Thüringen

Energie & Mobilität : E.on testet Elektroautos

Ein einjähriger Praxistest von Elektrofahrzeugen ist nach Einschätzung des Energieversorgers E.on Thüringen bisher erfolgreich verlaufen. Acht Fahrzeuge hätten im vergangenen Jahr rund 80.000 Kilometer in verschiedenen Thüringer Regionen zurückgelegt, sagte der Vorstandschef des Unternehmens, Reimund Gotzel, zur Halbzeitbilanz der Testphase.

Fahrtkosten halbiert

Werktags seien die Test-Nutzer durchschnittlich knapp 40 Kilometer gefahren, hieß es weiter. Mit Stromkosten von etwa vier Euro pro 100 Kilometer seien die Testfahrten mit den Elektroautos um etwa die Hälfte billiger gewesen als die mit den vergleichbaren Fahrzeugen mit Benzinmotor.

In einer zweiten Testphase will E.on gemeinsam mit der Technischen Universität Ilmenau nun eine gesteuerte Aufladung erproben. Dabei soll für das Aufladen nach Möglichkeit ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen verwendet werden.

Nach wie vor sind Elektroautos in Thüringen eine Seltenheit. Lediglich neun Fahrzeuge waren im ersten Halbjahr 2012 beim Kraftfahrt-Bundesamt angemeldet. Dazu kommen 52 Fahrzeuge, die zum 1. Januar 2012 schon im Zentralregister eingetragen waren. Insgesamt sind in Thüringen mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge registriert.

Gotzel allerdings bleibt optimistisch hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit von Elektrofahrzeugen. Zur Halbzeit der E.on-Testreihe resümierte er: "Die Technik funktioniert, die Fahrzeuge sind alltagstauglich und haben sich bewährt."

Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2012, 15:56 Uhr

1. peacock:
Ich bezweifle die technische Praxistauglichkeit des E.on Elektroautos. Die gefahrenen und von E.on auch vorgesehenen Strecken (bis 70 km) sind lächerlich gering, höchstens ausreichend fürs Einkaufen. Fährt man mit einem solchen Auto mit Klimaanlage oder Heizung sinkt die Reichweite extrem und unvorhersehbar. Wann bleibt ein solches Auto in einem unserer Tunnel stehen, mit welchen Folgen, auch verkehrsrechtlich? Die Kostenbetrachtung geht von politischen Preisen aus. Sowohl Strom- als auch Kraftstoffkosten sind so extrem mit Abgaben und Umlagen befrachtet, dass die Darstellung nur eine Momentanaufnahme ist. Wer ein Auto anschafft, tätigt aber eine Investition über ca.10 Jahre. Die herrschende Kaste hat aber die Absicht weiter die "kleinen" Leute zu schröpfen. Sie wird demzufolge schnell eine neue Steuer in dieser Hinsicht erfinden nachdem viele auf diesen Antrieb umgestiegen sind. Wo ist der Vorteil bei Diesel geblieben?
17.07.2012
13:17 Uhr

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