Energiewende : Neues Verfahren ermöglicht Speichern von Strom
Forscher des Fraunhofer Instituts in Bad Hersfeld haben eine neue Technologie zur Speicherung von überschüssigem Wind- und Solarstrom entwickelt. Dabei wird der überschüssige Strom bei der Erzeugung von künstlichem Methan aus Kohlendioxid eingesetzt, welches in Biogasanlagen anfällt. Das Methan könnte im Erdgasnetz gespeichert werden, um später wieder zur Erzeugung von Strom oder Heizwärme genutzt werden zu können.
Seit rund einem Jahr fördern Thüringen und Hessen das bundesweit einmalige Forschungsprojekt am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Nach Angaben der Fraunhofer-Experten zeigten Zwischenergebnisse, dass das neue "Power-to-Gas-Verfahren" auch zuverlässig an kleineren Biogasanlagen laufe. Dies sei ein weiterer Schritt bei der Nutzung von Biogas. Die Versuchsanlage ist seit Oktober 2012 im hessischen Bad Hersfeld im Einsatz.
Die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich sagte am Mittwoch am IWES: "Die Energiewende wird nur gelingen, wenn wir bezahlbare, technische Möglichkeiten finden". Hierzu habe der Pilotversuch am IWES "erstaunliche" Potenziale aufgezeigt. Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz betonte, sich bei einer Novellierung des Erneuerbare-Energiengesetzes für eine stärkere Förderung der Technologie einsetzen zu wollen.
