Thüringen

Gesundheitsgefährdung : Thüringen bekämpft Eichenprozessionsspinner

Thüringen rüstet sich für die Bekämpfung des gefährlichen Eichenprozessionsspinners. Der Sprecher des Staatsbetriebs Thüringenforst, Horst Sproßmann, sagte: "Es ist davon auszugehen, dass der Forstschädling künftig verstärkt im Freistaat auftreten wird".

Raupen des Eichenprozessionsspinners auf einem Baumstamm.
Die Brennhaare der Raupen können grippeähnliche Symptome, Augen- und Atemwegsreizungen und sogar allergische Schocks auslösen.

Zwar seien bisher nur vereinzelt Exemplare des grauen Falters gesichtet worden. Dieser habe den Freistaat aber geradezu "eingekreist" und sei in Franken und in Sachsen-Anhalt schon stark verbreitet. Auch in Sachsens Landeshauptstadt Dresden sei er jetzt erstmals aufgetreten. Die haarigen Raupen des Falters schädigen Bäume und gefährden die Gesundheit von Waldbesuchern. Sproßmann zufolge hat der Forstbetrieb Lockfallen im Norden, Süden und Osten des Landes aufgestellt. "Wenn der Spinner kommt, werden wir es als erste erfahren." Wann das sein werde, hänge unter anderem auch vom Klima ab. "Der Eichenprozessionsspinner mag es warm und trocken", so Sproßmann. Die Eiche sei eine Gewinnerin des Klimawandels. Deren Anteil werde mit der Klimaerwärmung steigen. Damit würden sich aber auch die Schädlinge der Eiche - die sogenannten Eichenfraßgesellschaften - verbreiten.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich Jahren in Deutschland immer weiter aus. Wer ein Nest findet, sollte Abstand halten, warnt der Forstbetrieb. Die Brennhaare der Tiere schwebten in der Luft oder lägen auf dem Boden. Bei Kontakt könnten sie Juckreiz, Reizungen der Augen und Atemwege und sogar allergische Schocks auslösen. Auch grippeähnliche Symptome seien möglich. Auch Hunde seien gefährdet, hieß es.

Zuletzt aktualisiert: 04. August 2012, 10:59 Uhr

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