitz geben Nicole und Marco B. den Ort Huningue in Frankreich an, tatsächlich wohnen sie nach MDR-Informationen aber in Bad Tennstedt beziehungsweise Erfurt.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Ihre geschäftlichen Aktivitäten sind indes seit einigen Monaten ein Fall für die Justiz. Die für Wirtschaftskriminalität zuständige Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelt wegen des Verdachts auf mehrfachen gemeinschaftlichen, bandenmäßigen Betrug. Das Verfahren richte sich gegen mehrere Beschuldigte, "insbesondere gegen Verantwortliche einer Bauträgerfirma", sagte Sprecher Dirk Germerodt dem MDR. "Die Beschuldigten sollen nach gegenwärtigem Ermittlungsstand in mehr als 50 Fällen Leistungen bei der Sanierung von Eigentumswohnungen nicht erbracht, gleichwohl abgerechnet und die Zahlungen vereinnahmt haben." Wann das Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist, ist laut Germerodt noch unklar. Nach MDR-Informationen hat das Thüringer Landeskriminalamt sowohl bei der Sparkasse als auch bei WS Wohnstyle  Hausdurchsuchungen vorgenommen und Unterlagen beschlagnahmt. Anleger wurden als Zeugen befragt.

Ein Haus aus roten Backsteinen. Es handelt sich um ein ehemaliges Postamt. Das Gebäude hat zwei Etagen.
Die ehemalige Post in Friedrichroda Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Vor dem Landgericht Erfurt hat es in den vergangenen Monaten bereits mehrere Verfahren gegen die Bauträgerfirma sowie gegen die Sparkasse Mittelthüringen gegeben. In zwei Fällen hat das Gericht Nicole B. und ihre Firma dazu verurteilt, Anlegern den Werklohn zurückzuzahlen - einmal rund 250.000 Euro im Zusammenhang mit der alten Post in Friedrichroda und im zweiten Fall rund 270.000 Euro bei einem Projekt in Arnstadt. Klagen von weiteren Anlegern liegen dem Gericht nach MDR-Informationen vor. Abgewiesen hat das Landgericht im März hingegen die Klage eines Anlegers aus Nordrhein-Westfalen, der sich gegen die Rückzahlungsforderung der Sparkasse wehrte. Das vom Kläger angeführte "institutionelle Zusammenwirken" zwischen Bank und Bauträgerfirma sei nach Ansicht der Richter in diesem Fall nicht erkennbar, sagte der Anwalt des Klägers dem MDR.

Für Nicole B. hat zumindest das Bauprojekt in Friedrichroda bereits strafrechtliche Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat einen Strafbefehl gegen die Frau wegen Betrugs erlassen. Auch hier geht es um nicht erbrachte, aber in Rechnung gestellte Bauleistungen. B. hat Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, das Verfahren dazu am Amtsgericht Erfurt läuft noch.

Auch die Sparkasse Mittelthüringen betont ihren Willen zur Aufklärung, hat nach Angaben von Anwalt Gindorf selbst bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Im Gespräch mit dem MDR verweisen Gindorf und der Leiter der Rechtsabteilung der Bank, Sven Lotz, auf manipulierte Einkommensnachweise, Grundbücher und Mietverträge. Wer diese Fälschungen ihrer Meinung nach vorgenommen haben könnte, lassen sie im Gespräch offen.

Es gibt hier eine Betrugshandlung. Aber wer welchen Anteil hatte, wissen wir nicht.

Sven Lotz, Leiter der Rechtsabteilung der Sparkasse Mittelthüringen

Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2016, 16:56 Uhr

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11 Kommentare

03.06.2016 09:33 Wahrheit 11

@Dreistigkeit. Ein Wort zu Ihnen--> Man kann erst über einen Menschen urteilen, wenn man die Gesamtsituation überblickt und weiß. Da sie sich als Mitbürger bezeichneten, wohnen sie sicherlich in den Ort und haben eine persönliche Befindlichkeit. Ich bin wirklich gespannt, wie die Situation wirklich ist. Wir wissen ja alle, dass vieles in den Medien so dargestellt wird, wie es in Wirklichkeit nicht ist, z. Bsp. die Flüchtlingskrise ist das beste Beispiel

02.06.2016 18:10 Tamico 10

"Was ist das für ein Tier die Gier"?
Weiterlesen bei Wilfried Schmickler!
Das kommt davon wenn Gier keine Grenzen kennt und sich Neid und Hass hinzu gesellt! Selber schuld liebe Anleger!

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Ein Haus aus roten Backsteinen. Es handelt sich um ein ehemaliges Postamt. Das Gebäude hat zwei Etagen.
Das ehemalige Postgebäude in der Lindenstraße in Friedrichroda. Hier waren bis vor einigen Monaten zwar Bau- und Handwerksfirmen im Einsatz, doch auch hier kann von einem vermietbaren Zustand der Wohnungen im Haus keine Rede sein. Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt