Thüringen

Energiewende : Neues Verfahren ermöglicht Speichern von Strom

Forscher des Fraunhofer Instituts in Bad Hersfeld haben eine neue Technologie zur Speicherung von überschüssigem Wind- und Solarstrom entwickelt. Dabei wird der überschüssige Strom bei der Erzeugung von künstlichem Methan aus Kohlendioxid eingesetzt, welches in Biogasanlagen anfällt. Das Methan könnte im Erdgasnetz gespeichert werden, um später wieder zur Erzeugung von Strom oder Heizwärme genutzt werden zu können.

Die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich und Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz in der Pilotanlage "Power to Gas" zur Herstellung von erneuerbarem Methan.
Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz und die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich besichtigen die "Power-to-Gas"-Pilotanlage.

Seit rund einem Jahr fördern Thüringen und Hessen das bundesweit einmalige Forschungsprojekt am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Nach Angaben der Fraunhofer-Experten zeigten Zwischenergebnisse, dass das neue "Power-to-Gas-Verfahren" auch zuverlässig an kleineren Biogasanlagen laufe. Dies sei ein weiterer Schritt bei der Nutzung von Biogas. Die Versuchsanlage ist seit Oktober 2012 im hessischen Bad Hersfeld im Einsatz.

Die hessische Umweltministerin Lucia Puttrich sagte am 16. Januar 2013 am IWES: "Die Energiewende wird nur gelingen, wenn wir bezahlbare, technische Möglichkeiten finden". Hierzu habe der Pilotversuch am IWES "erstaunliche" Potenziale aufgezeigt. Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz betonte, sich bei einer Novellierung des Erneuerbare-Energiengesetzes für eine stärkere Förderung der Technologie einsetzen zu wollen.

Power-to-Gas-Anlage - Energiespeicherung

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2013, 18:00 Uhr

4. Dirk:
@noster damus: such mal unter "Terra preta". Man ist scheinbar mehrere Jahrhunderte sehr gut mit Verschwelung von Biomaterial gefahren. Warum es doch nicht zum Überleben gereicht hat - naja, nix ist perfekt... ;)
18.01.2013
00:13 Uhr
3. Dirk:
Sehr geehrter "Ingenier", allein die individuellen Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung dürften die Zahlungen an das jeweilige Energieunternehmen bei weitem übersteigen. Ist also nix mit der "billigen" Muskelkraft. Und ja, während besagte Energieunternehmen sich die letzten Jahrzehnte damit begnügt haben, Feuer zu nutzen, sich also auf Steinzeitniveau zu bewegen, die Forschung brachliegen ließen und sich sich nicht dazu in der Lage sehen, die wohl ähnlich simple Tätigkeit Kabel unter (ja, unter!) die Erde zu legen, muss sich wohl mit der Forschungstätigkeit von Laien begnügen anstatt eine Horde Verfahrenstechniker zu bemühen. Ein weiteres "Ja" zum miesen Wirkungsgrad: der dürfte sich beim Menschen wie beim "Power-to-Gas" (und wieder zurück) wohl unter 15 Prozent bewegen (bezogen auf den Stromanteil). Zumindestens beim derzeitigen Entwicklungsstand.
18.01.2013
00:09 Uhr
2. Noster Damus:
Bioanlage ? So soll man nicht tun ! Unsere Nahrungsgrundlage, die Humusschicht, ist in Millionen von Jahren gewachsen und im Durchschnitt nur ein halben Meter tief. Aber heutzutage wird alles verbrannt, Laub, Stroh, Holz, Kuhmist. Wo soll das noch hinführn, zumal dazu noch viele Fußballerfelder Ackerfläche in Deutschland verschwinden. Haltet ein, man kann mit dem überschüssigen Strom auch Bergwerke auspumpen, um bei Bedarf Generatoren anzutreiben.
17.01.2013
18:21 Uhr
1. peacock:
Auch Banalitäten kann man dem MDR als wissenschaftlichen Durchbruch verkaufen. Wir brauchen aber nicht irgendwie erzeugte Energie, sondern Energie die billiger ist, als durch Muskelkraft erzeugte und Speicher, die überschaubare Größe haben. Wie hoch ist hier der Wirkungsgrad? Hier toben sich Oberschüler, Oberlehrer und Bachelors ohne Industriepraxis aus. Ich erschrecke bei jeder Strom- und Gasrechnung über die Folgen dieser Art Energiepolitik. Als nächstes kommt vom Frauenhofer-Institut eine Studie, wie man die Futterverwertung im Rind für eine maximale Biogaserzeugung optimieren (verschlechtern) kann. Ein Ingenier
17.01.2013
00:26 Uhr

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